In der längsten Nacht des Jahres, zu Beginn der Wintermonate, feiert man im Iran das Fest Yalda. Familien, Freundinnen und Freunde kommen an einem reich gedeckten Tisch zusammen und lesen Texte des bekannten und beliebten Dichters Hafez. In Massoud Bakhshis gleichnamigen Film findet an genau diesem Abend eine Fernsehshow statt und auch dabei werden die poetischen Verse um Liebe, Glück und Harmonie vorgetragen. Doch in der Show geht es um Leben und Tod. Eine junge Frau, Maryam, wurde beschuldigt, ihren wesentlich älteren Ehemann umgebracht zu haben, und daraufhin zum Tode verurteilt. Sie hat eine letzte Chance. Auf der Bühne des Fernsehstudios muss sie die Tochter des Toten um Vergebung bitten; wenn diese ihr verzeiht, wird die Todesstrafe erlassen. Im Film heißt die Realityshow „Freude der Vergebung“. Sie hat ein reales Vorbild in Iran.
Das Filmdrama begnügt sich nicht mit der Kritik an patriarchalen Machtstrukturen zwischen Eheleuten im Iran, sondern weitet den Blick auf die gesellschaftlichen Verhältnisse. Zudem wirft der Film ein irritierendes Licht auf Soziale Medien, in denen antidemokratische Tendenzen und autoritäre Systeme einen Nährboden finden.
Eintritt: 5,00 Euro / ermäßigt 4,00 Euro
Ansprechpartner:
Dr. Markus Leniger
Studienleiter Katholische Akademie Schwerte
leniger@akademie-schwerte.de