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Pressemeldungen
27
Juli
2020
Paderborn

Neues Miteinander in Europa möglich gemacht

Weihbischof Dominicus feiert Libori-Pontifikalamt mit deutsch-französischer Fraternität

Am Abend des Libori-Montags hat Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB ein Pontifikalamt mit Mitgliedern der deutsch-französischen St. Liborius Fraternität gefeiert. Die Fraternität hält den „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ lebendig, der seit der Überführung der Reliquien des heiligen Liborius aus Le Mans nach Paderborn im Jahr 836 besteht. „Unsere Liborius-Fraternität stellt sich noch heute dem friedensstiftenden Auftrag der Versöhnung immer neu“, sagte Weihbischof Dominicus in seiner Predigt. Domkapitular Dr. Thomas Witt und Vikar Marc Isnard konzelebrierten: Dr. Witt ist auf deutscher Seite Vorsitzender der Liborius-Fraternität, Vikar Isnard war mit zwei Jugendlichen aus Frankreich zum Libori-Fest gekommen.

Friedensgruß: Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB (M.) feierte das Pontifikalamt in Konzelebration mit Domkapitular Dr. Thomas Witt (l.) und Vikar Marc Isnard (r.). Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

„Libori ist eine Feier der Freundschaft“, hatte Weihbischof Dominicus die Gläubigen im Dom begrüßt. In seiner Predigt stellte er fest, dass eine Versöhnung nach dem Hass und der Gewalt der Jahre des deutsch-französischen Krieges und der zwei Weltkriege kaum vorstellbar schien. „Wenn wir unser Libori-Fest 2020 unter dem Leitwort ‚Et in terra pax‘ feiern, tun wir dies in großer Dankbarkeit“, verwies Weihbischof Dominicus auf den 75 Jahre währenden Frieden in Mitteleuropa.

Bischof Yves Le Saux grüßte die Gläubigen mit einer Videobotschaft. Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
Bischof Yves Le Saux grüßte die Gläubigen mit einer Videobotschaft. Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

Das Gute im Anderen sehen

Vielfältige Begegnungen von engagierten Christinnen und Christen hätten ein neues Miteinander in Europa ermöglicht: „Wir sind dankbar für die große Verheißung, die Gott uns zusagt und die uns ermutigt, selbst viele kleine und große Schritte hin zu einem weltweiten Frieden in Gerechtigkeit zu gehen“, erklärte Weihbischof Dominicus. Gottes Auftrag, Frieden in die Welt zu bringen, bedeute beispielsweise auch, zivile Konfliktlösungen einzuüben und auf Begrenzung der Rüstung zu drängen. Dem gehe aber noch etwas Anderes voraus: „Wir sollten eher das Gute und Bereichernde im Anderen sehen, als das was uns trennt“, forderte Weihbischof Dominicus.

Bruderschaft niemals unterbrochen

In „normalen“ Libori-Jahren feiert am Libori-Montag Bischof Yves Le Saux als Nachfolger des heiligen Liborius auf dem Bischofsstuhl von Le Mans das Pontifikalamt mit den französischen Gästen. In diesem Jahr konnte Bischof Le Saux zwar wegen der Corona-Krise nicht zum Libori-Fest kommen, schickte aber per Video-Botschaft seine Grüße nach Paderborn. „Wir müssen den Liebesbund als eine Gabe Gottes empfangen und daran arbeiten, dass er weiter fortbesteht. Diese Bruderschaft wurde niemals unterbrochen, trotz der Unwägbarkeiten der Geschichte“, betonte Bischof Le Saux in seinem Grußwort, das im Gottesdienst eingespielt wurde.

Ein Beitrag von:

Maria Aßhauer
Redakteurin Team Presse
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