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Pressemeldungen
3
Februar
2020
Paderborn / Frankfurt am Main

„Fächer ‚Katholische Kirche‘ weit geöffnet“

Paderborner haben nach erster Synodalversammlung positiven Eindruck

Zufrieden und entspannt zeigte sich der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker nach dem ersten großen Arbeitstreffen des Synodalen Weges, der ersten Synodalversammlung. Rund 230 katholische Synodalmitglieder aus ganz Deutschland hatten sich dazu am vergangenen Wochenende in Frankfurt am Main versammelt. Auch Beobachter aus dem benachbarten Ausland und der Ökumene waren anwesend. „Ich sehe die Chance für ein echtes Forum deutlicher Wahrnehmung“, sagte Erzbischof Becker am Montag in Paderborn.

Synodale aus dem Gebiet des Erzbistums Paderborn bei der Synodalversammlung – vordere Reihe v.l.: Nadine Mersch, Michaela Labudda, Finja Weber, Janosch Roggel und Kolping-Bundespräses Josef Holtkotte; hintere Reihe v.l.: Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB, Erzbischof Hans-Josef Becker, Jan Hilkenbach, Lukas Färber und Pfarrer Ludger Hojenski. Foto: Nadine Malzkorn

„In der Versammlung wurde der Fächer ‚Katholische Kirche‘ weit geöffnet und es entfalteten sich verschiedenartige, auch sich gegenüberstehende Vorstellungen von einer Kirche im Heute“, beschrieb der Paderborner Erzbischof seinen positiven Eindruck. „Ich erachte es für wichtig und wertvoll, dass gerade zu Beginn dieses herausfordernden Weges diese Unterschiede ins Wort gefasst wurden.“

Katholisch zu sein, sei von Vielfalt geprägt und habe viele Gesichter. Die versammelten Frauen und Männer hätten für ihre Kirche eingestanden. „Sie hörten aufeinander und gingen mit viel Respekt vor der Meinung des anderen in den jeweiligen Sitzungen mit dem Gehörten um“, erklärte Erzbischof Becker. Die „Freiheit des Wortes“, von der Bischof Didier Berthet, Bischof von Saint-Dié, als Beobachter der Französischen Bischofskonferenz sprach, sei erlebbar gewesen.

Wille zur Erneuerung spürbar

Diese Einschätzung konnte Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB aus seiner Sicht nur unterstreichen: „Der Wille zu einer zeitgemäßen Erneuerung der Kirche war spürbar, aber auch, wie unterschiedlich die Synodalen dazu die Wege sehen und wie viel Zeit für die Dauer überhaupt noch ist.“ Mit der ersten Synodalversammlung sei der Anfang eines Weges gesetzt, was bei all den Gegenrufen und Überhöhungen positiv zu bewerten sei, meinte Weihbischof Dominicus rückblickend.

Weg zu einer glaubwürdigen Kirche der Zukunft

Auch Finja Weber, die aus dem Gebiet des Erzbistums Paderborn stammt und eine der jüngsten Synodalen ist, zieht ein positives Fazit: „Es waren drei volle und intensive Tage, aus denen ich viele Anregungen, aber auch Fragen mitnehme. Ich habe mich im Allgemeinen sehr wohl gefühlt und viele unterschiedliche Gespräche führen können“, sagte die engagierte, junge Katholikin. „Ich gehe zuversichtlich in den weiteren Prozess und hoffe, dass wir einen Weg für eine glaubwürdige Kirche der Zukunft finden.“

Positive Aktion der Mail-Beteiligung

Besonders positiv bewertete Weihbischof Dr. Dominicus Meier gemeinsam mit vielen weiteren Synodalen die Einbeziehung der Meinung anderer Christen bei dem Treffen, „beispielsweise durch die Aktion der Mail-Beteiligung“. Sie habe bereits „in einer ersten Bewertung der vier Vor-Foren eine besondere Rolle“ gespielt. „Mehr als 5.500 Personen hatten auf die gestellten Fragen Antworten gesandt, was nochmals das Spektrum der Meinungen bereicherte“, veranschaulichte der Weihbischof in Paderborn. Gerade bei Einzelfragen seien diese auch „überraschend anders als die Einschätzungen in der Synodalaula“ ausgefallen.

Kritik an Formalitäten

Von einer kleineren Gruppe der Synodalen sei bemängelt worden, dass die Satzung des Synodalen Weges nicht noch einmal besprochen wurde, sondern nur die Geschäftsordnung des Synodalen Weges, berichtete Weihbischof Dominicus. Sofort sei Kritik laut geworden, von „Machtmissbrauch und fehlender Transparenz“ für die Organisatoren sei die Rede gewesen, obwohl das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) in ihren je eigenen Vollversammlungen die Satzungen diskutiert und mit großer Mehrheit verabschiedet hätten.

Synodaler Weg als geistliche Erneuerung

Für Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB stelle sich hier die Frage nach der Haltung: „Kann nur das Bestand vor mir haben, an dem ich selbst beteiligt war beziehungsweise wozu ich etwas sagen konnte? Oder kann ich auch anderes gelten lassen, was durch zwei Gremien entschieden wurde?“ Dass es sich beim Synodalen Weg um eine geistliche Erneuerung handeln solle, sei bei den geistlichen Impulsen in der Synodalaula und durch die verschiedenen Gottesdienste ebenso wie durch die begleitenden Beter im und um den Frankfurter Kaiserdom St. Bartholomäus zum Ausdruck gekommen.

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