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Sakramente – Zeichen der Nähe Gottes

Christen glauben daran, dass Gott die Menschen liebt und deshalb ihre Nähe sucht. Gott will die Nähe zu den Menschen sogar so sehr, dass er in seinem Sohn Jesus Christus selbst Mensch geworden ist. Für die Zeitgenossen Jesu, die ihn sehen, hören und anfassen konnten, war diese Nähe unmittelbar erfahrbar. Aber wie ist das mit den vielen Millionen von Gläubigen, die danach lebten?

Eine bekannte Aussage Jesu, die von den Evangelien überliefert wird, lautet: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Laut dieser Zusage gehört die Gegenwart Jesu nicht der Vergangenheit an. In der Gemeinschaft der Gläubigen bleibt es möglich, ihm zu begegnen. Diese Gemeinschaft ist im kleinen Rahmen die Gemeinde, im großen Rahmen die gesamte Kirche.

Aber wie ist es möglich, Jesus in der Kirche hier und heute zu begegnen? Eine Antwort lautet: in den Sakramenten. Die Kirche kennt mit den sieben Sakramenten besondere Zeichen für die bleibende Gegenwart Jesu. Sie sind im Glauben der katholischen Kirche mehr als ein bloßes Symbol. Vielmehr kommt man durch sie tatsächlich mit Jesus und damit mit der göttlichen Liebe in Berührung.

Oft wird Jesus als das „Ursakrament“ bezeichnet, denn er ist das erste und umfassende Zeichen dafür, dass Gott den Menschen nah sein will. Ohne Jesus gäbe es die Möglichkeit nicht, Gott in den sieben Sakramenten begegnen zu können. Und auch die Kirche wird häufig Sakrament genannt: Das Zweite Vatikanische Konzil hat sie als „Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“ (Konstitution Lumen Gentium 1) bezeichnet.

Taufe: eine unauflösbare Beziehung

Eltern, die ihr neu geborenes Kind in den Armen halten, wünschen sich, dass es ein glückliches, gutes Leben führt und dass ihm auf seinem Lebensweg nichts Böses widerfährt. Mit anderen Worten: Sie wünschen sich, dass es beschützt ist, dass es „von guten Mächten wunderbar geborgen“ ist, wie es der evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer in einem berühmten Kirchenlied ausgedrückt hat.

Firmung: das persönliche Pfingstfest

Christin oder Christ ist man nicht nur für sich. Mit dem Christsein verbindet sich eine Sendung in die Welt, eine Mission: sich an Jesu Leben und Worten ein Beispiel für das eigene Leben zu nehmen und seine Botschaft weiterzutragen. Genau dazu soll das Sakrament der Firmung ermutigen und bestärken. Das Wort Firmung bedeutet letztlich nichts anderes als Bestärkung, Bekräftigung.

Eucharistie: ständige Kraftquelle des Glaubens

Wenn die Gläubigen zur Feier der Eucharistie zusammenkommen, dann tun sie das zum Gedächtnis an das letzte Abendmahl Jesu, seinen Tod und seine Auferstehung. Das Sakrament Eucharistie ist jedoch mehr als bloße Erinnerung an ein Geschehen in der Vergangenheit. Im Kern steht der Glaube daran, dass Jesus in den Gestalten von Brot und Wein tatsächlich gegenwärtig wird.

Buße (Sakrament der Versöhnung): Vertrauen in Gottes Barmherzigkeit

Fehler zu machen und an sich selbst oder seinen Mitmenschen schuldig zu werden, ist und bleibt etwas zutiefst Menschliches. Christen mögen durch die Taufe fest zu Jesus Christus gehören und durch die Firmung Stärkung durch den Heiligen Geist erfahren haben. Das schützt sie jedoch nicht davor, Schuld auf sich zu laden.

Ehe

„Ich nehme dich an als meinen Mann / meine Frau in guten und in schweren Tagen, in Gesundheit und in Krankheit. Ich will dich lieben, achten und ehren, solange ich lebe.“

In einem katholischen Trauungsgottesdienst sind dies die Worte, mit denen sich zwei Menschen die Ehe versprechen. Die Liebe in dieser Ehe ist bedingungslos: Egal ob es sich um gute oder schwere Zeiten handelt, die Eheleute bleiben sich treu, achten aufeinander, lieben einander bis zum Ende ihres Lebens – so das Versprechen.

Weihe (Ordination)

Durch das Sakrament der Weihe tritt eine Person in den geistlichen Stand. Er wird zum Kleriker und gehört künftig dem Klerus an. Die katholische Kirche kennt drei Stufen der Weihe: die Weihe zum Diakon, die Weihe zum Priester und die Weihe zum Bischof. In allen drei Weihestufen wird das Sakrament vom Bischof gespendet: durch schweigende Handauflegung und das Weihegebet.

Krankensalbung

Jesus steht gerade dann an der Seite der Menschen, wenn es ihnen nicht gut geht und sie schwere Zeiten erleben. Die Evangelien erzählen viele Geschichten darüber, wie Jesus ohne Scheu auf Kranke zugegangen ist, selbst dann, wenn sie aufgrund ihres Gebrechens aus der Gesellschaft ausgestoßen waren. Außerdem hat er den Auftrag, sich um die Kranken zu sorgen, auch an seine Jünger weitergegeben.

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