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28
August
2020
28.August.2020

„Wir lassen uns diese Erfolge nicht kaputtreden“

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„Dort, wo keine anderen Systeme greifen, ist die Kirche für die Menschen einfach da”

„Für den Bereich des Erzbistums Paderborn war die Entscheidung, einen Flüchtlingsfonds aufzulegen, eine der segensreichsten der letzten Jahre“, erklärt Lüttig. Seit Ende 2014 habe das Erzbischöfliche Generalvikariat aus Kirchensteuermitteln 6,4 Mio. Euro bereitgestellt, von denen über 4,8 Mio. bereits eingesetzt worden seien. Bis August 2020 konnten damit über 1.800 Projekte gefördert werden. „Dort, wo keine anderen Systeme greifen, ist die Kirche für die Menschen einfach da, das ist wohl die wichtigste Botschaft, die wir mit dem Flüchtlingsfonds verbinden möchten.“  So ermögliche das Erzbistum Paderborn sowohl den geflüchteten Menschen eine Perspektive als auch den Ehrenamtlichen eine Grundlage, um mit Freude und ohne die Last finanzieller Sorgen für ihren Nächsten da zu sein. „Durch den Flüchtlingsfonds haben unsere Ehren- und Hauptamtlichen ein Instrument, um Menschen, die alles verloren haben, das Gefühl zu vermitteln, dass sie willkommen sind.

Zum fünften Jahrestag von „Wir schaffen das“ haben die Diözesan-Caritasverbände in NRW mit einem Video Bilanz gezogen. Der 15-minütige Film zeigt, was Menschen gezwungen hat, ihre Heimat zu verlassen, wie etwa im Fall des syrischen Pianisten Aeham Ahmad, der heute in Warburg lebt. Es zeigt aber auch, mit welchen Problemen Flüchtlinge nach ihrer Ankunft hierzulande konfrontiert waren und welche Voraussetzungen eine gelingende Integration braucht. Letzteres sind vor allem menschliche Beziehungen. Es sind Menschen, die ihre Hand reichen und Vertrauen schenken, wie die im Film porträtierte Familie Brüggemann aus Recke im Münsterland. Lüttig: „Integration gleicht einem Marathonlauf, sie ist mühsam und beschwerlich, denn Ablehnung, Abschottung und Misstrauen sind allgegenwärtig. Aber der Weg lohnt sich – auch das vermittelt der Film auf eindrucksvolle Weise.“

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