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Pressemeldungen
24
August
2020
Paderborn

Erzbistum trauert um Prälat Bruno Kresing

Erzbischof Becker würdigt jahrzehntelanges Engagement im Dienst des Erzbistums Paderborn

Das Erzbistum Paderborn trauert um Apostolischer Protonotar Bruno Kresing (90). Er verstarb nach kurzer schwerer Krankheit in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 23. August 2020, in Salzkotten. In einer ersten Reaktion würdigte Erzbischof Hans-Josef Becker das vielfältige Engagement von Prälat Bruno Kresing, der fast 30 Jahre Generalvikar von Erzbischof Dr. Johannes Joachim Kardinal Degenhardt war. Der Erzbischof erinnerte an die priesterliche Haltung von Kresing, mit der er seine Aufgaben versehen habe: Der Verstorbene habe beständig die Seelsorge in den Mittelpunkt seines Dienstes gestellt. Neben den vielfältigen Aufgaben in der Erzdiözese Paderborn und auf der Ebene der Deutschen Bischofskonferenz, die der Verstorbene stets mit großem Sachwissen wahrgenommen habe, sei die besondere Verantwortung für die Weltkirche zu würdigen, die Prälat Kresing gelebt und gestaltet habe. Auch als Religionslehrer, als Direktor des Theologenkonvikts Collegium Leoninum und als Mitglied des Metropolitankapitels habe der Verstorbene segensreich gewirkt. Die feierlichen Exequien für Prälat Bruno Kresing finden am Montag, 31. August um 11 Uhr im Hohen Dom zu Paderborn statt. Im Anschluss folgt die Beisetzung auf dem Kapitelsfriedhof. Die Totenvesper wird am Sonntag um 19.30 Uhr im Paderborner Dom gebetet. Jeweils ist eine Anmeldung mit Angabe der vollständigen Kontaktdaten erforderlich unter E-Mail: metropolitankapitel@erzbistum-paderborn.de.

Apostolischer Protonotar Bruno Kresing war fast 30 Jahre lang Generalvikar von Erzbischof Dr. Johannes Kardinal Degenhardt. Er verstarb am 23. August 2020 im Alter von 90 Jahren. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Prälat Bruno Kresing wirkte fast 30 Jahre als Generalvikar des Erzbischofs von Paderborn. Zu den Höhepunkten seiner Amtszeit gehören die Seligsprechung von Mutter Pauline von Mallinckrodt im April 1985, der Besuch von Papst Johannes Paul II. in Paderborn im Juni 1996, das 1.200-jährige Bistumsjubiläum des Erzbistums Paderborn im Jahr 1999 sowie die Aufnahme von Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt in das Kardinalskollegium im Februar 2001. Prälat Bruno Kresing veröffentlichte sowohl als Herausgeber als auch als Autor zahlreiche Schriften: 1966 erschien unter dem Titel „Die Botschaft des Konzils“ Prälat Kresings erste Publikation als Herausgeber, zuletzt veröffentlichte er 2007 als Autor das Buch „Das Erzbistum Paderborn in der Weltkirche“.

Prälat Bruno Kresing wurde am 5. September 1929 im westfälischen Hamm geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1950 studierte er Philosophie und Theologie in Paderborn und München. Erzbischof Lorenz Jaeger weihte ihn am 26. Mai 1955 im Hohen Dom zu Paderborn zum Priester. Seine erste Vikarstelle trat Kresing in der Pfarrgemeinde St. Vincenz in Menden an, ab 1958 arbeitete er als Religionslehrer und Beauftragter für Schulseelsorge in Bielefeld. 1962 legte er das Erste Staatsexamen, im Jahr darauf das Zweite Staatsexamen ab. 1965 folgte seine Ernennung zum Studienrat für die Fächer katholische Religion und Geschichte.

1967 wurde Kresing Geistlicher Leiter (Bundeskaplan) im Bund Neudeutschland und Oberstudienrat, 1970 zusätzlich Beauftragter für den Religionsunterricht an Höheren Schulen im Erzbistum Paderborn. Von 1970 bis 1973 gehörte Kresing dem Vorstand der Vereinigung der katholischen Religionslehrer an den Höheren Schulen im Erzbistum Paderborn an. 1973 wurde er Direktor des Erzbischöflichen Theologenkonviktes Collegium Leoninum und Direktor des Päpstlichen Werkes für geistliche Berufe im Erzbistum Paderborn.

Generalvikar des Paderborner Erzbischofs

Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt ernannte Kresing 1974 zu seinem Generalvikar sowie zum Residierenden Domkapitular und Wirklichen Geistlichen Rat. Mit dieser Aufgabe übernahm er auch die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat der Aachener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft und den Vorsitz des Vorstandes des Clemens-Hofbauer-Hilfswerkes für Priesterspätberufe.

Kresing wurde 1976 von Papst Paul VI. zum Päpstlichen Ehrenprälaten ernannt. 1977 wurde er Mitglied des Generalvorstandes des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken. Von 1978 bis 1994 hatte er den Vorsitz der Kommission für Schulrecht des Verbandes der Diözesen Deutschlands inne und war Sprecher der Gesellschafterversammlung der Bonifatius-Druckerei. Zum Konventualkaplan des Malteser-Ritterordens wurde er 1979 berufen. Den Vorsitz des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken im Erzbistum Paderborn übernahm er 1981.

Nach Inkrafttreten des neuen kirchlichen Gesetzbuches übte Kresing ab 1983 die Funktion des Moderators der Kurie aus. Papst Johannes Paul II. berief ihn 1984 zum Apostolischen Protonotar. Im Jahr 1990 wurde Kresing zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden der Aachener Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft gewählt.

Ehrungen

Zahlreiche Ehrungen wurden Prälat Bruno Kresing zuteil: 1995 wurde er zum Ehrendomkapitular in Magdeburg bestimmt, 1996 erhielt er die Ehrenbürgerschaft der Stadt Kastela (Dalmatien), 1998 wurde er Archimandrit der griechisch-melkitisch-katholischen Diözese Saida und Deir-el-Kamar (Libanon) sowie 1999 Ehrendomkapitular in Drohiczyn (Polen), Split (Kroatien) und Zielona Góra-Gorzów (Polen).

Mit dem Tod von Erzbischof Johannes Joachim Kardinal Degenhardt endete am 25. Juli 2002 die Amtszeit von Prälat Bruno Kresing als Generalvikar. Im September 2004 wurde er als Geistlicher Rat, als Domkapitular sowie als Mitglied des Verwaltungsrates entpflichtet.

Prälat Bruno Kresing verstarb in den frühen Morgenstunden des Sonntags, 23. August 2020, im Alter von 90 Jahren.

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle
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