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29
September
2021
29.September.2021

Zurück in die Freiheit

Wilfried Limpinsel betreibt eine Vogelpflegestation für Greifvögel und Eulen

Der Satz klingt wie eine düstere Prophezeihung: „Wenn die Vögel sterben, sind als nächstes wir Menschen dran.“ Seit über 40 Jahren führt Wilfried Limpinsel nun schon ehrenamtlich eine Pflegestation für Greifvögel und Eulen. Er ist von kleinauf ein Vogelfreund, liebt die heimische Natur mitsamt den Tieren, die hier leben und weiß um die Bedeutung der Vögel für unser Ökosystem. Kein Zufall, dass die Essenthoer Mühle, wo er lebt und große Volieren für die Vögel besitzt, fast schon paradiesisch gelegen ist: mehrere hundert Meter entfernt von Essenthoer Ortskern, umringt von Bäumen in einem Seitental eines Flusses: der Diemel. Aber wie abhängig sind wir Menschen von den Vögeln?

An der Essenthoer Mühle führt Wilfried Limpinsel seit über 40 Jahren eine Vogelpflegestation für Greifvögel und Eulen
Foto: Till Kupitz / Erzbistum Paderborn
An der Essenthoer Mühle führt Wilfried Limpinsel seit über 40 Jahren eine Vogelpflegestation für Greifvögel und Eulen
Foto: Till Kupitz / Erzbistum Paderborn

Artenschutz heißt Schöpfung Gottes bewahren

Vögel, die durch den Straßenverkehr verletzt werden, aus dem Nest fallen oder sich in Drähten verfangen: Bei Wilfried Limpinsel wird ihnen geholfen – zur Not auch mit tierärztlicher Unterstützung. Weit über 5.000 Vögel hat der Essenthoer zusammen mit seiner Frau mittlerweile gesund gepflegt und wieder freigelassen, fast täglich bringen Polizei, Privatpersonen oder Tierheime verletzte Vögel vorbei. „Ein Fulltime-Job“, sagt der gelernte Elektriker. Seine Pflegestation vergrößerte sich im Laufe der Zeit mehrfach und spezialisiert sich insbesondere auf die Greifvogel- und Eulenarten Deutschlands.

„Greifvögel haben, wie alle Beutegreifer, eine wichtige Funktion im Ökosystem. Durch verschiedene Faktoren wurde allerdings bei vielen Arten ein bedrohlicher Bestandsrückgang verzeichnet“, erklärt Wilfried Limpinsel. Diese Arten als Teil der Schöpfung Gottes zu schützen, das ist seine Lebensaufgabe.  Bei allem gilt aber: „Die Tiere müssen wild bleiben. Für uns ist immer das Ziel: Zurück in die Freiheit mit dem Tier.“

Ein Beitrag von:

Till Kupitz
Redaktion