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Erzbistum Paderborn
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Drei Frauen für alle Fälle

Neue Schulseelsorgerinnen und Schulsozialarbeiterin an erzbischöflichen Schulen in Arnsberg, Brilon und Werl

Das Erzbistum Paderborn freut sich über drei neue Mitarbeiterinnen in der Schulseelsorge und der Schulsozialarbeit. Ihren Dienst an den erzbischöflichen Schulen in Arnsberg, Brilon und Werl haben Miriam Mühlenschulte, Jessica Plaßwilm und Miriam Gleie bereits aufgenommen.

Jessica Plaßwilm ist seit Anfang August neue Schulseelsorgerin an der Marienschule in Brilon. „Vor mir war die Stelle lange nicht besetzt. Jetzt bin ich mit 50 Prozent als Schulseelsorgerin beschäftigt“, verrät die ausgebildete Gemeindereferentin. „Die Stelle war auf der Stellenliste aufgeführt und hat mich sehr angesprochen, daher habe ich mich beworben.“ Dann nahm alles seinen Lauf.

„Zu meinen Aufgaben als Schulseelsorgerin gehört es, dass ich für die Schülerinnen und Schüler Ansprechpartnerin bin und das katholische Profil der Schule schärfe“, erklärt Jessica Plaßwilm. Das geschehe vor allem durch Angebote in der Schulzeit, aber auch durch Kooperationen, wie zum Beispiel mit der Caritas. „Da ich Gemeindereferentin bin, brauchte ich keine zusätzliche Ausbildung, allerdings werde ich im Laufe der nächsten Zeit immer mal wieder Fortbildungen wahrnehmen, um mich mit bestimmten Themen zu beschäftigen und mich weiterzuentwickeln.“

Für Schülerinnen und Schüler ansprechbar sein

An der Aufgabe als Schulseelsorgerin reizt Jessica Plaßwilm besonders die Interaktion mit den Kindern und Jugendlichen. Den Kontakt zu ihnen möchte sie zukünftig intensivieren. „In der Schule habe ich dazu eine andere Chance als punktuell in der Gemeindearbeit“, ist die erfahrene Gemeindereferentin überzeugt. „Weitere Personen in der Schulseelsorge sind an unserer Schule nicht benannt. Jedoch gibt es ein, zwei Lehrerkolleginnen, die mich bei größeren Projekten unterstützen.“ Mit der Schulleitung stehe sie regelmäßig im Austausch über Ideen und Angebote.

„Die Schulseelsorge ist für mich ein besonders wichtiges Feld, da ich schon zu Beginn meiner Zeit an dieser Schule deutlich gespürt habe, dass es ein großes Interesse seitens der Schülerinnen und Schüler gibt, um Dinge bei mir anzusprechen.“ Erste Angebote wie die „Stille Pause“ seien „enorm gut angelaufen“ und auch für Impulsgeschichten, Taizé-Gebete und Achtsamkeitsübungen seien die Jugendlichen offen. „Es gibt jetzt sogar einen Beamer in der Schulkapelle, ich denke, dass ich mit Kurzfilmen und Poetryslams ebenfalls einige Jugendliche ansprechen kann“, sagt Jessica Plaßwilm.

Katholisches Profil der Schulen schärfen

Neue Schulseelsorgerin ist seit Ende August auch Miriam Mühlenschulte. Sie ist am Mariengymnasium in Arnsberg im Einsatz. Auch sie ist ausgebildete Gemeindereferentin. Zwar besitzt sie damit auch die Lehrerlaubnis, unterrichtet zurzeit aber nicht regulär. Nur ab und an übernimmt sie bei längeren Ausfällen von Kolleginnen und Kollegen bei Bedarf Vertretungen im Fach Katholische Religionslehre.

Am Mariengymnasium arbeitet Miriam Mühlenschulte mit einem Beschäftigungsumfang von 50 Prozent. Mit ihrer neuen Aufgabe gehört sie gleichzeitig dem Pastoralteam des Pastoralen Raumes Pastoralverbund Arnsberg an. „Gemeinsame Ideen und Anliegen kann ich so gut miteinander verbinden“, berichtet die Schulseelsorgerin. Ihr Einsatz könne dabei sehr verschieden sein. „Ich unterstütze bei der Vorbereitung der wöchentlichen Schulgottesdienste und feiere sie gemeinsam mit den Klassen.“ Auch gehöre sie zum Team der „Schulgemeinde“. „Wir gestalten gemeinsam religiöse Angebote und überlegen, welche Themen wir aufgreifen können.“

Auf die Stelle beworben habe sich Miriam Mühlenschulte nach dem Ende ihrer Elternzeit. „Ich finde es reizvoll, wenn der Glaube in der Schule einen Platz bekommt und die Sinnfragen der Einzelnen im Glauben gedeutet werden können.“ Die Kirche verliere im Leben der Menschen an Bedeutung. „Deshalb ist es wichtig, dass hier religiöse Angebote im alltäglichen Leben einen Platz finden.“

