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10
August
2020
10.August.2020

Wiederholung als Basis für einen guten Neustart

Themenspecial “Mutmacher”: summerschool des St. Ursula Gymnasiums Neheim für einen guten Start ins neue Schuljahr

Noch immer im Schatten eines verrückten Schuljahres 2019/20 beginnt in dieser Woche an den Schulen in Nordrhein-Westfalen wieder der Unterricht. Wie greifen die geplanten Maßnahmen gegen den Covid19-Virus? Stört die Maskenpflicht den Stundenablauf? Bringt die Urlaubsrückkehr die sogenannte zweite Welle der Pandemie? Und auf welche, oft sehr kurzfristigen, Regelungen seitens Bund- und Landesregierung müssen sich die Schulleitungen einstellen? Viele Fragen, die noch gar nicht beantwortet werden können.

"Einen guten Schulstart" wünscht auch das summerschool-Team des St. Ursula Gymnasiums. (Foto: Ronald Pfaff)
"Einen guten Schulstart" wünscht auch das summerschool-Team des St. Ursula Gymnasiums. (Foto: Ronald Pfaff)

“Warm up” für den Unterricht

Zumindest mit dem Projekt „summerschool“ hat das St. Ursula Gymnasium in Neheim – eine der 20 Schulen in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn – eine Antwort gefunden. Nach einer langen Phase des Homeschoolings und Unterrichtsausfällen konnten Schülerinnen und Schüler ein freiwilliges Angebot nutzen, um in „schwächeren Fächern“ ihr Wissen noch vor dem Schulstart aufzufrischen. „Die Klassen- und Fachlehrer haben die Empfehlungen mit Schülern und Eltern abgesprochen, so dass wir 28 Kinder und Jugendliche der Jahrgangsstufen 5 bis 8 mit einem gemischten summerschool-Team auf das neue Schuljahr vorbereiten konnten“, erklärt Harald Prattki (Mittelstufen-Koordinator), der gemeinsam mit Andrea Mehring (Proben-Stufen-Koordinatorin) das Projekt leitet.

Fächer mit großem Lernaufwand und Fächer, die den Lernenden oft mehr Schwierigkeiten bereiten, standen an den Vormittagen im Lernangebot: Mathematik und Englisch sowie die zweite Fremdsprache wie Latein oder Französisch. „Dabei ging es um Wiederholung des Lernstoffes, um mehr Sicherheit für das neue Schuljahr zu schaffen. Und es war eben keine Vorschau auf neues Unterrichtsmaterial“, vergleicht Andrea Mehring die Woche eher mit einem „Warm up“ auf das neue Schuljahr, in dem man zu Beginn ohnehin bestimmt noch viel wiederholen müsse.

Freude über Unterstützung für das Team

Die „summerschool“ wurde mit dem Lehrerkollegium vor den Ferien vorbereitet. Man  entwickelte ein System, um mit wenigen Lehrkräften auszukommen. Diese werden unterstützt von Referendarinnen und Referendaren, jungen Leuten im Praktikum sowie Schülerinnen und Schülern der Oberstufe.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass auch ältere Schüler mitmachen“, sagt Andrea Mehring, wie zum Beispiel Emelie Lenze. Die 16-Jährige hat Leistungskurs Französisch und ist begeistert von der Sprache und der Vermittlung durch ihre Lehrerin Elke Speuser: „Ich mag die Menschen in Frankreich und deren Mentalität. Ich habe mich sehr darüber gefreut, als die Nachfrage kam, ob ich an der summerschool teilnehmen möchte. So kann ich meine Freude über die Sprache an die jungen Schülerinnen und Schüler weitergeben.“

Die Schülerschaft sei hier sehr engagiert und habe „Lust auf Schule“, freuen sich Mehring und Prattki. Das kann auch Emelie Lenze auch für die 28 „Sommerschüler“ bestätigen: „Die machen alle mit Freude mit. Vielleicht gab es bei ganz wenigen zu Beginn mal Lustlosigkeit, aber schließlich haben alle den Nutzen des Unterrichts erkannt und sind begeistert dabei.“

Nutzen für Unterricht erkannt

Die „summerschool“ sei sehr hilfreich für alle, die den Unterrichtsstoff im Homeoffice möglicherweise nicht richtig verstanden hätten, sagt Melissa Hertel (12), die Englisch und Mathe auf ihrem Plan stehen hat. Ihre Freundin Lena Brosche (12) ergänzt: „Ich finde das gut, somit können alle wieder gut ins neue Schuljahr einsteigen. In den letzten beiden Wochen habe ich Zuhause auch schon in die Schulbücher geschaut.“ Beide haben noch eine gemeinsame Leidenschaft: Sie freuen sich auf das Fach Kunst.

Eine „summerschool“-Idee, die Lehrkräften und Lernenden in einem Corona geprägtem Jahr gleichermaßen gefällt. Dennoch gibt es einen Wehmutstropfen. „Ich denke, dass wir ein vernünftiges Programm anbieten, das den Schülern und Schülerinnen hilft. Doch Zuschüsse bekommen wir vom Land NRW keine dafür“, so Schulleiter Bertin Kotthoff. Als Träger hatte das Erzbistum Paderborn einen Antrag gestellt, um aus dem Topf der Landesregierung zur „Förderung von Schulkindern in der Ferienzeit“ zu partizipieren. Der wurde jedoch abgelehnt, weil das Neheimer Projekt täglich nur über drei anstatt sechs Stunden geht. Das Land habe auch viele „soziale Aspekte“ wie Museums- oder Zoobesuche angedacht, dies – so Harald Prattki – seit jedoch hier im ländlichen Neheimer Raum nicht erforderlich. Daher habe man sich auf die reine Lernwiederholung am Vormittag entschieden.

Nicht nur der „summerschool“-Betrieb brachte in der letzten Woche schon Leben ins Schulgebäude von St. Ursula, auch die ersten Vorbereitungen auf das neue Schuljahr sorgten für Präsenz der Lehrerschaft. „Wir begrüßen sehr, dass es wieder losgeht mit dem Schulbetrieb. Die Maskenpflicht ist dann absolut nachvollziehbar, aber es wird anstrengend“, wünscht auch Prattki „allen Kolleginnen und Kollegen sowie der Schülerschaft einen guten Start ins neue Schuljahr“.

Do you speak english? Parlez-vous français?

Wie gut sich die Schüler und Schülerinnen des St. Ursula Gymnasiums sprachlich vorbereitet haben, beweisen Vincent Brock (englisch) sowie Dana Bamberg und Chanel Möller (französich), die allen einen guten Schulstart in dieser Woche wünschen:

Ein Beitrag von:

Ronald Pfaff
Redakteur
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