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Pressemeldungen
4
September
2020
Paderborn

Diakonenweihe: Dienst am Nächsten

Vier Seminaristen werden am 12. September 2020 zu Diakonen geweiht

Aktuell bereiten sich vier Seminaristen des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn auf den Empfang der Diakonenweihe vor: Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB wird Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen, Rolf Marcel Fischer aus Hagen, Stephan Kersting aus Westenholz und Florian Reddeker aus Hövelhof am 12. September 2020 in der Universitäts- und Marktkirche in Paderborn zu Diakonen weihen. Die ursprünglich im Mai geplante Weihe der Priesterkandidaten wurde aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Die Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars informieren über den Diakonat und die vier Weihekandidaten berichten, was ihnen als Christ und Diakon wichtig ist.

Vier Männer werden im Erzbistum Paderborn am 12. September 2020 zu Diakonen geweiht. Jonathan Berschauer, Stephan Kersting, Rolf Marcel Fischer und Florian Reddeker. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Die Seminaristen seien auf dem Weg zur Priesterweihe, die jetzt bevorstehende Weihe zum Diakon sei eine Wegstation zu diesem Ziel, erläutert Regens Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer als Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn. Bewusst sei entschieden worden, den Gottesdienst mit der Diakonenweihe in der Paderborner Universitäts- und Marktkirche zu feiern, um einen Bezug zum Erzbischöflichen Priesterseminar, aber auch zur Theologischen Fakultät Paderborn herzustellen: „So ist ein Brückenschlag zu den theologischen Ausbildungsstätten gegeben. Zugleich rücken die Kirchengemeinden und Pastoralen Räume im Erzbistum Paderborn in den Blick, in denen die Diakone ihren Dienst tun.“

Jonathan Berschauer. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Jonathan Berschauer. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Jonathan Berschauer: wachsen und heiler werden

Für einen Christen sei wichtig, immer mehr die Nähe Gottes zu suchen, andere Menschen in ihrer Beziehung zu Gott zu unterstützen und die Welt auf Gott hin zu ordnen. Davon ist Jonathan Berschauer aus der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Wilnsdorf-Rödgen überzeugt. Er wurde 1988 in Tübingen geboren, sein Abitur machte er am Gymnasium Wilnsdorf. Im Anschluss leistete Berschauer Zivildienst im Bereich des Sozialen Dienstes im Alten- und Pflegeheim Marienheim in Siegen. Von 2009 bis 2015 studierte er Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn und der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. Das Studium schloss Berschauer als Diplom-Theologe ab. Von 2015 bis 2018 absolvierte Berschauer mit dem Masterstudiengang „Management und Führungskompetenz“ an der Katholischen Hochschule Freiburg in Freiburg im Breisgau und Stuttgart ein Zweitstudium, das er als „Master of Arts“ beendete. Während des Zweitstudiums war er im Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart in der Stabsstelle Entwicklung tätig. Hier übernahm Berschauer Aufgaben im Bereich der Organisations- und Personalentwicklung sowie des Strategischen Managements und war Projektleiter für das Dokumenten-Management-System (eAkte).

„Ich möchte Menschen dienlich sein, damit sie als Menschen und Christen – letztlich auch in ihrer Beziehung zu Gott – wachsen und im umfassenden Sinn heiler werden“, erklärt Weihekandidat Berschauer seinen Wunsch, Diakon und Priester zu werden. Er ergänzt: „Mir ist die Evangelisierung und damit zusammenhängend die Verantwortung und Pflicht aller Getauften im Hinblick auf diese Evangelisierung wichtig.“ Bereits seit seinem Wiedereintritt ins Erzbischöfliche Priesterseminar Paderborn Anfang 2019 ist Berschauer im Pastoralen Raum Pastoralverbund Corvey, in der Pfarrei St. Nikolai Höxter tätig. Hier wird er auch nach seiner Weihe als Diakon wirken. Als ungewöhnliches Hobby nennt Berschauer: „Ich setze mich für das Thema ‚Digitale Nachhaltigkeit‘, also die Nachhaltigkeit und gerechte, freiheitsfördernde Verteilung von digitalen Gütern ein und beschäftige mich demnach viel mit Digitalem.“

Stephan Kersting. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Stephan Kersting. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Stephan Kersting: Tiefe Freundschaft mit Jesus leben

Stephan Kersting aus der Pfarrei St. Joseph in Westenholz hat sich in seiner Kirchengemeinde vielfältig engagiert: Messdiener, Mitglied des Pfarrgemeinderates, Firmkatechet, Organist. Er wurde 1987 geboren, sein Abitur machte Kersting 2007 am Gymnasium Nepomucenum in Rietberg. Auf die Frage, was es für ihn bedeutet, als Christ berufen zu sein, sagt Kersting: „Christ sein bedeutet für mich, eine tiefe Freundschaft mit Jesus zu leben und den Blick für meine Mitmenschen zu haben. Es erfüllt mich, dass Jesus in allen Situationen des Lebens bei mir ist, und ich glaube fest daran, dass er mir und allen, die ihm vertrauen, das schenken kann, was wir sonst nirgendwo finden: ein Leben in Fülle.“

Nach seinem Abitur absolvierte Kersting bis 2012 ein Lehramtsstudium an der Universität Paderborn mit den Fächern Geschichte, Englisch und Religion. Danach studierte er an der Theologischen Fakultät Paderborn und der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Philosophie und Theologie. „Was ich selbst durch den Glauben mit und durch die Kirche an Erfüllung für mein Leben erfahre, möchte ich unbedingt weiter geben. Ich wünsche mir, Menschen auf dem Weg in eine tiefe Freundschaft mit Jesus in der Gemeinschaft der Kirche begleiten zu dürfen.“ Mit diesen Worten erklärt Weihekandidat Kersting seinen Wunsch, Diakonen und Priester zu werden und fasst zusammen: „Ich möchte das Glück meines Lebens mit vielen Menschen teilen.“

Das Schul- und Gemeindepraktikum absolviert Kerstig im Pastoralen Raum Am Revierparkt in Dortmund. Dort wird er auch nach seiner Weihe tätig sein. „Als zukünftigem Diakon ist mir wichtig zu erkennen, wo ich gebraucht werde. Ich möchte die Talente, die mir geschenkt wurden, so einsetzen, dass Menschen dadurch im Glauben und Leben auf Jesus und aufeinander hin wachsen können“, sagt Kersting im Hinblick auf sein Diakonat.

Dienst in der Kirche

Der „Dienst am Nächsten“ sei für einen Diakon wesentlich, erklärt Regens Monsignore Dr. Michael Menke-Peitzmeyer als Leiter des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn. Ein Diakon sei insbesondere dazu gesandt, zu den „Menschen am Rande“ zu gehen. Im Hinblick auf den Dienst eines Diakons in der Kirche sagt Subregens Matthias Klauke: „Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie dürfen das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden. Die Feier der Eucharistie bleibt Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Sakramentes der Versöhnung.“

Diakonenweihe – Live-Stream

Der feierliche Gottesdienst mit der Spendung der Diakonenweihe wird am Samstag, 12. September 2020, in der Universitäts- und Marktkirche St. Franz Xaver in Paderborn stattfinden. Der Gottesdienst mit Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB beginnt um 10.30 Uhr. Aufgrund der Corona-Pandemie können nur geladene Gäste den Gottesdienst unmittelbar mitfeiern. Die Weihe-Liturgie wird aber via Live-Stream übertragen, so dass dennoch alle dabei sein können. Informationen zum geplanten Live-Stream sind ab dem Vortag der Weihe unter www.priesterseminar-paderborn.de zu finden.

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle
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