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Pressemeldungen
16
März
2020
Paderborn / Attendorn

Sebastian Springob aus Attendorn ist Diakon

Lehrer des Erzbistums Paderborn empfängt Diakonenweihe und ist auf dem Weg zum Priestertum

Im Auftrag des Säkularinstitutes Voluntas Dei spendete Weihbischof Matthias König am Freitag, 13. März, Sebastian Springob aus Attendorn durch Handauflegung und Gebet in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist die Diakonenweihe. Sebastian Springob ist Mitglied des Säkularinstitutes Voluntas Dei und Lehrer am vom Erzbistum Paderborn getragenen St.-Ursula-Gymnasium Attendorn. Der 44-jährige Pädagoge mit den Unterrichtsfächern Deutsch und Katholische Religion wird nach einer einjährigen Tätigkeit als Diakon im kommenden Jahr zum Priester geweiht.

Weihbischof Matthias König überreichte dem zuvor geweihten Diakon Sebastian Springob das Evangelienbuch als Zeichen, das Evangelium Jesu Christi zu verkünden und zu leben. Foto: Nicole Voss

Gott führe einen Menschen zu dem von ihm bestimmten Platz, zu „seinem“ Platz, sagte Weihbischof Matthias König in seiner Predigt. „Wir brauchen das tiefe Vertrauen, dass Gott nicht nur den Weg für mich weiß, sondern mir helfen will, zielgerichtet zu dem Platz in seinem Plan mit der Welt und mit uns Menschen zu kommen, an dem ich wirken und zum Segen werden kann.“ Im Hinblick auf Diakon Sebastian Springob sagte Weihbischof König: „Er hat sich der Führung Gottes anvertraut und erfährt in seinem Alltag, dass dieser Gott nicht nur ihn führt, sondern für jeden einen Plan und einen Weg hat.“ Für alle gelte die Botschaft: „Gott ist am Werk, hier und heute! Rechnet mit ihm und euer Leben erfährt eine Weite und Zielgerichtetheit, die es ohne ihn nie hätte!“

Bitte um die Weihe

Im feierlichen Gottesdienst im „Sauerländer Dom“ wurde der in Attendorn beheimatete Sebastian Springob mit Namen aufgerufen, er trat vor Weihbischof Matthias König und erklärte mit den Worten „Hier bin ich!“ seine Bereitschaft zur Weihe. Als Vertreter des Säkularinstituts Voluntas Dei, dem Springob angehört, bat Frater Rory Murphy I.V.Dei Weihbischof König, Springob zum Diakon zu weihen für das Säkularinstitut Voluntas Dei und seine Weiheversprechen entgegenzunehmen.

Weiheversprechen

Mit dem Lied „Komm, Heilger Geist, der Leben schafft …“ rief die Gottesdienstgemeinschaft zu Beginn der Weiheliturgie den Heiligen Geist um seinen Beistand an. Dann fragte Weihbischof Matthias König den Weihekandidaten nach seiner Bereitschaft zum diakonalen Dienst. Unter anderem versprach Springob, dem Ortsbischof, seiner Gemeinschaft und seinem Oberen Ehrfurcht und Gehorsam und bestätigte dadurch seine lebenslange Bindung an das Säkularinstitut Voluntas Dei. Dazu kniete sich Springob vor Weihbischof König und legte seine Hände in die Hände des Vertreters des Erzbistums Paderborn.

Handauflegung – Weihe – Weihegebet

Beim anschließenden Gebet wurden die Heiligen der Kirche um Beistand angerufen und der Weihekandidat legte sich als Zeichen der Hingabe im Altarraum ausgestreckt auf den Boden. Anschließend kniete Springob im Altarraum: Durch Auflegen der Hände und sein Gebet spendete Weihbischof König dann dem Kandidaten die Weihe. Im darauf folgenden Weihegebet betete der Weihbischof: „Das Evangelium Christi durchdringe sein Leben. In seinem Wirken sollen Jesu Weisungen aufleuchten, das Beispiel seines Lebens soll die Gemeinde auf den Weg der Nachfolge führen.“

Stola und Dalmatik – Evangelium

Aus den Händen von Pfarrer Andreas Neuser als Heimatpfarrer erhielt der neue Diakon die Stola, die von ihm als Zeichen des diakonalen Amtes während der Liturgie getragen wird, sowie das liturgische Gewand des Diakons, die Dalmatik. Schließlich überreichte Weihbischof Matthias König dem neuen Diakon Sebastian Springob symbolisch das Evangelienbuch mit den Worten: „Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, ergreife im Glauben; was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben.“

Durch Handauflegung und Gebet spendete Weihbischof Matthias König in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Attendorn Sebastian Springob die Diakonenweihe. Foto: Nicole Voss

Eucharistie

An die Weiheliturgie schloss sich die Eucharistiefeier an. Dabei bereitete der neu geweihte Diakon den Altar und nahm die Gaben für die Feier der Eucharistie in Empfang. Weihbischof König stand der Heiligen Messe vor, Pfarrer Andreas Neuser als Ortspfarrer, Pastor Markus Ratajski als Schulleiter des St.- Ursula-Gymnasius Attendorn und Frater Rory Murphy I.V.Dei als Vertreter des Säkularinstituts Voluntas Dei konzelebrierten.

