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Erzbistum Paderborn
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Das Leitungsteam des kfd-Diözesanverbands stellt sich neu auf

Bei der Delegiertenversammlung zeigen 70 Bezirkssprecherinnen dem Emirat Katar die rote Karte, um gegen die frauenfeindliche Rechtsprechung zu protestieren.
kfd-Dioezesanversammlung rote Karte© kfd-Diözesanverband
Kirchliche Nachrichten aus Paderborn und Deutschland
23. November 2022
Werl

Das Leitungsteam des kfd-Diözesanverbands stellt sich neu auf

Bei der Delegiertenversammlung zeigen 70 Bezirkssprecherinnen dem Emirat Katar die rote Karte, um gegen die frauenfeindliche Rechtsprechung zu protestieren.

Das ehrenamtlich aktive Leitungsteam des Diözesanverbands Paderborn der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) blickt gestärkt in die Zukunft. Dorothea Lüke aus Schloß Holte-Stukenbrock übernimmt Verantwortung als stellvertretende Vorsitzende im geschäftsführenden Vorstand. Sie engagiert sich bereits seit dem Jahr 2016 im Leitungsteam. Neues Leitungsteammitglied ist Ellen Horenkamp aus Hövelhof. Die Wahl der beiden Frauen gehörte zu den wichtigsten Tagesordnungspunkten der kfd-Diözesanversammlung. Dazu begrüßte die Diözesanvorsitzende Katharina Brechmann 70 Delegierte aus den kfd-Bezirken des ganzen Bistums in der Stadthalle in Werl.

Mehr Mitglieder als jede Partei

Das Leitungsteam freute sich besonders über den Besuch der kfd-Bundesvorsitzenden Mechthild Heil und der kfd-Bundesgeschäftsführerin Brigitte Vielhaus. Sie waren nach Werl gekommen, um mit den Frauen von der Basis zu diskutieren und ihre Fragen unter anderem zum neuen kfd-Beitrag 2024 zu beantworten. Sie zeigten Verständnis für die Herausforderungen der Engagierten vor Ort und legten schlagkräftige Argumente vor, die den Wert einer Mitgliedschaft im großen Frauenverband untermauern. Brigitte Vielhaus machte deutlich: „Es gibt Vieles, womit wir generationsübergreifend punkten können. Die kfd hat in den vergangenen Jahrzehnten wichtige Erfolge erzielt, von denen Frauen profitieren.“ Mechthild Heil fand klare Worte: „Wir müssen den Verband aus eigener Kraft stark halten. Unsere Stimme wird in Kirche und Politik gehört, denn wir haben mehr Mitglieder als jede Partei. Ohne uns Frauen wären bedeutsame Themen nicht in die Öffentlichkeit getragen worden.“ Niemand sonst würde so nachdrücklich für unsere Ziele eintreten, nannte sie Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche, Gleichstellung in der Gesellschaft, Bewahrung der Schöpfung und christliche Werte. Der Verbandsentwicklungsprozess sei auch an die Kirche gekoppelt und das „k“ sei aktuell nicht besonders gesellschaftsfähig, erklärten die Besucherinnen von der Düsseldorfer Geschäftsstelle. Mechthild Heil positionierte sich deutlich für die Gemeinschaft im Glauben: „Die kfd bietet eine große Spannbreite der Interessen und einen bedeutsamen Ort für Frauen in der Kirche.“ Brigitte Vielhaus erklärte, für jede Mitgliedsfrau würde es in den kommenden Ausgaben des kfd-Magazins „Junia“ Infos und Hintergründe zur Beitragsanpassung geben. Weiter kündigte sie an: „Mit einer digitalen Kampagne will der Bundesverband den Wert und die Bedeutung der kfd in die Bevölkerung tragen. Unter www.meinekfd.de werden wir Frauen gezielt ansprechen.“

Frau.Leben.Freiheit

Diözesanpräses Roland Schmitz machte den Frauen Mut, mit aktuellen kfd-Themen in die Öffentlichkeit zu treten. Er erinnerte an die Segensgottesdienste „Liebe gewinnt“ und die bundesweite Aktion „MachtLichtAn“. Da seien die Medienvertreter von selbst gekommen und hätten in Presse, Rundfunk und Fernsehen berichtet. Die Geistliche Begleiterin des Diözesanverbands, Mechthild Wohter, stellte die Bedeutung von 150 beauftragten Geistlichen Begleiterinnen im Diözesanverband heraus: „Gemeinsam mit ihren engagierten Vorständen haben sie in der Corona-Zeit das Gemeindeleben in den kfd-Bezirken und -Ortsgruppen am Laufen gehalten. Mit Impulsen und kleinen, liebevollen Geschenken haben sie die Verbindung zu ihren kfd-Mitgliedern gehalten und gespürt, was Frauen in dieser Pandemie gefehlt hat.“ Die stellvertretende Vorsitzende Monika Bunsen lud alle dazu ein, sich für Frauenrechte stark zu machen. Demonstrativ zeigten die Teilnehmerinnen passend zur Fußballweltmeisterschaft dem Emirat Katar die „rote Karte“ mit dem Appell, die frauenfeindliche Rechtsprechung in diesem Land zu beenden. Weiter unterstützten sie die bundesweite Kampagne „Frau.Leben.Feiheit.“ des Kölner Vereins „Sei stark“, der zur Solidarität mit den Frauen im Iran aufruft.

 
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