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Pressemeldungen
7
Mai
2020
Paderborn

Ende und Anfang verpflichten

75 Jahre Kriegsende und Frieden in Europa: Gedenken und Dank durch Corona-Pandemie eingeschränkt

Am 8. Mai 2020 jährt sich zum 75. Mal das Ende des Zweiten Weltkrieges und damit auch der Anfang einer Zeit des Friedens in Europa. Für Dompropst Monsignore Joachim Göbel ein „Ende und Anfang“, die verpflichten zu Erinnerung und Dank. „Der heilige Liborius ist für uns ein Brückenbauer in Europa, auf ihm ruht der ‚Liebesbund ewiger Bruderschaft‘ zwischen den (Erz-)Bistümern Le Mans in Frankreich und Paderborn in Deutschland. Die Erinnerung an das Kriegsende und der Dank für den Frieden haben bei ihm einen guten Platz.“ Das Paderborner Metropolitankapitel lädt ein, diesen 75. Jahrestag zu begehen – unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

Der heilige Liborius als Brückenbauer in Europa: Gedenken zum Kriegsende vor 75 Jahren und Dank für Frieden in Europa: Dompropst Monsignore Joachim Göbel (l.) und Domkapitular Benedikt Fischer erinnern an den bedeutenden Jahrestag am 8. Mai 2020 und entzünden eine Kerze vor einer Statue des heiligen Liborius im Altarraum des Paderborner Domes. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn.

Das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, das am 8. Mai, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht begangen wird, erzeuge in Menschen viele Bilder, sagt Dompropst Monsignore Joachim Göbel. „Denken wir an den Zweiten Weltkrieg, dann entstehen in uns Bilder der Not, des Leids und des Todes, auch Bilder des Verbrechens gegen die Menschlichkeit. Wir denken an 65 Millionen getötete Menschen, mehr als sechs Millionen europäische Juden wurden ermordet, tausende Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, politisch Andersdenkende und Homosexuelle wurden verfolgt und getötet. 17 Millionen Menschen waren verschollen. Weite Teile Europas waren zerstört.“

Gott ist nahe – auch im Leid

Im Blick auf diese Tragödie in der Geschichte der Menschheit sei nicht allein in der Theologie die Frage nach Gott gestellt worden, vielmehr stelle sich jedem Christen die Frage „Wo war / ist Gott in diesem Leid?“, führte der Paderborner Dompropst weiter aus. „Als Christen glauben und vertrauen wir, dass Gott unter uns ist und uns nahe ist – auch mitten in unserem Leid und auch mitten in unserem Dunkel. Die Bibel und die Tradition lehren uns, dass wir klagen, uns in Gebeten an den mitgehenden Gott wenden können und dürfen.“ Im Blick auf die Opfer des Krieges sagte Dompropst Göbel vertrauensvoll: „Gott vergisst kein Lächeln und keine Träne. So bleibt Gott oft die einzige Hoffnung aller Opfer der grausamen Kriegsgeschichten der Menschheit.“

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs habe eine Geschichte der Aussöhnung und des Friedens in Europa begonnen, erklärte Dompropst Göbel weiter. Dieser Friede sei nicht selbstverständlich und müsse immer wieder bestätigt und gestärkt werden. „Der bereits 75 Jahre währende Friede in Europa verpflichtet uns zu Dank gegenüber Menschen, aber auch gegenüber Gott. Gott ist für uns die Quelle des Friedens, auch eines Friedens, den nur Gott uns Menschen schenken kann und um den wir in jeder Heiligen Messe bitten.“

Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg. Die Bilanz ist voller Zerstörung, Leid und Tod. Auch der Hohe Dom zu Paderborn war nach den Luftangriffen auf Paderborn stark zerstört. Das Foto entstand 1949. Foto: Archiv / Erzbistum Paderborn

Gedenken und Dank

Für den 8. Mai 2020 war zum 75. Jahrestag des Kriegsendes und zum Dank für den seitdem herrschenden Frieden ein ökumenisches Friedensgebet im Paderborner Dom geplant. „Leider ist dieses Friedensgebet aufgrund der Corona-Pandemie nur eingeschränkt möglich“, sagt Domkapitular Benedikt Fischer. Die geltenden Kontaktverbote und Abstandsregelungen machen das gemeinsame Gedenken und Erinnern von Dechant Benedikt Fischer als Vertreter des Dekanates Paderborn und des Metropolitankapitels, Pfarrer Thomas Stolz vom Pastoralverbund Paderborn Nord-Ost-West, Superintendent Volker Neuhoff als Vertreter des evangelischen Kirchenkreises Paderborn, Landrat Manfred Müller als Vertreter des Kreises Paderborn sowie Hermann-Josef Bentler als Mitglied des Kreisvorstandes der Kriegsgräberfürsorge unmöglich.

„Zum 75. Jahrestag am 8. Mai 2020 laden wir jedoch zur Mitfeier des Kapitelsamtes um 8 Uhr im Paderborner Dom ein. Hier können die geltenden Regeln umgesetzt werden. Wer möchte, kann auch in der Anbetungsstunde um 17 Uhr Gott Dank sagen für den geschenkten Frieden. Auch das Sprechen eines Gebetes oder das Entzünden einer Kerze vor der Statue des heiligen Liborius sind während des ganzen Tages möglich. Der Paderborner

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle
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