Um eine mögliche Ausbreitung einer Infektion mit dem Corona-Virus zu verhindern, wurde die Feier kurzfristig anders gestaltet: Es wurde auf die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes durch das Vokalpraktikum des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn und der Choralschola des Attendorner Domchores verzichtet und auch die Gabenprozession einiger Schülerinnen und Schüler des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn fand nicht statt. Die Kommunion war nur als Handkommunion möglich und auch der Empfang nach dem Gottesdienst wurde abgesagt.

Biografisches Sebastian Springob

Sebastian Springob wurde 1976 in Plettenberg geboren, seine Heimatgemeinde ist St. Johannes Baptist in Attendorn. Er absolvierte an der Theologischen Fakultät Paderborn, am Institut Catholique in Paris und an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein Theologiestudium, das er mit dem Diplom abschloss. Er ist tätig als Lehrer am vom Erzbistum Paderborn getragenen St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn. Hier unterrichtet er die Fächer Deutsch und Katholische Religion. Im Jahr 2012 trat Sebastian Springob dem Säkularinstitut „Voluntas Dei“ bei. Er legte im August 2019 in den USA die Ewige Profess ab.

Nach seiner Diakonenweihe in Attendorn wird er von August 2020 bis Ende April 2021 ein Diakonatspraktikum in einer katholischen Gemeinde in New York City absolvieren. Für dieses wird er von seinem Arbeitgeber, dem Erzbistum Paderborn, als Lehrer freigestellt. Im Mai 2021 wird er seinen Dienst als Lehrer und katholischer Schulseelsorger am St.-Ursula-Gymnasium wieder aufnehmen, bis er im Juni 2021 die Priesterweihe empfangen wird. Und auch danach wird der Priester des Säkularinstituts „Voluntas Dei“ am St.-Ursula-Gymnasium in Attendorn tätig bleiben.

weitere biografische Informationen

Zu Beginn der Weiheliturgie versprach Sebastian Springob Ehrfurcht und Gehorsam und kniete dazu vor Weihbischof König. Im Hintergrund: Pfarrer Andreas Neuser, Pastor Markus Ratajski als Schulleiter des St.- Ursula-Gymnasius Attendorn und Frater Rory Murphy I.V.Dei als Vertreter des Säkularinstituts Voluntas Die. Foto: Nicole Voss

Stichwort: „Voluntas Dei“

Das „Voluntas Dei Institut“ wurde 1958 von Louis-Marie Parent in Kanada gegründet. Die Gemeinschaft besteht derzeit aus etwa 1.000 Mitgliedern. Dazu gehören Priester, Diakone, Laienbrüder und -schwestern sowie Ehepaare. Dazu gehört ebenso eine große Zahl an Frauen und Männern, die sich dem Säkularinstitut und seiner Spiritualität verbunden fühlen. Sowohl die Priester, Diakone als auch die Laienbrüder und -schwestern geben wie in anderen Ordensgemeinschaften ihr Gelübde gemäß den Evangelischen Räten ab: Armut, Enthaltsamkeit/Ehelosigkeit und Gehorsam.

Die Zielsetzung der „Voluntas Dei“-Gemeinschaft ist es, inmitten der Welt präsent zu sein: Die Mitglieder versuchen, im jeweiligen Lebensumfeld die christliche Botschaft nach dem Vorbild Jesu konkret im Alltag umzusetzen. Die Mitglieder sind dazu aufgerufen, allen Menschen solidarisch, unvoreingenommen, hilfsbereit und verständnisvoll zu begegnen – unabhängig von sozialer Herkunft, Religionszugehörigkeit oder Nationalität. Insbesondere wenden sie sich den Menschen zu, die menschliche Nähe und tatkräftige Hilfe am dringendsten benötigen.

Die Mitglieder von „Voluntas Dei“ tragen keine Ordensgewänder oder andere äußere Erkennungsmerkmale, sie arbeiten in ihren je eigenen Berufen, sind für den Lebensunterhalt und die Lebensgestaltung selbst verantwortlich. In den je individuellen Lebenszusammenhängen wird versucht, die Spiritualität von „Voluntas Dei“ zu leben und bewusst umzusetzen.

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