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Pressemeldungen
16
Oktober
2020
Paderborn

„Einen Schatz, den es zu heben gilt“

Kreatives Zugehen auf das Jubiläum „50 Jahre Ständiger Diakonat im Erzbistum Paderborn“

„Im Jahr 1971 wurden im Erzbistum Paderborn die ersten 15 Ständigen Diakone geweiht. Mit großer Vorfreude gehen wir deshalb auf das Jubiläum ‚50 Jahre Ständiger Diakonat im Erzbistum Paderborn‘ zu und möchten viele Menschen mitnehmen und aktivieren“, sagt Pastor Andreas Kreutzmann als Diözesanbeauftragter für den Ständigen Diakonat. Die Verantwortlichen im Erzbistum für die Ausbildung und Begleitung von Ständigen Diakonen stellen das Jubiläum im Jahr 2021 unter das Leitwort „Einen Schatz, den es zu heben gilt“. Diözesanbeauftragter Andreas Kreutzmann, Spiritual Werner Beule und Referent Stefan Nagels laden mit verschiedenen Formaten zum kreativen Zugehen auf das Jubiläum ein: „Wir möchten gemeinsam mit den insgesamt 187 Ständigen Diakonen, ihren Ehefrauen und Familien ‚Schätze heben‘, ‚Gutes entdecken‘ und ‚mit Freude feiern‘. Dabei haben wir auch die Gemeinden und Pastoralen Räume im Blick, denn dort leben und arbeiten die Ständigen Diakone, dort wird ihr Diakonat konkret.“ Sie starten ihr Zugehen auf das Jubiläum im Jahr 2021 bewusst am heutigen Tag: am 49sten Jahrestag der ersten Weihe von Ständigen Diakonen im Erzbistum Paderborn am 16. Oktober 1971 und genau ein Jahr vor dem Jubiläumstag mit Erzbischof Hans-Josef Becker am 16. Oktober 2021.

Sie sind für den Ständigen Diakonat im Erzbistum Paderborn verantwortlich und laden dazu ein, auf das Jubiläum „50 Jahre Ständiger Diakonat im Erzbistum Paderborn“ im Jahr 2021 mit unterschiedlichen Formaten schrittweise zuzugehen. V.l.n.r.: Spiritual Pastor Werner Beule, Diözesanbeauftragter Pastor Andreas Kreutzmann, Referent Stefan Nagels. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Das Jubiläum „50 Jahre Ständiger Diakonat im Erzbistum Paderborn“ sei ein Anlass, Dank und Wertschätzung auszudrücken und dieses Amt in der Kirche besonders in den Blick zu nehmen, erklärt Diözesanbeauftragter Kreutzmann. Das Jubiläumsjahr 2021 sei nicht nur ein Jahr der Rückschau und des Dankes, vielmehr werde vor allem ein Blick in die Zukunft gerichtet. Deshalb werde auch keine Festschrift zum Jubiläum erstellt. „Wir richten unseren Fokus auf ‚einen Schatz, den es zu heben gilt …‘, nämlich auf den Ständigen Diakonat im Erzbistum Paderborn selbst“, bekräftigt Pastor Kreutzmann. „Machen wir uns gemeinsam auf den Weg, damit wir zusammen mit vielen anderen Christen den guten Ackerboden Gottes bestellen und die Schätze des Diakonats weiter heben können.“

„Schätze heben“

Auftakt ist der Diözesantag der Diakone am 12. Juni 2021 mit dem Fokus „Schätze heben“. Diakon Dr. Norbert Hark wird unter dem Leitwort „Diakone zwischen Gottes- und Menschensuche“ seine qualitative Untersuchung zur Rolle und Identität des Ständigen Diakons im Zivilberuf vorstellen und mit den teilnehmenden Diakonen und deren Ehefrauen diskutieren. Beim Studientag werden sowohl die Erfahrungen der Ständigen Diakone als auch die ihrer Ehefrauen im Mittelpunkt stehen.

„Gutes entdecken“

Beim Format „Gutes entdecken“ stehen die Ständigen Diakone in den Kirchengemeinden und Pastoralen Räumen des Erzbistums im Fokus, denn sie sollen sich selbst mit ihrem personalen, geistlichen und caritativen Amt in der Kirche kreativ am Jubiläumsjahr beteiligen. „Wir laden die Ständigen Diakone im Erzbistum ein, ihre Talente und Begabungen ganz bewusst durch besondere Aktionen ins Jubiläumsjahr einzubringen“, sagt Spiritual Werner Beule. „Wir erhoffen uns, dass der Diakonat und der Dienst des Diakons eine besondere Aufmerksamkeit vor Ort erfährt.“ Dadurch könne deutlich werden, wofür es Diakone in den Gemeinden und Pastoralen Räumen gibt. „Die Kirche im Erzbistum weiht und sendet Männer als Diakone, nimmt sie in den Dienst, um so bei allen Menschen zu sein, auch Menschen in Not und Leid beizustehen“, erklärt Referent Stefan Nagels die besondere Sendung eines Diakons.

