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Erzbistum Paderborn
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Strickend die Welt ein klein wenig verbessern

Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen im Erzbistum Paderborn versorgen bedürftige Menschen in der kalten Jahreszeit mit Decken, Mützen, Schals und Socken
© Borisb17 / Shutterstock.com
Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland
17. Januar 2022
Erzbistum Paderborn

Strickend die Welt ein klein wenig verbessern

Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen im Erzbistum Paderborn versorgen bedürftige Menschen in der kalten Jahreszeit mit Decken, Mützen, Schals und Socken

„Wärme schenken“

Fast eine Tonne gespendete Wolle, mehr als 300 handgestrickte Decken sowie dutzende Mützen, Schals und Socken. Das ist die stolze Zwischenbilanz der im vergangenen Winter gestarteten Caritas-Aktion „Wärme schenken“ im Erzbistum Paderborn. Aktuell sind zahlreiche Strickgruppen und Einzelpersonen aus dem ganzen Erzbistum Paderborn weiterhin dabei, aus der im vergangenen Jahr gespendeten Wolle wärmende Sachen zu stricken, die dann an Wohnungslose und andere Bedürftige verteilt werden.

„In der kalten Jahreszeit ist das eine willkommene Hilfe für die Menschen“, sagt Linda Heinemann von der Jugendinitiative youngcaritas im Erzbistum Paderborn. Gemeinsam mit dem Referat Altenhilfe beim Diözesan-Caritasverband Paderborn hatte die youngcaritas Ende 2020 zum Spenden von Wollresten aufgerufen. Ursprünglicher Hintergrund: Eine Strickgruppe im sauerländischen Brilon-Madfeld brauchte dringend Nachschub an Wolle, um mit ihren gestrickten Decken Hilfsprojekte mit warmen, selbstgestrickten Decken für bedürftige Menschen unterstützen zu können.

Eine Tonne Wolle gespendet

Der zunächst spontane und eher regional gedachte Aufruf verbreitete sich schnell über kirchliche Gruppen im gesamten Erzbistum, so dass knapp eine Tonne Wolle von hoher Qualität gespendet wurde. Daraufhin brachten sich weitere Strickgruppen und Einzelpersonen ein und halfen, aus der gespendeten Wolle warme Patchworkdecken, aber auch Mützen, Schals und Socken zu stricken. „Die Freiwilligen sind mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit dabei, die Wolle in wärmende Sachen zu verwandeln“, lobt Ulrike Hackholt, Caritas-Referentin für Altenhilfe.

Strickwaren und andere Hilfsgüter

Verteilt werden die Strickwaren insbesondere über das youngcaritas-Projekt „Warm durch die Nacht“ in Dortmund, wo junge Engagierte regelmäßig mit Bollwerwagen voll warmer Getränke und anderer Hilfsgüter unterwegs sind, um bedürftige Menschen auf der Straße zu versorgen. Verteilt werden die Decken, Mützen und Schals aber auch über Hilfsprojekte für bedürftige Menschen in Paderborn, Höxter, Brilon und Siegen.

Strickkurse für Begegnungen zwischen Jung und Alt

Aktuell engagieren sich bei der Verarbeitung der Unmegen an gespendeter Wolle Mitglieder der katholischen Frauengemeinschaft (kfd) St. Johannes aus Salzkotten, aber auch Strickgruppen aus Höxter, Hagen und Siegen. Neuerdings werden auch junge Menschen in Projekten in Minden und Warburg eingebunden, berichtet Linda Heinemann. „Dort bringen erfahrene Strickprofis meist höheren Alters jungen Interessierten das Stricken bei.“ So könne die Aktion gleich mehrere Ziele verwirklichen: Begegnungen zwischen Jung und Alt fördern, Einsamkeit im Alter vorbeugen und Nothilfe für Menschen bieten, die im Winter der Kälte ausgesetzt sind. „Außerdem dient die Aktion auch der Ressourcenschonung, indem ungenutzte oder bereits verstrickte Altwolle verwendet wird“, sagt Linda Heinemann. Allerdings können wegen der noch großen Wollvorräte weitere Wollspenden aktuell nicht mehr angenommen werden.

 
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