Für das Erzbistum Paderborn ist das Liborifest Ende Juli die „fünfte Jahreszeit“, die Menschen im Bistum Le Mans feiern rund um den 27. Januar das Fest zu Ehren ihres Schutzpatrons, des heiligen Julian. Auch in diesem Jahr waren viele Gäste aus dem Erzbistum Paderborn dabei. „Das Juliansfest ist ohne unsere Brüder und Schwestern aus der Diözese Paderborn kaum vorstellbar“, sagte der Bischof von Le Mans, Dr. Jean-Pierre Vuillemin, am Sonntag im Pontifikalamt in der Kathedrale von Le Mans. Gemeinsam mit dem Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Generalvikar Thomas Dornseifer waren über 50 Erwachsene und 30 Jugendliche der Deutsch-Französischen St. Liborius-Fraternität am vergangenen Wochenende nach Frankreich gereist.
Der Hintergrund der Reise lässt sich mit zwei Worten zusammenfassen: Freundschaft verbindet. Im Jahr 836 schenkte das Bistum Le Mans dem Bistum Paderborn die Reliquien des heiligen Liborius, um den Glauben in der noch jungen Diözese an der Pader zu stärken – der „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ war geboren.
Zur Nachfolge gerufen
Die liturgischen Feierlichkeiten zum Juliansfest starten in jedem Jahr am Samstagabend in einer ganz besonderen Atmosphäre: mit einer Vesper in der Kirche Saint-Benoît, gefolgt von einer eindrucksvollen Fackelprozession, in der die Gläubigen eine Büste mit den Reliquien des heiligen Julian zur Kathedrale von Le Mans geleiten. Liturgischer Höhepunkt des Patronatsfestes ist das Pontifikalamt am Sonntag in der Kathedrale. Der Bischof von Le Mans, Dr. Jean-Pierre Vuillemin, stand dem feierlichen Gottesdienst vor, Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz konzelebrierte neben weiteren Geistlichen.