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Partnerschaft mit dem Bistum Magdeburg

Eine lange gemeinsame Geschichte verbindet – das gilt auch für das Bistum Magdeburg und das Erzbistum Paderborn: Die Geschicke beider Bistümer waren erstmals im 17. Jahrhundert verknüpft, spätestens dann seit 1821, als Magdeburg der Verwaltung durch das Bistum Paderborn zugeteilt wurde. Seit über 20 Jahren wird diese historische Verbundenheit in einer offiziell besiegelten Partnerschaft gelebt.

Ein Blick zurück: Im Jahr 968 wurde Magdeburg als Erzbistum errichtet, ging aber während der Reformation mitsamt seinen zugeordneten Bistümern unter. Die Folge war eine wechselvolle Geschichte kirchlicher Zuordnung. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden Paderborner Fürstbischöfe mit der Sorge für das Magdeburger Gebiet betraut. 1821 regelte das von Papst Pius VII. erlassene Schreiben „De Salute Animarum“ schließlich, dass das „Kommissariat Magdeburg“ dem Bischof von Paderborn zur ständigen Verwaltung übergeben wurde.

Durch die Teilung Deutschlands im Jahr 1949 wurde der Kontakt zwischen dem Ostteil, dem erzbischöflichen Kommissariat, und dem Westteil des Erzbistums Paderborn schwieriger. Ab 1949 wurde ein zweiter Weihbischof mit Sitz in Magdeburg ernannt, der den Erzbischof im Ostteil vertrat. Bis Mitte der 1950er-Jahre gingen immer noch Neupriester aus dem Westen in das Kommissariat Magdeburg, um hier ihren Dienst zu tun. 1973 wurde mit Bischof Johannes Braun ein apostolischer Administrator für das nun neu errichtete Bischöfliche Amt Magdeburg ernannt.

Magdeburg wird Bistum

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands begann ein neues Kapitel: Kurz nach dem Mauerfall nahm das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn als Vertreter der Laien Kontakt zu den katholischen Laien im „Bischöflichen Amt Magdeburg“ auf. Der nächste Meilenstein war der 8. Juli 1994: Magdeburg wurde ein eigenständiges Bistum und dem Erzbistum Paderborn zugeteilt. Diese lange historische Verbundenheit wurde mit einer Partnerschaft offiziell gemacht: Am 30. Oktober 1994 unterzeichneten der Magdeburger Bischof Leo Nowak und der Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt eine Partnerschaftsurkunde.

Um die Partnerschaft mit Leben zu füllen, wurden konkrete Vereinbarungen getroffen: Die Liborius-Kapelle im Roncalli-Haus in Magdeburg und eine Wandtafel, die im Kreuzgang des Hohen Domes in Paderborn hängt, sind bleibende Zeichen der Verbundenheit. Gegenseitige Einladungen zum Liborifest und zur Wallfahrt des Bistums Magdeburg auf der Huysburg gehören ebenso zur Partnerschaft wie jährliche gemeinsame Sitzungen der Geistlichen Räte beider Bistümer. An den Tagungen der Priesterräte beider Bistümer nimmt jeweils ein Vertreter aus dem Priesterrat des Partnerbistums teil. Ebenso arbeiten die Hauptabteilungen des Erzbischöflichen Generalvikariates Paderborn und des Bischöflichen Ordinariats in Magdeburg, die Diözesan-Caritasverbände oder die Laiengremien zusammen.

Pfadfinder prägen lebendige Partnerschaft

Besonders ausgeprägt ist die Partnerschaft beispielsweise zwischen Stämmen der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) aus beiden Diözesen. Sie ist zum Teil aus Gemeindepatenschaften hervorgegangen, die es noch aus der DDR-Zeit gab – etwa zwischen Paderborn-Schloß Neuhaus und Blankenburg im Harz. Zum Aufbau eines eigenen Diözesanzentrums für den DPSG-Diözesanverband Magdeburg wurde ein gemeinsamer Verein gegründet: der „Jugendbildungs- und Begegnungsstätte Forsthaus Eggerode e. V.“. Er besteht je zur Hälfte aus Mitgliedern aus beiden Diözesanverbänden. Die Geschäftsführung und Verwaltung liegt beim DPSG-Diözesanbüro in Paderborn. Außerdem treffen sich auch die Vorstände der Diözesanverbände des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und die Leitungen der Jugendämter in den Generalvikariaten beider Bistümer regelmäßig.

Im Juli 2009 wurde vom Magdeburger Bischof Dr. Gerhard Feige und vom Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker eine aktualisierte Vereinbarung unterzeichnet. Sie stärkte die bestehenden Kooperationen und machte die Pflege der Partnerschaft ganz offiziell zur „Chefsache“, indem sie in die Hände der Generalvikare gelegt wurde.

2014 konnte beim 99. Katholikentag in Regensburg das 20-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Paderborn und dem Bistum Magdeburg gefeiert werden. Das Leitwort des damaligen Katholikentages hätte zum Jubiläum dieser besonderen ost-west-deutschen Beziehung nicht passender gewählt sein können: „Mit Christus Brücken bauen“.

 

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