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Pressemeldungen
26
März
2020
Paderborn

Hilfe ist wichtiger denn je

Ausfall der MISEREOR-Kollekte: Aufruf zu Solidarität mit den Menschen in den Ländern des Südens

Erstmals in über 60 Jahren kann die MISEREOR-Kollekte am kommenden Sonntag nicht durchgeführt werden, weil wegen der Corona-Krise derzeit keine öffentlichen Gottesdienste gefeiert werden. Der zu erwartende Rückgang an Spendengeldern trifft vor allem Menschen in den Ländern des Südens, die besonders fatal von der Corona-Epidemie bedroht sind. „Sie sind gerade jetzt auf die Unterstützung durch MISEREOR angewiesen“, sagt Ulrich Klauke, Referent für Weltmission, Entwicklung, Frieden im Erzbistum Paderborn. In der Corona-Krise sei es umso wichtiger, die MISEREOR-Fastenaktion auf anderem Wege als durch die gewohnte Kollekte zu unterstützen.

Ein Schulweg in Syrien, vorbei an Trümmern. Foto: MISEREOR
Ein Schulweg in Syrien, vorbei an Trümmern. Foto: MISEREOR

Besonders Bildungsarbeit betroffen

Wenn das Geld aus der MISEREOR-Kollekte ausbleibe, sei vieles an Hilfsarbeit nicht mehr möglich, erklärt der Entwicklungs- und Friedensreferent. „Davon ist besonders die Bildungsarbeit betroffen. Viele Kinder haben dann keine Chance mehr, zur Schule zu gehen.“ Viele Flüchtlingskinder stünden in Bezug auf den Schulbesuch vor einer besonderen Hürde, da sie nach ihrer Flucht aus Syrien für die Teilnahme am Unterricht auch noch eine neue Sprache lernen müssten.

Neue Formen der Solidaritätsarbeit nötig

Wie viel Solidarität bleibt übrig in Zeiten, in denen Menschen in Deutschland selber Ängste haben, viele auch existenzielle? „Bei den Menschen, die im Eine-Welt-Bereich aktiv sind, sehe ich nach wie vor eine große Solidarität. Sie wissen um die Bedrohung vor Ort in den Ländern des Südens und stellen die Frage: ‚Was können wir tun?‘“, so Klauke. Natürlich sehe es zum Teil anders aus bei den Menschen, die meist nur durch die jährliche MISEREOR-Kollekte mitbekommen, dass Hilfe nötig sei: „Diese Gewohnheit bricht jetzt weg. Deswegen brauchen wir viel Phantasie, um zu anderen Formen der Solidaritätsarbeit zu gelangen.“

Derzeit laufen viele Bemühungen, auch auf anderen Wegen als mit der üblichen Fastenkollekte für die Arbeit von MISEREOR und damit um Unterstützung zu werben. Der für MISEREOR zuständige Freiburger Erzbischof Stephan Burger appelliert beispielsweise in einer Videobotschaft eindringlich an die Solidarität mit den Menschen im Globalen Süden.

Statt der üblichen Kollekte kann die MISEREOR-Fastenaktion auf verschiedenen Wegen unterstützt werden:

Online-Spende: https://www.misereor.de/spenden

Direkt-Überweisung auf das Konto von MISEREOR: Spendenkonto DE75 3706 0193 0000 1010 10

In den Kirchen: über den Einwurf in MISEREOR-Opferstöcke oder über den Einwurf in normale Opferstöcke (in einem mit „MISEREOR“ gekennzeichneten Briefumschlag)

Hintergrund: MISEREOR

MISEREOR wurde als bischöfliches Hilfswerk im Jahr 1958 gegründet. Bei seiner Fastenaktion wirbt MISEREOR jedes Jahr in ganz Deutschland um Solidarität und Spenden für seine Entwicklungszusammenarbeit in fast 90 Staaten der Erde – in diesem Jahr unter dem Leitwort „Gib Frieden!“. Beispielländer sind in diesem Jahr Syrien und der Libanon. MISEREOR setzt sich für Gerechtigkeit und Bildung, gegen Hunger, Krankheit, Ausgrenzung und Menschenrechtsverletzungen sowie deren Ursachen ein. In Kooperation mit einheimischen Partnern leistet das Werk „Hilfe zur Selbsthilfe“. Seit der Gründung von MISEREOR wurden über 110.000 Projekte in Afrika, dem Nahen Osten, Asien, Ozeanien, Lateinamerika und in der Karibik gefördert.

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