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Pressemeldungen
17
Januar
2020
Paderborn

„Das Wunder der Ökumene hat schon begonnen“

Ökumene-Referent Monsignore Dr. Michael Hardt über die Einheit der christlichen Kirchen

„Der ökumenische Dialog und der Blick auf die Trennungsgeschichte der Kirchen haben längst Aussöhnung und Heilung bewirkt. Ausdruck dafür ist, dass aufgrund der Christusgemeinschaft durch Taufe und Glaube die Mitglieder der unterschiedlichen Kirchen Schwestern und Brüder sind.“ Das sagte Monsignore Dr. Michael Hardt in seiner Predigt im ökumenischen Gottesdienst in der Paderborner Gaukirche am Freitagabend zum Abschluss der Ökumenischen Bibelwoche und im Hinblick auf den Beginn der vom 18. bis 25. Januar stattfindenden „Gebetswoche für die Einheit der Christen“.

„Das Wunder der Ökumene wirkt weiter“, ist Monsignore Dr. Michael Hardt gewiss. Er ist Leiter der Fachstelle Ökumene im Erzbischöflichen Generalvikariat und Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik. Foto: pdp

Gegen „das Rumoren einer Grundstimmung der Enttäuschung über den Stand der Ökumene“ müsse mit aller Deutlichkeit gesagt werden, dass die Kirchen und die Christen seit weit über sechzig Jahren erkennbar auf dem Weg einer wirklichen Ökumene miteinander unterwegs seien, betonte der Ökumenereferent des Erzbistums Paderborn. Die Ökumenische Bewegung, die Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen, die Aufnahme des Dialogs mit den anderen christlichen Kirchen, der sich auf das Ökumenismusdekret des Zweiten Vatikanischen Konzils stütze, seien wichtige Zeichen dieses Weges, ebenso wie das Ziel eines wirklichen panorthodoxen Konzils. „Die Einsicht, dass die Spaltung der Kirche dem Willen Christi widerspricht und der Verkündigung des Evangeliums Schaden zufügt“ sei bedeutsam, betonte Monsignore Dr. Hardt. „Letztlich ist der gesamte ökumenische Dialog Ausdruck des Bemühens, die Folgen der Ursünde der Trennung zu überwinden.“

Wunder der Ökumene

Die gemeinsamen Konsenstexte, beispielsweise die „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ von 1999 oder die „Magdeburger Tauferklärung“ aus dem Jahr 2007, hätten in besonderer Weise verdeutlicht, dass keine christliche Kirche aus dem Erbe der Christus-Gemeinschaft herausgefallen sei, erklärte der Leiter der Fachstelle Ökumene im Erzbistum Paderborn und Direktor des Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik. „Die Sorge um Identität, um die rechte Einheit in der Vielfalt bewegt und blockiert alle Kirchen in der Suche nach der Einheit, die Christus für seine Kirche gewollt hat“, vertiefte der Ökumene-Experte.

„Das Wunder der Ökumene hat schon vor vielen Jahrzehnten begonnen. Es wirkt weiter“, zeigt sich Monsignore Dr. Michael Hardt gewiss. „Wenn wir in der Gemeinschaft der Christen vor Ort zusammen beten, wird dies besonders deutlich und erfahrbar. In dieser Einsicht liegt ein starker Impuls, weitere Schritte miteinander zu gehen, auch wenn Reibungsthemen oder Konfliktfelder bleiben.“

Ökumene-Initiativen

Monsignore Dr. Michael Hardt hielt seine Predigt am 17. Januar im ökumenischen Gottesdienst in der Gaukirche zum Abschluss der Ökumenischen Bibelwoche, die vom 13. bis 17. Januar begangen wurde als Kooperation der evangelischen Abdinghof-Gemeinde, der evangelischen Markusgemeinde und der katholischen Kirchengemeinde St. Liborius im katholischen Pastoralverbund Mitte-Süd in Paderborn.

Die „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ findet vom 18. bis 25. Januar 2020 statt. Die diesjährige Gebetswoche steht unter dem Leitwort „Sie erwiesen uns ungewöhnliche Menschenfreundlichkeit“, die Texte für die Gebetswoche kommen in diesem Jahr aus Malta.

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