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Erzbistum Paderborn
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Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte zu Besuch im kfd-Diözesanbüro

Die kfd unterstützt die Ortsgruppen bei der Wiederaufnahme ihrer Arbeit nach Corona. Mechthild Wohter überreicht Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte einen Brief des kfd-Bundesverbandes zur Zukunft von Frauen in der Kirche
Paderborner Dom© Hans Blossey / luftbild-blossey.de
Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland
06. Juli 2022
Paderborn

Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte zu Besuch im kfd-Diözesanbüro

Die kfd unterstützt die Ortsgruppen bei der Wiederaufnahme ihrer Arbeit nach Corona. Mechthild Wohter überreicht Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte einen Brief des kfd-Bundesverbandes zur Zukunft von Frauen in der Kirche

Die Ehren- und Hauptamtlichen aus dem Leitungsteam des Diözesanverbands Paderborn der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) trafen sich zum Austausch mit Erzbischof Heinz-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte. Die Diözesanvorsitzende Katharina Brechmann begrüßte sie in der neuen Geschäftsstelle am Paderborner Marienplatz. Sie machte deutlich, es sei ein Anliegen der kfd, dass Frauen in der Kirche eine Heimat finden, was angesichts des Zeitgeistes nicht einfach sei. Der Erzbischof bestätigte die enormen Herausforderungen: „In keinem Land gibt es so viel Verbandsarbeit, wie in Deutschland. Wir haben zu spät auf den Generationenwechsel gesetzt. Dazu kam die Pandemie. Jetzt ist der Aufwand, neu ins Rad zu fassen, groß. Das Gelingen hängt im Wesentlichen von einzelnen Personen ab. Da haben wir noch viel zu lernen. Ich wünsche mir, dass wir uns mit wachen Augen gegen die Resignation stellen.“

Neustart nach Corona

Die Geistliche Begleiterin Mechthild Wohter leitete das Gespräch mit einem Impuls über die königliche Würde jedes Menschen ein. Mit Interesse folgten die Besuchenden den Ausführungen der Geschäftsführerin Silvia Stiewe sowie der Diözesanreferentinnen Maria Schleyer, Franziska Mertens und Dorothea Leder, die einen Einblick in die Situation des Frauenverbands und die Arbeit im kfd-Diözesanbüro gaben. Der kfd-Diözesanverband Paderborn vereint 90.000 Mitglieder in 589 Ortsgruppen. Herausragendes Ehrenamt leisten 2300 Frauen in den Vorständen, 9500 Mitarbeiterinnen im Besuchsdienst und 150 Geistliche Begleiterinnen. Aktuell im Fokus steht die Betreuung von Gruppen, die sich Unterstützung zur Bildung neuer Vorstände und zum Neustart nach der Corona-Zeit wünschen. Dazu wurden Praxisbegleiterinnen und Beraterinnen in Verbandsfragen ausgebildet. Die Frauen berichteten von erfolgreichen Bildungsveranstaltungen auf digitalen Plattformen und von Ideenwerkstätten. Die Situation der Amtskirche mache die Mitgliederwerbung nicht einfacher, so ihre Auffassung. Die kfd würde auf veränderte Bedürfnisse und Lebenssituationen von Frauen eingehen. Projekte wie „Neue Frauenorte“ und „Junia-Salon“ (angelehnt an den Namen des Mitgliedermagazins) sowie Mütter-Töchter-Aktionen und weitere alternative Gesprächsformate seien ins Leben gerufen worden. Der Weihbischof erkundigte sich nach den Geistlichen Begleiterinnen. Mechthild Wohter erläuterte, die theologische Ausbildung würde im Paderborner Verband bereits seit zwölf Jahren erfolgen. In der Pandemie hätten diese Frauen mit spirituellen Angeboten die kfds am Laufen gehalten. Diözesanpräses Roland Schmitz ergänzte: „Ihre Kompetenzen und Charismen machen sie zu Seelen in den Gemeinschaften. Während der jährlichen Austauschtagung feiern wir in einem Gottesdienst ihre Beauftragung.“

Zukunft von Frauen in der Kirche

Für die Verantwortlichen war es wichtig, die Position der kfd zum Synodalen Weg deutlich zu machen. Roland Schmitz bekundete, er sei froh darüber, dass die im Jahr 1999 formulierten Forderungen der kfd nach einer geschlechtergerechten Kirche endlich gehört würden. Die kfd-Bundesversammlung hat kürzlich in Mainz ihr Positionspapier „Frauenleben sind vielfältig“ verabschiedet. Darin fordert die kfd vom Lehramt der Kirche eine neue Sicht auf die vielfältigen Ausdrucksformen menschlicher Sexualität und die Vielfalt von Frauenleben. Das Papier fließt in die Diskussionen im synodalen Prozess Forum IV zum Leben in gelingenden Beziehungen ein.

Mechthild Wohter überreichte den bischöflichen Gästen einen Brief des kfd-Diözesanverbands Paderborn. Er entstand auf Initiative des kfd-Bundesverbandes. In 21 kfd-Diözesanverbänden soll er allen Bischöfen überreicht werden. Der Appell lautet: „Bei der Synodalversammlung im September in Frankfurt stehen wichtige Texte auf der Tagesordnung, über die in zweiter Lesung entschieden wird und die aus verbandlicher Sicht wegweisend für die Zukunft von Frauen in der Kirche sein werden. Dazu wünschen wir uns im kfd-Diözesanverband Paderborn die Unterstützung unserer Bischöfe. Bitte stimmen Sie den Beschlüssen des synodalen Weges zu.“ Erzbischof Hans-Josef Becker und Weihbischof Josef Holtkotte nahmen ihre Schreiben wohlwollend entgegen. Holtkotte warb für einen vertrauensvollen Umgang. Für ihn sei es wichtig, dass auf dem Synodalen Weg die Themen im Kontext zur Gottesfragen stünden.

 
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