Kirche ein Gesicht geben

Die „Schulpastoral“ ist für Miriam Mühlenschulte nicht neu. Mit ihr habe sie sich schon während ihres Studiums der Religionspädagogik beschäftigt. Auch habe sie als Gemeindereferentin bereits viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Schulen ebenso wie in der Jugendpastoral gesammelt. Im kommenden Jahr wird sie außerdem an der Fortbildung „Schulpastoral“ teilnehmen, die das Erzbistum Paderborn anbietet. Beauftragt für die Schulseelsorge am Mariengymnasium ist Miriam Mühlenschulte gemeinsam mit Pater Werner Vullhorst OSB von der Abtei Königsmünster in Meschede. Unterstützung erhalten sie von Lehrerinnen und Lehrern sowie Schülerinnen und Schüler.

Die Schulleitung des Mariengymnasiums in Arnsberg sei froh über die Neubesetzung der Stelle und die Unterstützung, erklärt Miriam Mühlenschulte. „Unser Schulleiter freut sich, dass durch die besetzte Stelle die Schulpastoral nun nochmal mehr in den Blick genommen werden kann und der Glaube nochmal deutlicher in der Schule ein Gesicht bekommt.“ Das Leben der Einzelnen treffe immer wieder auf existentielle Fragen zum Beispiel zu Tod, Trauer, Streit, Mobbing oder Leid. Darauf könne die Schulseelsorge jetzt noch mehr eingehen und den Schülerinnen und Schülern Unterstützung und Deutung aus dem Glauben anbieten.

Die Schulseelsorge sieht Miriam Mühlenschulte als eine wichtige Aufgabe an, weil sie jedem Menschen grundsätzlich wertschätzend begegnen möchte. „Gott nimmt jeden Mensch an und jeder ist wertvoll für ihn. Ich denke, dass ist in der heutigen Zeit, eine wichtige Zusage für den einzelnen, da die Erwartungen und Ansprüche zunehmen. Ich hoffe, dass ich mit meiner Tätigkeit mithelfen kann, dass Menschen hoffnungsvoll und verantwortungsvoll leben und handeln“, unterstreich die neue Schulseelsorgerin am Mariengymnasium in Arnsberg.

Gutes Miteinander der Schulgemeinschaft gestalten

Neue Schulsozialarbeiterin an der Ursulinenrealschule Werl ist seit Anfang Oktober Miriam Gleie. Sie ist keine Lehrkraft und kann sich ganz auf ihre Aufgabe als „klassische Schulsozialarbeiterin“ konzentrieren, nachdem ihre Vorgängerin in den Ruhestand gegangen ist. „Ich habe soziale Arbeit studiert und wollte mich nach meiner Elternzeit einer neuen Herausforderung stellen“, sagt Miriam Gleie. Eine weitere Kollegin für die Schulsozialarbeit ist nebenan am Ursulinengymnasium beschäftigt.

Bei ihrer neuen Aufgabe setzt Miriam Gleie besonders auf gute Kooperation mit der Schulsozialarbeiterin am Ursulinengymnasium sowie mit der Koordinatorin für Berufsorientierung und der Beauftragten für Prävention. Sie möchte die Schülerinnen und Schüler „bestmöglich unterstützen und ihnen Angebote über den Unterricht hinaus machen“, betont die Sozialarbeiterin an der Werler Ursulinenrealschule. Außerdem wolle sie das katholische Profil der Schule mit stärken. „Wie möchten die Arbeit auch mit den Eltern intensivieren und den Schülerinnen und Schülern viele soziale Projekte anbieten und ermöglichen.“

Schule sei viel mehr als bloße Wissensvermittlung. „Die Schülerinnen und Schüler verbringen viel Zeit in der Schule und deshalb ist es wichtig, dass sie sich dabei wohl fühlen, sich entfalten können und gerne hier sind“, ist sich Miriam Gleie sicher. Dazu gehöre es, für alle ansprechbar zu sein, „für jegliche Anliegen sowohl der Schülerinnen und Schüler, als auch ihrer Eltern und dem Lehrpersonal“. Es gehe darum, „gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und ein gutes Miteinander zu gestalten“. Die Schulleitung sei „sehr froh“ über die Neubesetzung und die tatkräftige Unterstützung durch die neue Schulsozialarbeiterin.

