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© Besim Mazhiqi
© Besim Mazhiqi

Das ist nicht Bundesliga, das hier ist Champions League!

Erzbistumskalender 2025: Die Orgel von St. Lambertus in Castrop-Rauxel begeistert Fachleute wie Gläubige

Die Texte zu den Kalenderblättern des Erzbistumskalenders entstehen weit im Voraus. Ein treues Publikum hat sich daran gewöhnt, dass der Kalender fürs kommende Jahr immer schon zu Libori erhältlich ist. Dieses Kalenderblatt über die Orgel von St. Lambertus in Castrop-Rauxel für den April 2025 entstand im Januar 2024. Und das ist ein besonderer Glücksfall: Zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Textes sind gleich zwei Musizierende greifbar, die sich aus unterschiedlicher Perspektive, aber ähnlich profund über das Instrument äußern können.

Die eine Person ist Martina Schlak. Die hauptamtliche Kirchenmusikerin ist seit 2003 Organistin in St. Lambertus, kennt das Instrument in- und auswendig. Mehr noch: Sie hat daran mitgeplant, die Aufstellung im Jahr 2005 begleitet und die Orgel danach fast 20 Jahre lang gespielt. Eigentlich sollte Martina Schlak im Januar 2024 bereits im Ruhestand sein, erklärte sich aber dazu bereit, noch ein paar Monate dranzuhängen, bis ihr Nachfolger Michael Baumhöver im April 2024 antreten kann. Dieser ist unser zweiter Experte. Wie Martina Schlak zählt er zu den wenigen Organistinnen und Organisten im Erzbistum Paderborn, die sich Leuchtturmmusikerin oder Leuchtturmmusiker nennen dürfen. Gespielt hat er die Orgel in St. Lambertus gerade zwei Stunden lang während seines Bewerbungsverfahrens: eine Stunde zur Übung und die zweite, als er eine Messe mit seinem liturgischen Orgelspiel begleitete.

So unterschiedlich die Erfahrungen mit der Orgel sind, so einhellig fällt das Urteil der Fachleute aus. Gleich beim ersten Vorspielen habe er sich mit dem Instrument verbunden gefühlt, meint Michael Baumhöver. Dennoch werde es noch einige Zeit dauern, bis er der großen Orgel all ihre Klangfülle entlocken könne. Dem pflichtet Martina Schlak bei: „Die Orgel bietet eine Vielfalt an Möglichkeiten, die man sich erarbeiten muss. Hat man das geschafft, ist sie ein Geschenk für alle, die sie spielen dürfen.“

Die Seele mit musikalischen Kunstgenüssen belohnen

Das Instrument des Passauer Orgelbauers Eisenbarth mit französischer Disposition ist etwas Besonderes im Ruhrgebiet. „Wir wollten damals bei der Anschaffung bewusst die Orgellandschaft bereichern und hatten das Glück, ein besonders gut klingendes Instrument geliefert zu bekommen“, erklärt Martina Schlak. „Das ist nicht Bundesliga, das ist für mich die Champions League!“

So eine Orgel muss natürlich auch jenseits der liturgischen Begleitung zum Klingen gebracht werden, etwa bei Konzerten. Doch genauso kann die Orgel bei der musikalischen Begleitung der Gottesdienste mit ihrem Klangreichtum punkten. Martina Schlak, die in den Ruhestand tretende Organistin, hat gute Erfahrungen mit ihrer Reihe „Orgel trifft …“ gemacht, mit musikalischen Motto-Gottesdiensten zu bestimmten Komponistinnen und Komponisten, Regionen oder Epochen. Michael Baumhöver hat an seinem bisherigen Wirkungsort Lennestadt ein anderes Format entwickelt: das angekündigte Orgelstück. Die Gläubigen werden am Gottesdienstende nicht mit einer Schlussimprovisation aus der Kirche „hinausgespielt“, es gibt vielmehr monatlich einen konzertanten Zehnminüter. Den Gottesdienstbesucherinnen und ‑besuchern steht es frei, ob sie nach Hause eilen oder lieber sitzen bleiben. Wie sich diese Formate weiterentwickeln werden, ist im Januar 2024 völlig offen. Eines aber ist ausgemacht: Wer in St. Lambertus einen Gottesdienst besucht, tut etwas für die Seele und wird mit musikalischen Kunstgenüssen belohnt.

St. Lambertus in Castrop-Rauxel

Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Ort.

Das Kalenderbild

Das Kalenderbild: St. Lambertus in Castrop-Rauxel © Besim Mazhiqi

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Der diesjährige Bistumskalender nimmt uns mit auf eine Reise durch das Erzbistum Paderborn und macht jeden Monat Halt an zwei besonderen Orten: an zahlreichen Kapellen oder Kreuzwegen, die jeweils Zeugen einer interessanten Entstehungsgeschichte sind. Darüber hinaus erzählt der Kalender faszinierende Geschichten von Menschen, die mit diesen Orten verbunden sind – manchmal nicht nur über viele Jahre, sondern sogar über weite Entfernungen hinweg. Wir stellen Ihnen hier alle zwei Wochen das neueste Kalenderblatt vor.

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