Kerzen in St. Albertus Magnus endgültig erloschen

Kirchenprofanierung in Dortmund

Kerzen Die gelöschten und horizontal gelegten Kerzen weisen auf die Profanierung hin.pdp Dortmund, 19. August 2007. Nach der Übertragung des Allerheiligsten, dem Löschen des ewigen Lichtes und der Verlesung des Profanierungsdekrets schließt die Filialkirche St.-Albertus Magnus an der Enscheder Straße in Dortmund endgültig ihre Pforten. Der Paderborner Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann zelebrierte am Sonntag den Schlussgottesdienst.

Der innere Abschied sei für viele schon etwas länger her, stellte Weihbischof Wiesemann zu Beginn der heiligen Messe bei der Begrüßung der annähernd 100 Gläubigen fest. Mit der Profanierung verliere das Kirchengebäude seinen sakralen Charakter. Noch einmal würde die Feier der Eucharistie in die Mitte gestellt, die über 70 Jahre Mittelpunkt eines intensiven Gemeindelebens, zuletzt der Kroatischen Mission gewesen sei. Weihbischof Wiesemann Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann bei der Predigt im Schlussgottesdienst in St. Albertus Magnus Dortmund am 19. August 2007pdp In seiner Predigt betonte der Paderborner Weihbischof, dass der Glaube nicht an steinerne Häuser gebunden sei, vielmehr den „lebendigen inneren Tempel“ brauche. Er dankte den Gemeindemitgliedern für das über sieben Jahrzehnte lange Engagement in St. Albertus Magnus.

Am Ende des Gottesdienstes verlas Pastor Jörg Haselhorst das erzbischöfliche Profanierungsdekret: „Aufgrund des baulichen Zustandes des Kirchengebäudes und der Aufgabe der Nutzung der Kirche durch die Kroatische Mission, hat sich die Pfarrgemeinde Heilige Dreifaltigkeit entschlossen, die Filialkirche St. Albertus Magnus aufzugeben“, so der Erzbischof. Mit der Verlesung des Dekretes im Schlussgottesdienst verliere das Kirchengebäude seinen sakralen Charakter. Der Ortspfarrer trage Sorge für die Übertragung des Allerheiligsten. Die sakralen Gegenstände seien einer sachgerechten weiteren Verwendung zuzuführen.

Im Anschluss an die Verlesung übergab Weihbischof Wiesemann das Allerheiligste an Pastor Haselhorst. Dann wurde das ewige Licht gelöscht. Ebenso wurden die Kerzen auf dem Altar ausgeblasen und anschließend symbolisch für das Ende des Sakralbaus horizontal abgelegt.

Albertus Magnus Christgläubige verabschieden sich in St. Albertus Magnus von Pastor Jörg Haselhorst und Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.pdp Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Pastor Haselhorst blieben nach dem Schlußsegen im Eingangsbereich. Zahlreiche Gläubige verabschiedeten sich persönlich bei den Geistlichen, nach dem Abschied von ihrem Gotteshaus.

Konkrete Pläne für die Nachnutzung des 1993 unter Denkmalschutz gestellten Gebäudes liegen derzeit nicht vor. Das Gebäude ist wegen der maroden Bausubstanz seit dem 1. Oktober 2006 komplett geschlossen. Das Land NRW hat mit Zustimmung des Erzbistums den Kirchbau in eine Machbarkeitsstudie zur Beratung aufgenommen. Übergabe des Allerheiligsten Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann übergibt das Allerheiligste an Pastor Jörg Haselhorstpdp

 

 

 

 

 

 

 

 

 Kerzen Bei der Profanierung werden das ewige Licht und die Altarkerzen gelöscht. Im Bild: Weihbischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann.pdp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

St. Albertus Magnus Filialkirche St. Albertus Magnus, Dortmund, Enscheder Straße. Kubischer Ziegelbau, errichtet 1933/34. Benediziert am 9.12.1934. Profaniert am 19.08.2007.pdp