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© Ukrainisch-Griechisch-Katholische Kirche Bielefeld
© Ukrainisch-Griechisch-Katholische Kirche Bielefeld

„Heimat und Quelle der Kraft“

Ukrainische Personalpfarrei in Bielefeld feiert 50-jähriges Bestehen

Am 23. Oktober 2022 feierte die ukrainische Personalpfarrei der Mutter Gottes der Immerwährenden Hilfe in Bielefeld ihr 50-jähriges Bestehen. Das Gemeindezentrum wurde vor einem halben Jahrhundert unter Leitung des ukrainischen Pfarrers Dionisij Kopčanskyj für Ukrainerinnen und Ukrainer gebaut. 1972 wurde es von Bischof Platon Kornyljak, dem Apostolischen Exarchen für die ukrainischen Gläubigen des byzantinischen Ritus in Deutschland, eingeweiht. Bis heute ist die ukrainische Kirche in Bielefeld ein Ort des Betens und Zusammenhaltes für die Gemeinde.

Auch zum Jubiläum der Kirche kam wie vor fünfzig Jahren ein Apostolischer Exarch nach Bielefeld – diesmal aus München Bischof Bohdan Dsjurach CSsR, Bischof der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche und Exarch für die Ukrainer des byzantinischen Ritus in Deutschland und Skandinavien. Die Reihe der Konzelebranten war lang: Neben dem für die Gemeinde in Bielefeld zuständigen Pfarrer Andriy Radyk standen Pfarrer em. Myron Molczko, Pfarrer Andrii Khymchuk als Kanzler der Apostolischen Exarchie, Pastor Stepan Sharko aus Altenberge, Vikar Ihor Tril aus Paderborn und Pastor Ivan Tsap aus der Eparchie Mukatschewe (Ukraine) am Altar.

Auch die Schar der Gäste war groß: Menschen aus Siegen, Dortmund, Münster, Paderborn und Osnabrück feierten das Jubiläum mit. Dazu zählten auch Bernd Henrichsmeier als Bezirksbürgermeister von Bielefeld-Stieghorst und Konrad J. Haase, Bereich Pastorale Dienste im Erzbischöflichen Generalvikariat, als Vertreter des Erzbistums Paderborn.

Symbol des Glaubens an die Auferstehung

In seiner Predigt betonte der Apostolische Exarch Bischof Bohdan Dsjurach: „Seit 50 Jahren ist die Kirche in Bielefeld Heimat für Ukrainerinnen und Ukrainer, ein Ort der Begegnung mit dem lebendigen Gott, eine Quelle der Kraft, der Hoffnung und der Gnade Gottes.“ Die Kirche sei in Zeiten tragischer historischer Umstände „für unser Volk und unseren Staat als Symbol des Glaubens an die Auferstehung der Kirche und der Menschen in ihren Heimatländern“ entstanden. Heute öffne die ukrainische Kirche wieder ihre Arme, „um die Traurigen und Verwundeten zu umarmen, die Unterdrückten aufzurichten, die Kranken zu heilen, den Glauben an Wiederaufleben der Ukraine und ein besseres Schicksal für Menschen zu stärken“, erklärte Bischof Dsjurach.

Er danke Gott „für unsere Priester Pfarrer Andriy Radyk und Pfarrer em. Myron Molczko sowie für alle Gemeindemitglieder und Wohltäter, insbesondere dem Erzbistum Paderborn und Bistum Münster“. Auch danke er den Behörden der Stadt Bielefeld. „Möge der Herr uns für die kommenden langen Jahre des Dienstes und des Glaubensbekenntnisses für gegenwärtige und zukünftige Generationen segnen“, sagte der Exarch am Ende seiner Predigt.

Nach dem feierlichen Gottesdienst folgte ein Empfang im Gemeindesaal mit einem Programm aus Musik, einem Rückblick in die Geschichte der Pfarrei und vielen emotionalen Wortbeiträgen. Den Schlusspunkt setzten die Jubiläumsgäste mit einer hoffnungsvollen gemeinsamen Intonation des Liedes „Mnohaja Lita – Auf viele Jahre“

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