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Pressemeldungen
18
Februar
2020
Paderborn

Musik-Festival IMAD geplant als „hochklassige Musik“

Internationale Musiktage am Dom (IMAD) Paderborn als „Leuchtturm“ geistlicher Musik

Viele Menschen verbinden mit der Paderborner Bischofskirche eindrucksvolle Gottesdienste und ein vielfältiges geistliches Angebot, ein faszinierendes, im gotischen Baustil errichtetes Gotteshaus und eben auch reichhaltige inspirierende künstlerische Akzente, insbesondere im Bereich der Musik. Das Musik-Angebot soll ab 2021 ausgebaut werden mit einem „Festival geistlicher Musik, das durch seine Programmatik und die Qualität der eingeladenen Gäste überregional wahrgenommen wird und den Hohen Dom als diözesanes und regionales Zentrum der Kultur und Kirchenmusikpflege weiter profiliert“, erläuterte Domkapellmeister Thomas Berning als Ideengeber und Initiator in einem Pressegespräch. Die Initialen des Festival-Titels „Internationale Musiktage am Dom“ Paderborn ergeben den Namen von Bischof Imad, auf den die Gestalt des heutigen Domgrundrisses zurückgeht und dem das bis heute begangene Weihedatum vor 951 Jahren zu verdanken ist. Domkapellmeister Berning gab zudem einen Ausblick auf die Musik-Highlights der Dommusik im Jahr 2020.

Domkapellmeister Thomas Berning stellte die Idee des für 2021 geplante Musik-Festivals „Internationale Musiktage am Dom“ (IMAD) Paderborn vor. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

„Im Zentrum der Dommusik steht die regelmäßige Gestaltung der Gottesdienste an Sonn- und Festtagen in der Kathedralkirche des Erzbistums Paderborn“, ordnet Domkapellmeister Thomas Berning das Engagement der vier verschiedenen Chöre am Paderborner Dom – Domchor, Mädchenkantorei, Domkantorei und Schola Gregoriana – und von Domorganist Tobias Aehlig ein. Die Dommusik biete darüber hinaus ein breites Spektrum an musikalischen Konzertangeboten bis zum großen Domkonzert. „In einem Festival besteht die große Chance, die eigenen Leistungen in den Kontext von Gastkonzerten auf internationalem Niveau zu stellen und aus diesem Miteinander zu lernen. Dies wird die Arbeit der Dommusik enorm bereichern“, ist Domkapellmeister Berning gewiss. Ein solches Festival könne zudem die Bedeutung der Kirchenmusik in der Kultur Paderborns und der ganzen Region als „Leuchtturm“ verankern.

Ausstrahlung und Zuspruch

„Der Ruf der Paderborner Dommusik als hochklassige Musikinstitution, die damit verbundenen Beziehungen zu bedeutenden Chören und Künstlern und vor allem die Ausstrahlung des Paderborner Domes, der Kaiserpfalz und der Paderborner Markt- und Universitätskirche als eindrucksvolle und eingeführte Konzertorte garantieren a priori ein hohes Maß an Zuspruch beim Publikum“, führt Domkapellmeister Berning weiter aus. Neben den herausgehobenen, hochkarätigen Veranstaltungen seien die Einbeziehung von Kindern und Familien, die aus den Schulkooperationen der Dommusik entstehen, sowie die Mitwirkung anderer Chorinstitutionen Paderborns, die gerne im Dom zu Gast sind und dies als Ehre empfinden, zwei wichtige Akzente.

