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12
Juni
2020
12.Juni.2020

Zeugnisse, die nie in Vergessenheit geraten dürfen

Gedenktafeln - wie hier für Otto Günnewich - halten die Märtyrer in Erinnerung. (Foto: Michael Streit)
Gedenktafeln - wie hier für Otto Günnewich - halten die Märtyrer in Erinnerung. (Foto: Michael Streit)
Gedenktafel für Otto Günnewich in Salwey. (Foto: Michael Streit)
Gedenktafel für Otto Günnewich in Salwey. (Foto: Michael Streit)

“Zwei Drittel der glaubensstarken Priester kamen in Konflikt mit Nazi-Regime”

Kriterien für die  Anerkennung als Märtyrer oder Märtyrerin sind: ein gewaltsamer Tod, Bereitschaft für den Glauben zu sterben und das Zeugnis für Christus. „Ein Märtyrer ist ein Christ, der seinen Glauben öffentlich bekennt und deshalb Nachteile in Kauf nehmen muss“, sieht der Fachmann für das Martyrologium in erster Linie keinen Unterschied zwischen der NS-Zeit und anderen Epochen der Zeitgeschichte. Die Nazis hätten jedoch oft vorgeschobene Gründe für eine Bestrafung oder Verurteilung gefunden, ohne direkt den Glauben zu nennen. Außerdem seien Glocken zur Produktion von Waffen eingezogen und Predigten in den Kirchen von Spitzeln überwacht worden.

Zwei Drittel der Priester seien mit dem Nazi-Regime damals in Konflikt gekommen. „Dann wurden sie angezeigt, verhört, diskriminiert, kamen ins Zuchthaus oder ins KZ“, berichtet Prälat Moll aus den Archiven. „Die Priester der damaligen Zeit waren außenordentlich glaubensstark!“ Aber auch viele Laien, ergänzt Moll, seien in katholischen Organisationen klar aufgetreten und seien deshalb auch zu Märtyrern geworden.

25 Frauen und Männer aus dem Erzbistum

25 Frauen und Männer aus dem Erzbistum Paderborn werden im „Zeugen für Christus“ in Wort und Bild vorgestellt. Darunter die seligen Priester Aloys Andritzki (Studium der Theologie in Paderborn ) und Eduard Müller (Abitur in Bad Driburg) sowie die Diözesanpriester Franz Finke, Heinrich König, Otto Günnewich, Wilhelm Oberhaus, Franziskanerpater Kilian Kirchhoff (Rönkhausen), Trinitarierin Sr. Angela Autsch (Attendorn-Rölleken), Salvatorianerpater Reinhold Unterberg (Sennelager), Rechtsanwalt Joseph Wirmer, Oberpräsident Ferdinand Freiherr von Lüninck (Ostwig), Ministerialdirektor Theodor Roeingh (Beverungen), Theologiestudent Ernst Kuhlmann (Herzebrock-Clarholz), Bäckermeister Josef Quinke (Finnentrop), Lehrling Heinz-Udo Hallau (Bielefeld) und Redakteur Dr. Franz Geuecke (Schmallenberg).

„Die Christenverfolgung nimmt weltweit zu“, ist für Prälat Professor Moll das Thema immer noch zeitgemäß: „Zwanzig bis dreißig Menschen werden im Jahr umgebracht aufgrund ihres Glaubens. Gerade in den Missionsgebieten gibt es heute  Märtyrinnen und Märtyrer.“ Die Missionarinnen und Missionare trügen das Kreuz als öffentliches Bekenntnis, was in manchen Ländern sowohl bei den Herrschenden als auch in der Bevölkerung nicht gut angesehen sei.

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