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„Wir sind bereit“

Mehr als 80 katholische Führungspersonen fordern in einem eindringlichen Appell an die Politik einen konsequenten Klimaschutz. Diözesan-Caritasverband Paderborn ist ebenfalls dabei

In einem gemeinsamen, eindringlichen Appell an die Politik fordern 80 Entscheidungsträgerinnen und -träger der katholischen Kirche, „endlich die Klimaschutzbremsen zu lockern“ sowie „verlässliche Rahmenbedingungen und langfristige Zeitpläne“, die sie dabei unterstützen, den eigenen CO2-Fußabdruck zu verringern. Zu Beginn der parlamentarischen Sommerpause bleibe festzuhalten, dass in der ersten Hälfte des politischen Jahres viel zu wenig passiert, heißt es in dem Appell, zu deren Erstunterzeichnern auch die Paderborner Diözesan-Caritasdirektoren Esther van Bebber und Ralf Nolte sowie Ansgar Funcke und Tobias Berghoff, Vorstände des Caritasverbandes Dortmund, gehören.

„Wir sind bereit, Klimaschutz konkret umzusetzen, die notwendigen Veränderungen anzugehen und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Doch noch existieren zu viele hemmende Rahmenbedingungen und Unklarheiten, die einen effektiven Klimaschutz massiv ausbremsen,“ so der Appell an die Bundesregierung und Landesregierung mit der Überschrift „Wir sind bereit“.

Klimaneutralität gefordert

Unterzeichnet wurde er von den Bischöfen aus Limburg, Köln und Eichstätt sowie Verantwortlichen von insgesamt 34 Caritasverbänden – darunter neben dem Caritasverband für das Erzbistum Paderborn und dem Caritasverband Dortmund auch der Deutsche Caritasverband, die Diözesan-Caritasverbände in den Bistümern Köln, Rottenburg-Stuttgart, Dresden-Meißen – sowie fünf Fachverbänden der Caritas, der Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), der Bundesvorsitzenden des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, 14 Ordensoberen sowie zahlreichen anderen katholischen Persönlichkeiten. Viele dieser Organisationen haben ihre Treibhausgasemissionen selbst bereits substantiell gemindert oder befinden sich auf dem Weg dahin. Der Deutsche Caritasverband etwa hat sich verpflichtet, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden.

„Eine Politik, die unvermindert handelt, als ob die Klimakatastrophe nicht längst begonnen hätte und nicht schon jetzt jährlich Tausende an Toten durch Hitze, Dürren oder Überschwemmungen sowie volkswirtschaftliche Schäden in Milliardenhöhe erzeugt, suggeriert der Bevölkerung, die Lage sei keinesfalls so ernst, wie die Wissenschaft anmahnt. Deshalb: Sorgen Sie dafür, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Klimakatastrophe im Zentrum der Debatte stehen. Wir schaffen es nicht mehr, die 1,5-Grad Grenze einzuhalten“, so der Appell. „Die Ereignisse der letzten Wochen zeigen: Die gesellschaftspolitische Diskussion geht in eine völlig falsche Richtung.“

Konkret fordern die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unter anderem eine Sanierungsoffensive von Gebäuden. Auch eine Beschleunigung der Mobilitätswende und die stärkere Berücksichtigung von sozialer Gerechtigkeit bei der Transformation in Richtung Klimaneutralität gehören zu den Forderungen.

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