Schriftgröße
normal
größer
groß
Kontakt Presse & Medien Für Mitarbeitende Karriere & Jobs
Kontakt
Gestaltungselement Navigation
Pressemeldungen
21
Mai
2020
Paderborn

Orientierung und Halt durch Jesus

Gottesdienst am Hochfest „Christi Himmelfahrt“ mit Weihbischof Hubert Berenbrinker

„Es kommt darauf an, die Augen auf Jesus zu richten, ihn im Auge zu behalten mit allem, was er für uns getan hat und was er gesagt hat.“ Dazu rief Weihbischof Hubert Berenbrinker im Pontifikalamt am Hochfest Christi Himmelfahrt im Hohen Dom zu Paderborn auf. Für die Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens gebe Jesus Orientierung und Perspektive, bekräftigte der Weihbischof in Paderborn und stellte heraus, es sei für Christen wesentlich, sich immer wieder auf Jesus zu besinnen.

Weihbischof Hubert Berenbrinker feierte am Hochfest Christi Himmelfahrt im Paderborner Dom ein Pontifikalamt, Weihbischof Matthias König konzelebrierte. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Durch die Corona-Pandemie habe sich vieles in den vergangenen Wochen verändert, erläuterte Weihbischof Berenbrinker in seiner Predigt. Sowohl der menschliche Blick auf die Welt als auch das menschliche Miteinander seien anders geworden. „Wir müssen neue Wege finden, unser Leben zu leben und unser Leben zu feiern“, konkretisierte Weihbischof Berenbrinker und nannte als Beispiel die veränderten Rahmenbedingungen für die Feier von Gottesdiensten: „Die neuen Herausforderungen bringen Unsicherheiten mit sich und wir fragen uns, wer gibt uns Orientierung und Halt in dieser Situation?“

Zusage Jesu gilt

Ausgehend vom Gebot Jesu, einander zu lieben, stellte Weihbischof Berenbrinker fest: „Wie eine solche Liebe heute aussehen muss, welche Rücksichtnahme und welchen Einsatz sie fordert, das herauszufinden, sind wir gerade dabei.“ In diesem Suchen und Bemühen nicht allein zu sein, sei für Christen zentral, bekräftigte Weihbischof Berenbrinker. „Nein, für uns gibt es keinen Grund zu verzagen und mutlos zu sein. Denn es gilt die Zusage Jesu, dass er alle Tage mit uns ist, bis ans Ende der Welt.“

„Es kommt darauf an, die Augen auf Jesus zu richten“, betonte Weihbischof Hubert Berenbrinker in seiner Predigt. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Zum Abschluss seiner Predigt forderte Weihbischof Hubert Berenbrinker dazu auf: „Richten auch wir heute und überhaupt immer unseren Blick auf Jesus!“ Daraus resultiere Segen, „alles wird uns zum Segen gereichen“.

Weihbischof Matthias König konzelebrierte im feierlichen Gottesdienst. Sänger des Paderborner Domchores unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning und Domorganist Tobias Aehlig an der Orgel gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Mitglieder der Paderborner Domgilde und Schützen der Maspern-Kompanie übernahmen den aufgrund der Corona-Pandemie notwendigen Ordnungsdienst und achteten auf die Einhaltung der Abstandsregelungen.

Christi Himmelfahrt

Christen feiern an „Christi Himmelfahrt“ die Rückkehr Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel. Für das Hochfest der Kirche lässt sich aus dem altgriechischen „analepsis tou kyriou“ auch die Bezeichnung „Aufnahme des Herrn“, aus dem lateinischen „Ascensio Domini“ die Bezeichnung „Aufstieg des Herrn“ ableiten. „Christi Himmelfahrt“ wird am 40. Tag der Osterzeit, somit 39 Tage nach dem Ostersonntag begangen. Das Hochfest liegt somit immer auf einem Donnerstag.

Im Lukas-Evangelium und in der Apostelgeschichte wird dargestellt, dass der auferstandene Christus in den Himmel erhoben wurde, um seinen Platz zur Rechten Gottes einzunehmen. Dieser biblisch grundgelegte Glaube wird auch in den christlichen Glaubensbekenntnissen ausgedrückt: „am dritten Tage auferstanden von den Toten, / aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters“.

„Christi Himmelfahrt“ Motiv aus dem Kapuzineraltar im Hohen Dom zu Paderborn. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

In der christlichen Kunst wurde „Christi Himmelfahrt“ unterschiedlich entfaltet. Ab dem vierten Jahrhundert das Motiv, dass Christus in Richtung Himmel schreitet und von der Hand Gottes in Empfang genommen wird. Auf Darstellungen ab dem sechsten Jahrhundert ist Christus von einer Mandorla umgeben, die meist von vier Engeln himmelwärts gehoben wird. Um das Jahr 1000 kommt der Typus des entschwindenden Christus auf: Dabei bleiben oft nur die Beine oder Füße samt dem Fußabdruck sichtbar, ab dem 14. Jahrhundert nur noch die Fußabdrücke – ein Beispiel dafür findet sich im Paderborner Dom in der Darstellung der „Himmelfahrt Christi“ im Kapuzineraltar.

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle
Gestaltungselement Footer
Logo Youpax

Erzbistum Paderborn
Domplatz 3
33098 Paderborn

Tel. +49 (0)5251 125-0 (Zentrale Erzbischöfliches Generalvikariat)
Fax +49 (0)5251 125-1470
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de