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Erzbistum Paderborn startet Initiative „1.000 gute Gründe“ für das Engagement in der Kirche und für ein Leben im Glauben

„Erzählen wir, was für uns zählt!“ – Langfristig angelegte Kampagne soll Glaubensfreude stärken, Argumente liefern und sprachfähig machen
© Erzbistum Paderborn
Pressemeldung
22. Juli 2022
Paderborn

Erzbistum Paderborn startet Initiative „1.000 gute Gründe“ für das Engagement in der Kirche und für ein Leben im Glauben

„Erzählen wir, was für uns zählt!“ – Langfristig angelegte Kampagne soll Glaubensfreude stärken, Argumente liefern und sprachfähig machen

Unter dem Leitgedanken „Erzählen wir, was für uns zählt!“ startet das Erzbistum Paderborn mit dem Beginn des diesjährigen Liborifests am 23. Juli 2022 die Initiative „1.000 gute Gründe“. Das Motto ist wörtlich zu nehmen. In der auf mehrere Jahre angelegten Aktion sollen unzählig viele Gründe gesammelt werden, die das Gute und die Freude am Glauben zur Sprache bringen. Mitmachen und eigene Perspektiven einbringen können alle Interessierten auf der Internetseite noch-ein-grund-mehr.de.

Umgesetzt werden die 1.000 guten Gründe als Plakat, Social-Media-Kachel, Videobotschaft, Kurz-Impuls und mehr. „Jedes Einzelmotiv, jeder Beitrag ist ein Beispiel dafür, dass es eine Vielzahl guter Gründe gibt, warum sich kirchliches Engagement lohnt“, ist Heike Meyer, Kommunikationschefin im Erzbistum Paderborn, überzeugt: „Die Initiative spricht Kopf, Hand und Herz an und macht uns sprachfähig im Glauben.“

Wer sich in der katholischen Kirche ehrenamtlich engagiert, wer für die Kirche arbeitet, wer den eigenen Glauben öffentlich lebt oder einfach nur der Kirche zugehört, wird häufig mit der einen Frage konfrontiert: Wozu soll Kirche heute noch gut sein? Oftmals wird der Frage noch die Aufforderung hinterher geschoben: Nenn mir einen vernünftigen Grund!

Nicht den einen guten Grund, sondern unzählig viele Motive für das Engagement in der Kirche und für ein Leben im Glauben sollen nun im Rahmen der Initiative „1.000 gute Gründe“ gesammelt und veröffentlicht werden.

„Evangelium wird gebraucht!“

„Das Evangelium Jesu Christi ist nicht von gestern, es wird gebraucht, gerade in einer Welt voller Leid und Schmerz, Hass und Gewalt“, erklärt Alfons Hardt, Generalvikar des Erzbischofs von Paderborn, das theologische Fundament der Initiative. „Wir glauben fest daran, dass das Evangelium die Kraft hat, das Leben jedes einzelnen Menschen und die ganze Welt zu verändern – zum Guten. Deshalb werden wir nicht aufhören, dafür zu werben: für mehr Glaube, Hoffnung und Liebe, für mehr Menschenfreundlichkeit und Frieden.“

Mitmachen erwünscht

Entwickelt wurde die Aktion vom Erzbistum Paderborn in Zusammenarbeit mit der K+G Agentur für Kommunikation aus Münster. Angesprochen werden alle Interessierten – überzeugte Christinnen und Christen aller Konfessionen ebenso wie Angehörige anderer Religionen, Menschen mit Glaubenszweifeln und Menschen, die mit Religion wenig bis gar nichts am Hut haben. Zusätzlich richtet sich die Initiative an Multiplikatoren in Gemeinden, Verbänden und Einrichtungen im Erzbistum Paderborn und bietet ihnen die Möglichkeit, die bereitgestellten Inhalte und Formate zu verwenden oder für den eigenen Bedarf zu adaptieren.

Neue Haltung

Die 1.000 guten Gründe sollen letztlich eine neue Haltung im Erzbistum Paderborn befördern. „Gemeinsam wollen wir das Gute wieder zur Sprache bringen und sichtbar machen, wie lebenswert, vielfältig, zeitgemäß und gesellschaftsrelevant katholisches Glaubensleben ist“, erklärt Heike Meyer. „Auch wollen wir Missständen und Kritik offen und argumentationsfest begegnen können – in einer konstruktiven, einladenden Haltung.“

Die meisten Follower? Hat Jesus!

Zentrales Element sind Plakate, Social-Media-Kacheln und Kurzvideos, die jeweils einen guten Grund für kirchliches Engagement ins Bild und ins Wort bringen. Grund Nummer 22, der auf die 22 Beratungsstellen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung hinweist, trägt die Überschrift: „Wir fragen nicht, wo du herkommst. Sondern was du brauchst.“ Grund Nummer 70 (70.000 Menschen geben sich jedes Jahr die Ehre) verdeutlicht die Größe und Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Erzbistum Paderborn.

Der Grund mit der Nummer 12 spielt auf die Zahl der Apostel an. Unter einem Bild von Jesus steht die knallige Überschrift „Die ersten Follower hatte er. Die meisten auch.“ Die Auflösung erfolgt im Kleingedruckten: „Jesus Christus: 12 Jünger wählte er aus, die ihm nachfolgten und die Welt auf den Kopf stellten (Apg. 17,6). Heute sind es 2,26 Mrd. Christinnen und Christen – 1,4 Mio. katholische Christinnen und Christen leben im Erzbistum.“

Emotional und rational zugleich

„Die Ansprache ist zunächst emotional, wird aber dann auf einer rationalen Ebene faktensicher belegt“, beschreibt Heike Meyer, die Wirkweise der Initiative: „Von Daten über Bibelstellen bis hin zu konkreten Hilfsangeboten und Dienstleistungen  – alle Themen werden auf der zugehörigen Website dargestellt und mit vertiefenden Inhalten ergänzt.“

Zentrale Plattform

Dreh- und Angelpunkt der Initiative ist die Internetseite noch-ein-grund-mehr.de. Auf der zentralen Plattform können nicht nur alle Menschen ihre Beiträge für weitere Gründe einreichen und sich mitteilen. Auch haben Kirchengemeinden, Einrichtungen und Verbände im Erzbistum dort die Möglichkeit, alle Materialien herunterzuladen, um die Initiative auf lokaler Ebene umzusetzen. Plakate lassen sich sogar über einen integrierten Online-Copyshop mit dem eigenen Logo versehen und bestellen. Ein Newsletter hält die Mitwirkenden von Beginn an über neue Entwicklungen auf dem Laufenden.

Start zum Liborifest

Zum neuntägigen Liborifest mit über einer Million erwarteten Besuchern sind Teile der Initiative auf Plakatflächen in der Paderborner Kernstadt sowie auf einer Großleinwand vor dem Dom sichtbar. Ebenso gehen die ersten Social-Media-Posts, in denen verschiedene Menschen ihre persönlichen Gründe für ein Leben im Glauben schildern, auf den Kanälen des Erzbistums Paderborn live. Auf der Website noch-ein-grund-mehr.de sind zum Start die ersten 40 guten Gründe angelegt und werden über die kommenden Monate fortlaufend ergänzt. Heike Meyer: „Wir hoffen, dass viele Gemeinden, Verbände und Einrichtungen sich der Initiative anschließen und ihre Inhalte den Menschen bei vielen Gelegenheiten vor Ort nahebringen. Ganz getreu einem der Ziele der Initiative: Tun wir was, dann tut sich was!“

 
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