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Der Osterfestkreis

Das Licht geht nicht aus und verbreitet sich

Osterfestkreis

Lobsinge, du Erde, überstrahlt vom Glanz aus der Höhe! Licht des großen Königs umleuchtet dich. Siehe, geschwunden ist allerorten das Dunkel.
(aus dem Exsultet, dem zu Beginn der Osternacht gesungenen Osterlob)

Der Osterfestkreis ist Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu gewidmet. Ostern, das die Auferstehung Jesu feiert, ist das höchste Fest im Christentum. Anders als das Weihnachtsfest hat Ostern keinen festen Termin: Es wird stets am Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert.

Wie an Weihnachten steht auch in die Feiern rund um Ostern die Lichtsymbolik im Mittelpunkt. Doch während es an Weihnachten darum geht, dass Gott Mensch wird und ein Licht in die Welt kommt, geht es an Ostern darum, dass das Licht nicht erlischt: Die Evangelien erzählen, dass Jesus gekreuzigt wird und stirbt, aber am dritten Tage von den Toten aufersteht. Nicht einmal der Tod kann das Licht auslöschen, das durch Jesus in die Welt gekommen ist. Genau daran wird erinnert, wenn zu Beginn der Osternacht am Feuer die Osterkerze entzündet und in die dunkle Kirche getragen wird. „Christus, das Licht“, singt der Priester dreimal. „Dank sei Gott“, antwortet die Gemeinde.

Vorbereitungszeit

Dem Osterfest geht eine vierzigtägige Vorbereitungszeit voraus: die Fastenzeit, heute auch österliche Bußzeit genannt. Sinn der Fastenzeit ist es nicht, gesünder zu leben und abzunehmen. Im Zentrum steht vielmehr der persönliche Glaube: Jahr für Jahr gibt die Fastenzeit Gelegenheit, die eigene Berufung und das Leben als Christ zu vertiefen und gegebenenfalls neu zu entdecken. Die Impulse dazu kommen vom Osterfest her: Was bedeutet es für mich, dass ich durch den Tod und die Auferstehung Jesu als erlöster Mensch leben kann? Wo kommt diese zentrale Glaubenserfahrung in meinem Leben zum Ausdruck?

Fastenzeit

Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch: In den Gottesdiensten, die an diesem Tag gefeiert werden, zeichnet der Priester den Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn – Zeichen für die eigene Vergänglichkeit und die Bereitschaft zur Buße. Die Woche vor Ostern wird Karwoche genannt. Sie beginnt mit dem Palmsonntag, an dem des Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht wird: Nach Darstellung der Evangelien jubeln die Menschen ihm zu und streuen grüne Zweige vor ihm aus. Daraus ist der Brauch entstanden, im Gottesdienst gesegnete Palmzweige mit nach Hause zu nehmen und an ein Kruzifix zu stecken.

Am Donnerstag der Karwoche, dem Gründonnerstag, beginnt die Feier der drei österlichen Tage vom Leiden, vom Tod und von der Auferstehung Jesu. Die zentralen Gottesdienste, die am Abend des Gründonnerstages sowie an den Folgetagen gefeiert werden, sind liturgisch betrachtet ein zusammenhängender Gottesdienst, das sogenannte Oster-Triduum. Das Oster-Triduum umfasst die Feier vom letzten Abendmahl und das Gedenken an Leiden und Tod Jesu am Karfreitag sowie die Feier der Auferstehung in der Osternacht.

Feier der Auferstehung Jesu

Mit der Feier der Auferstehung Jesu an Ostern ist der Osterfestkreis jedoch nicht beendet: Die Osterzeit umfasst insgesamt 50 Tage und endet erst mit dem Pfingstfest, weshalb bis Pfingsten in allen Gottesdiensten eine Osterkerze angezündet wird. Grund für die Fortdauer der Osterzeit sind Erzählungen der Evangelien, wonach Jesus nach seiner Auferstehung mehrfach erschienen ist. Diese Zeit der Erscheinungen endet mit der Aufnahme Christi in den Himmel – 40 Tage nach dem Osterfest wird daher Christi Himmelfahrt gefeiert. Am Pfingstfest schließlich wird gefeiert, dass Gott den Heiligen Geist zu den Menschen schickt, um Person und Botschaft Jesu Christi lebendig zu halten.

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