Erfahrung

Das erfolgreiche einwöchige Musikfest zum 950. Weihejubiläum des Imad-Domes im Jahr 2018 sowie der nachhaltige Eindruck, den beispielsweise die Aufführung von Beethovens „Missa Solemnis“ im Jahr 2016 bis heute hinterlasse, mache Mut, diesen Weg in die Zukunft zu denken, erklärte Domkapellmeister Berning. Er erinnerte auch an das Festival MUSICA SACRA, nach dessen Aufgabe es kein regionales Musikfest um Paderborn mit dem Schwerpunkt Geistliche Musik mehr gebe. „Es ist sinnvoll, diese Lücke seitens der Dommusik zu füllen.“

Geboren wurde die Idee eines Musik-Festivals in Paderborn im Kontext des 950. Weihejubiläums des Imad-Domes im Jahr 2018, erläutert Domkapellmeister Berning. Nach dem „grünen Licht“ des Paderborner Metropolitankapitels sei er in die Planung eingestiegen, gemeinsam mit Domorganist Tobias Aehlig. Geplant seien „top-level-Konzerte“, so dass auch deutlich über die Region hinaus die Angebote des Festivals als „high-end-Veranstaltungen“ wahrgenommen werden.

Domkantorin Gabriele Sichler-Karle verweist auf Musik-Highlights der Paderborner Dommusik im Jahr 2020 – unter anderem ihr Abschluss-Konzert im Advent. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Musik-Festival konkret

Als Orte für das Musik-Festival sind der Hohe Dom, die Markt- und Universitätskirche und die Kaiserpfalz vorgesehen. Die Künstlerische Leitung und Festivalintendanz wird Domkapellmeister Thomas Berning übernehmen, der Künstlerische Beirat besteht aus dem Domorganisten, dem Domkantor und einem Vertreter des Metropolitankapitels. Kooperationspartner werden sein die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, die Hochschule für Musik Detmold bringt sich mit jungen Künstlern ein.

Das erste IMAD-Musik-Festival ist für 2021 geplant, vom 10. September bis 24. September 2021. Es ist als Triennale konzipiert, so dass es alle drei Jahre wiederkehrt. Veranstalter des Festivals sind das Metropolitankapitel Paderborn und die Paderborner Dommusik. Leitwort des ersten Festivals 2021 ist „In Gottes Hand“.

Domkapellmeister Berning ist mitten in der Planung, doch lässt er im Pressegespräch einige Highlights durchscheinen, ohne zu viel verraten zu wollen: Geplant ist ein Konzert von „VOCES 8“, einem weltweit führenden Vokalensemble, das in London beheimatet ist: Berning verspricht „Sternstunden des A-Cappella-Gesangs“. David Briggs aus New York hat die „Auferstehungs-Sinfonie“ von Gustav Mahler für die Orgel bearbeitet und wird diese Bearbeitung mit dem Chor der Dommusik und einem Projektchor aus Chören der Stadt Paderborn aufführen. Der krönende Abschluss wird das Requiem von Guiseppe Verdi sein, dem sich die Domkantorei und die Nordwestdeutsche Philharmonie unter der Leitung von Domkapellmeister Thomas Berning widmen.

Programm-Highlights im Jahr 2020

Musikliebhaber werden aber auch im Jahr 2020 auf ihre Kosten kommen durch das Angebot der Paderborner Dommusik. Domkapellmeister Berning verweist auf die „Sonntagsmusik“, die von den eigenen Chören am Dom oder von Gastchören gestaltet werden und die jeweils 150 bis 400 Besucher in ihren Bann ziehen. „Die Gäste-Kultur ist durch das Format der Sonntagsmusik gestiegen, denn so haben auswärtige Chöre auch mal die Gelegenheit, im Dom zu musizieren.“ Domkapellmeister Berning nennt als weitere Highlights „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn als Beitrag der Dommusik zum Jubiläum „75 Jahre Frieden in West-Europa“, die „Missa in C“ am 12. November 2020 ist der Beitrag der Dommusik zum Beethoven-Jahr. Vom 5. bis 26. Juni 2020 wird das 6. Orgelfestival stattfinden.

Das Adventskonzert der Dommusik wird für Domkantorin Gabriele Sichler-Karle ein ganz besonderes Konzert sein: Mit dem Weihnachtsoratorium von Gottfried August Homilius und von Johann Sebastian Bach „Unser Mund sei voll des Lachens“ beendet sie ihre Tätigkeit in Paderborn und tritt in den Ruhestand.

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