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Pressemeldung
30
Juli
2021
Paderborn

Versuchung der Grenzenlosigkeit

Wortgottesdienst zu „Libori“ für die Abschlussjahrgänge der Schulen und Hochschulen
Studierendenpfarrer Dr. Nils Petrat und Dompropst Monsignore Joachim Göbel im Wortgottesdienst mit den Abschlussjahrgängen der Schulen und Hochschulen. (Fotos: Ronald Pfaff)
Studierendenpfarrer Dr. Nils Petrat und Dompropst Monsignore Joachim Göbel im Wortgottesdienst mit den Abschlussjahrgängen der Schulen und Hochschulen. (Fotos: Ronald Pfaff)

Die Abschlussjahrgänge der Schulen und Hochschulen hatte die Abteilung Schulpastoral im Erzbischöflichen Generalvikariat am Donnerstag, 29. Juli 2021 zum Wortgottesdienst, in den Hohen Dom zu Paderborn eingeladen. Das Libori-Motto „Grenzenlos“ stand auch hier im Mittelpunkt der Gebete und Reflexionen. Musikalisch begleitete das Duo „Ignite Music“ mit Christin Brüning und Daniel Heiduk den Abend.

„Wir wollen heute Abend Menschen in den Mittelpunkt stellen, die in den letzten Jahren, Semestern oder Schuljahren sehr begrenzt waren in ihren Möglichkeiten, trotzdem aber zum Abschluss gekommen sind – der Schule oder des Studiums“, begrüßte Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Leiter des Bereichs Schule und Hochschule im Generalvikariat , die Zuhörenden im Hohen Dom und an den Streaming-Bildschirmen. Der Heilige Liborius sei auch der Heilige der Grenzüberschreitung und damit der Brückenbauer zwischen den Völkern als auch zwischen „Himmel und Erde“, so der Dompropst.

Dompastor Dr. Nils Petrat, zugleich Studierendenpfarrer, zitierte ein Gebet von Eckhard Herrmann: „Wie gern würde ich aus meinen engen Grenzen ausbrechen. Grenzen, die ich mir selbst oder andere setzen. Unabhängig sein. Dennoch froh, dass mich Grenzen umgeben, aufhalten und einschränken. Dass mich meine Grenzen bewahren, mich und andere zu überfordern. Dass mich meine Grenzen schützen vor anderen und vor mir selbst.“

Grenzenlosigkeit – Abgrenzung – Entgrenzung

Das bekannte Lied von Reinhard Mey „Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“ griff Hans-Bodo Markus aus der Abteilung Schulpastoral, auf. Die tiefe Sehnsucht nach Freiheit und Grenzenlosigkeit verspüre wohl jeder, doch schon in der Kindheit erlebe man, immer wieder an Grenzen zu stoßen, obwohl man sie überwinden möchte. Dieses Gefühl der inneren Grenzen würde ein ganzes Leben durchziehen. Auch in der Lesung (Gen 3,1-13/23-24) – die Versuchung durch die Schlange im Paradies – würde deutlich, dass der Mensch schon immer anfällig gewesen sei, sich zu entgrenzen, um näher bei oder auch wie Gott zu sein.

Über Erfahrungen mit Grenzenlosigkeit, Abgrenzung und Entgrenzung berichteten drei Studierende in sehr persönlichen Statements, die sie mit Impulsfragen abschlossen: Wo in meinen Leben habe ich mich richtig frei und grenzenlos gefühlt? Wann und warum habe ich mich ganz bewusst von etwas oder jemanden abgegrenzt? Glaube ich an einen grenzenlosen Gott und welche Konsequenzen hat dies für mein Leben?“

Ein Beitrag von:

Ronald Pfaff
Redakteur