Das Jubiläumsjahr 2021 steht unter dem Leitwort „Ein Schatz, den es zu heben gilt …“. Spiritual Werner Beule, Diözesanbeauftragter Andreas Kreutzmann und Referent Stefan Nagels (v.r.n.l.) sind überzeugt: „Ohne den Ständigen Diakonat wäre die Kirche ärmer“. Hier sind sie im Paderborner Dom, wo die Ständigen Diakone vom Paderborner Erzbischof das Weihesakrament empfangen. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Das Jubiläumsjahr 2021 steht unter dem Leitwort „Ein Schatz, den es zu heben gilt …“. Spiritual Werner Beule, Diözesanbeauftragter Andreas Kreutzmann und Referent Stefan Nagels (v.r.n.l.) sind überzeugt: „Ohne den Ständigen Diakonat wäre die Kirche ärmer“. Hier sind sie im Paderborner Dom, wo die Ständigen Diakone vom Paderborner Erzbischof das Weihesakrament empfangen. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Die Verantwortlichen für das Jubiläumsjahr schlagen mit dem Format „Gutes entdecken“ vor, dass Ständige Diakone mithilfe eines Starterpaktes „Beziehungspflege“ betreiben und auf Menschen und Gruppen in den Kirchengemeinden und Pastoralen Räumen zugehen. In Predigt, Vortrag, Pfarrbrief können sie eine Patronin oder einen Patron des Diakonats vorstellen und beschreiben, warum diese Person für das diakonale Engagement steht. Möglich ist auch, dass Ständige Diakone von eigenen Erfahrungen im Diakonat berichten und so helfen, „Gutes zu entdecken“. „Uns ist im Jubiläumsjahr wichtig, dass vor Ort in den Kirchengemeinden, in denen die Ständigen Diakone ihre Heimat haben und präsent sind, Zeugnis vom Diakonat abgelegt wird. Die Initiative dazu kann von den Ständigen Diakonen ausgehen oder von Menschen und Gruppen, die neugierig sind und nach dem Diakonat fragen“, erläutert Stefan Nagels.

„Mit Freude feiern“: Jubiläumstag mit Erzbischof Becker

Das 50-jährige Jubiläum des Ständigen Diakonats im Erzbistum Paderborn ist natürlich auch ein Grund, „mit Freude zu feiern“. Deshalb wird es am Samstag, 16. Oktober 2021, einen Jubiläumstag „50 Jahre Ständiger Diakonat im Erzbistum Paderborn“ geben. Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker wird ein Pontifikalamt zum Jubiläum feiern. Anschließend gibt es einen Festakt, bei dem Dank und Würdigung im Mittelpunkt stehen werden.

Diakonat: Weg zu den Menschen

„Aus seiner Verbindung zu Jesus Christus begleitet ein Diakon arme und am Rand der Gesellschaft stehende Menschen, beispielsweise Kranke oder Trauernde. Seine Tätigkeit beschränkt sich jedoch nicht auf den sozial-karitativen Dienst, sondern besteht auch in Aufgaben in der Liturgie und in der Verkündigung.“ Mit diesen Worten beschreibt Diözesanbeauftragter Pastor Andreas Kreutzmann die Tätigkeit eines Ständigen Diakons im Erzbistum Paderborn. Durch das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) sei der Ständige Diakonat wieder eingeführt worden als eigenständiger Dienst in der Kirche, mehrere Jahrhunderte lang sei er in der Kirche nicht präsent gewesen, sei nur eine von mehreren Beauftragungsstufen eines Klerikers gewesen.

„Ständige Diakone haben ein eigenes Profil: Sie verbringen den größten Teil des Tages nicht in kirchlichen Zusammenhängen und sind dennoch kirchliche Amtsträger mit sakramentaler Weihe“, erklärt Spiritual Beule. Das Engagement und der Dienst von Ständigen Diakone in der Kirche von Paderborn verleihe der Kirche ein diakonisches und evangelisierendes Gesicht. Als Spiritual ist Pastor Werner Beule insbesondere für die geistliche Ausbildung und Begleitung der Ständigen Diakone zuständig und ist ihnen zudem Ansprechpartner und Ratgeber in Fragen des geistlichen-spirituellen Lebens.

Konkret: Ständiger Diakonat im Erzbistum Paderborn

Im Jahr 2021 wird das 50-jährige Jubiläum des Ständigen Diakonats im Erzbistum Paderborn begangen. Jubiläumstag ist der 16. Oktober 2021, der mit einem festlichen Pontifikalamt im Hohen Dom zu Paderborn gefeiert wird: Die ersten 15 Diakone im Erzbistum Paderborn empfingen am 16. Oktober 1971 durch Erzbischof Lorenz Kardinal Jaeger die Diakonenweihe.

Im Erzbistum Paderborn gibt es derzeit 187 Ständige Diakone, 42 von ihnen sind im Ruhestand, fünf sind im Hauptberuf als Diakone tätig.

Stichwort: Diakon

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort diakonos ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Ein Diakon ist gesandt zur besonderen Nachfolge Christi. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben beschränken sich aber nicht auf den Gottesdienst (leiturgia – Liturgie), vielmehr umfassen sie auch die Verkündigung (martyria – Zeugnis) und den „Dienst am Nächsten“ (diakonia – Diakonie / Caritas) und damit alle drei Grundvollzüge der Kirche. Für einen Diakon ist der „Dienst am Nächsten“ wesentlich, er ist insbesondere dazu aufgerufen, zu Armen, Kranken, Menschen mit einer Behinderung, Trauernden, den „Menschen am Rande“ zu gehen.

Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als Ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen Zivilberuf aus.

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle
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