Schulträger ist „dankbar für engagierte Mitarbeit“

Über den Einsatz der drei neuen Mitarbeiterinnen in der Schulseelsorge und der Schulsozialarbeit freut sich auch die Leiterin der Abteilung Schulpastoral im Bereich Schule und Hochschule des Erzbischöflichen Generalvikariates, Adelheid Büker-Oel. „Wir sind dankbar für die engagierte Mitarbeit der Kolleginnen und Kollegen in der Schulseelsorge und der Schulsozialarbeit. Die Unterstützung neuer Kräfte ist enorm wichtig. Wir brauchen geeignete Mitarbeitende in diesen Aufgabenbereichen. Da ist es gut, dass die neuen Kolleginnen jetzt mit viel Elan und hoher Motivation starten und zur Vertiefung des Verständnisses von Schule als pastoralem Ort beitragen.“

Das Erzbistum Paderborn ist Träger von insgesamt 20 Katholischen Schulen. Dazu gehören sieben Realschulen, neun Gymnasien, drei Berufskollegs und eine Grundschule mit insgesamt rund 12.000 Schülerinnen und Schülern, die von rund 900 Lehrkräften unterrichtet werden. 14 dieser Schulen befinden sich in unmittelbarer Trägerschaft. Die Schulen in Werl (St. Ursula Realschule und Gymnasium) werden vom Stift Werl getragen, die Schulen der Brede (Realschule, Gymnasium, Berufskolleg) von der gleichnamigen Stiftung.

Diese Schulen sind „staatlich anerkannte Ersatzschulen“, deren Abschlüsse sich nicht von denen staatlicher Schulen unterscheiden. Die einzelnen Schulen sind unterschiedlich in Konzept und Profil, das katholische Selbstverständnis gibt ihnen eine spezifische Prägung. Sie sind gegenüber staatlichen Schulen gleichwertig, aber nicht gleichartig, sondern bilden hier eine Alternative.

Mariengymnasium Arnsberg

Das Mariengymnasium in Arnsberg ist eine Schule in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn und wurde 1889 mit dem Ziel gegründet, eine höhere Schule für Mädchen zu eröffnen, damit auch diesen ein Zugang zur Bildung ermöglicht werden konnte. Das Mariengymnasium galt zur damaligen Zeit als erste katholische Töchterschule in der Region und neben der normalen Schulbildung betrachteten die Schwestern die Ausbildung von Lehrerinnen als wichtige Aufgabe. Das Gymnasium wird derzeit von etwa 650 Schülerinnen und Schülern besucht, die von etwa 60 Lehrkräften unterrichtet werden.

Marienschule Brilon

Die Marienschule Brilon ist eine katholische Realschule in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn und steht allen Kindern und Jugendlichen offen. Das Bildungsangebot der Marienschule richtet sich damit an Eltern, die für ihre Kinder einen zeitgemäßen Unterricht auf der Grundlage christlicher Werte wünschen. Die Marienschule wird derzeit von etwa 550 Schülerinnen und Schülern besucht, die von gut 35 Lehrpersonen unterrichtet werden.

Aufgaben der Schulseelsorge

Zu den Aufgaben der Schulseelsorge gehören das Anbieten von Gesprächen in seelsorglichen Bereichen für Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Eltern. Ebenso gehört dazu die Zusammenarbeit im Team Schulpastoral sowie das Initiieren, Bewerben, Organisieren und Durchführen von religiösen Veranstaltungen, Schulgottesdiensten und weiteren schulpastoralen Angeboten und Projekten. Auch zählen inhaltliches Unterstützen von Engagements wie zum Beispiel Sozialpraktika, Eine-Welt-Arbeit, Flüchtlingsarbeit, caritativen Angeboten und Kooperationen mit Partnerschulen, Kooperationen mit inner- und außerschulischen Partnern im Bereich der Schulseelsorge (Beratungsstellen, religiöse Einrichtungen etc.) dazu.

Schulsozialarbeit an der Ursulinenrealschule Werl

Die Ursulinenrealschule war ursprünglich eine private Mädchen-Realschule, geführt von den Schwestern des Ursulinenordens Werl, und ist in Trägerschaft des Ursulinenstifts Werl und damit Teil der katholischen Schulen im Erzbistums Paderborn. Heute wird sie von ca. 530 Schülerinnen und Schülern besucht, die von 35 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Die Schule ist dreizügig mit 18 Klassen.

Zu den Aufgaben der Schulsozialarbeit gehören das Beraten von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften bei persönlichen und / oder schulischen Fragen, Konflikten oder Problemen, außerdem das Gestalten und Durchführen von Maßnahmen und Arbeiten zur Jungen- und Mädchenförderung, von sozialpädagogischen Gruppenarbeiten und Arbeiten mit Klassengemeinschaften sowie von Projektarbeiten und konzeptionellen Arbeiten mit präventivem Charakter. Auch dazu zählen das Kooperieren mit der Schulleitung, dem Team Schulpastoral (auch des benachbarten Ursulinengymnasiums), der Schulsozialarbeiterin des Ursulinengymnasiums, dem Team des U-Cafés, den Lehrkräften beider Schulen, sozialen Diensten, mit Beratungsstellen, der Agentur für Arbeit und Begleitung von sozialem Engagement sowie Netzwerkarbeiten im politischen, sozialen und kirchlichen Kontext.

Ein Beitrag von:
© ThF-PB

Benjamin Krysmann

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