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Erzbistum Paderborn
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Ein Katholikentag, der in schwierigen Zeiten gut tut

Erzbistum Paderborn beim Deutschen Katholikentag in Stuttgart vertreten
Pressemeldung
28. Mai 2022
Paderborn/Stuttgart

Ein Katholikentag, der in schwierigen Zeiten gut tut

Erzbistum Paderborn beim Deutschen Katholikentag in Stuttgart vertreten

Mehr als 1.500 Veranstaltungen über fünf Tage hinweg: Der Deutsche Katholikentag in Stuttgart vom 25. bis 29. Mai 2022 ist so vielfältig, wie seine Inhalte zahlreich sind. In unterschiedlicher Form sind zahlreiche Gläubige aus dem Erzbistum Paderborn vor Ort, bringen sich als Helferinnen und Helfer ein, organisieren Veranstaltungen mit, stehen Rede und Antwort am Bistumszelt oder suchen als Teilnehmende den Austausch mit Gleichgesinnten nach einer Kirche der Zukunft.

Präsent auf der Kirchenmeile

Das Erzbistum Paderborn ist auf der Kirchenmeile mit einem eigenen Stand – gemeinsam mit dem Diözesankomitee – sichtbar. ­Im Fokus steht besonders der Diözesane Weg 2030+ und damit die Zukunft der Kirche. Getreu des Katholikentagmottos „leben teilen“ können die Menschen am Stand ihre Wünsche aufschreiben und teilen, Fotos machen und verschicken sowie an einer Wunschlos-Box Lose ziehen.

Neben vielen Engagierten ist auch Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Pastoral Dienste, nach Stuttgart gereist, um am Bistumsstand mit den vorbeigehenden Menschen ins Gespräch zu kommen. „Es ist eine Offenheit da, man geht aufeinander zu, macht sich miteinander bekannt. Wir sind alle Brüder und Schwestern, das spüre ich hier. Wir gehören zusammen.“ Gerade aufgrund der kirchlich schwierigen Situation sei der Katholikentag etwas, das gut tue, sagt Bredeck.

Bunte Themenvielfalt

Dass es neben den klassischen, kirchlichen Veranstaltungen auch Podiumsdiskussionen und Aktionen rund um Politik und andere Themen gibt, hält Monsignore Bredeck für wichtig auf diesem Großereignis: „Der zeitliche Kontext durch den Ukraine-Krieg und viele andere Krisen ist hier ebenfalls Thema und auch wichtig. Denn Kirche ist nicht für sich selbst da, sondern soll für die Welt da sein. Das Salz der Erde, das Licht der Welt sollen wir Christinnen und Christen sein. Das wird dadurch deutlich, dass wir uns mit Themen anderer Menschen außerhalb der Kirche und außerhalb Deutschlands beschäftigen.“

Große Events und kleine Highlights

Da sind natürlich die großen Events wie die Eröffnung, der Gottesdienst an Christi Himmelfahrt, Diskussionen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier oder Bundeskanzler Olaf Scholz, die Massen von Menschen anziehen. Aber gerade auch die vielen kleinen Veranstaltungen mit Begegnungen machen den Katholikentag aus. Vielfalt ist in Stuttgart ein Markenzeichen, so dass jeder Teilnehmende seine persönlichen Höhepunkte finden kann.

Cornelius Mester hatte so ein Highlight zum Beispiel, beim Gottesdienst mit Frank-Walter Steinmeier. Als Helfer war der 17-Jährige aus Lennestadt-Halberbracht nur wenige Meter entfernt vom Bundespräsidenten eingesetzt. „Das sind Erlebnisse und Erinnerungen, an die ich noch in zehn Jahren gerne zurückblicken werde“, sagt er. Wie er, sind viele Menschen aus dem Erzbistum Paderborn mit dabei. Als Teilnehmende oder als freiwillige Helferinnen und Helfer, die Einlässe kontrollieren, Sitze zuweisen, Bänke schleppen und überall mit anpacken, wo sie gebraucht werden.

Südwestfalen stark vertreten

Allein aus dem Dekanat Südsauerland sind allein 130 Menschen nach Stuttgart gereist, unter anderem Schülerinnen und Schüler aus den drei katholischen Gymnasien des Kreises Olpe – St. Franziskus Olpe, St. Ursula Attendorn und Maria Königin Lennestadt. Die größte Helfergruppe auf dem gesamten Katholikentag kommt wieder einmal aus Südsauerland, das hat mittlerweile Tradition: „Wir stellen knapp 20 Prozent aller Helfenden“, sagt Ludger Erwes. Der 60-Jährige ist jemand, dem die Freude über das Großevent anzusehen ist. „Wir haben wieder eine richtig tolle Mannschaft in diesem Jahr und erleben Dinge, die man nur hier machen kann.“

Den Christinnen und Christen und allen Teilnehmenden geht es vielmehr um die reale Begegnung, gerade nach der langen Durststecke Corona-Pandemie. An jeder Ecke wird entweder gesungen, gebetet, diskutiert oder miteinander gelacht. „Diese große Gemeinschaft, der Austausch, Dinge gemeinsame zu erleben, anderen zu helfen: Der Katholikentag ist unglaublich bunt“, sagt Elisabeth Gerlach aus Hagen. Sie ist mit einer Gruppe des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend ebenfalls als Helfende in Stuttgart. „Kirche ist viel mehr als nur gemeinsam Gottesdienst feiern und beten. Das sieht man hier.“ Jonah Stubbe aus Hagen beschreibt: „Der Katholikentag ist in dem Sinn ein Feuerwerk aus coolen Events. An jeder Ecke erlebt und sieht man etwas. Das ist im positiven Sinn eine komplette Reizüberflutung.“

Was die Hagener Gruppe mit vielen anderen Engagierten und Gläubigen hier gemeinsam hat: Sie sprühen vor Energie, setzen die Katholikentags-Umschreibung „Das große Fest des Glaubens“ in die Tat um. Hier wird der christliche Glaube, mit allem was dazugehört, gefeiert. Ohne derzeit viel diskutierte Themen wie beispielsweise die Situation von queeren Menschen außen vor zu lassen. Eine Vielfalt an Menschen, an Interessen, an Vorstellungen, an Engagement.

„Leben teilen“ heißt hier vor allem: Erfahrungen teilen, Begegnungen teilen und andere Menschen kennenzulernen. Womöglich ist das der größte Schatz einer Veranstaltung wie dem Katholikentag.

Ein Beitrag von:
Redakteur

Till Kupitz

 
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