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Pressemeldung
11
Oktober
2021
Paderborn

Theologie muss den Menschen dienen

Theologische Fakultät Paderborn startet mit Gottesdienst und Akademischer Jahresfeier in das neue Studienjahr

Mit einem Gottesdienst und der Akademischen Jahresfeier zu Beginn des Wintersemesters sind Erzbischof Hans-Josef Becker, Magnus Cancellarius der Theologischen Fakultät Paderborn, und alle Lehrenden, Mitarbeitenden und Studierenden am Montag, 11. Oktober 2021, traditionell in das neue Studienjahr gestartet. Aufgrund der Corona-Pandemie fand beides in der Universitäts- und Marktkirche statt. Im Rahmen der Jahresfeier hielt Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand am 1. Oktober 2020 Lehrstuhlinhaber für Fundamentaltheologie und vergleichende Religionswissenschaft an der Theologischen Fakultät, seine Abschiedsvorlesung.

Rektor Prof. Dr. Stefan Kopp mit den neu immatrikulierten Studierenden für das Wintersemester 2021/22.
Rektor Prof. Dr. Stefan Kopp mit den neu immatrikulierten Studierenden für das Wintersemester 2021/22.
Foto: Thomas Throenle, Erzbistum Paderborn
Rektor Prof. Dr. Stefan Kopp mit den neu immatrikulierten Studierenden für das Wintersemester 2021/22.
Foto: Thomas Throenle, Erzbistum Paderborn

Christus ist der Erste der neuen Schöpfung

In seiner Predigt bei der vorausgegangenen Eucharistiefeier in der Universitäts- und Marktkirche nahm Erzbischof Becker die Frage in den Blick, ob Gott den Einzelnen wahrnimmt und ihn dessen Schicksal berührt angesichts des täglichen Kampfes ums Dasein und des vermeintlichen Rechts des Stärkeren. Für Erzbischof Becker ist es die Verheißung des Christentums, dass diese Welt nicht das letzte Wort ist, das Gott über die Menschen spricht. „Christus ist der Erste einer neuen Schöpfung“, rief er den Anwesenden zu: „Wer den Geist Christi in sich trägt, der ist schon jetzt dieser Welt entrissen und ist Teil einer neuen Schöpfung.“

Zweite Amtszeit von Professor Stefan Kopp als Rektor der Fakultät

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte Professor Stefan Kopp, von der Fakultätskonferenz am 5. Juli 2021 für eine zweite zweijährige Amtszeit als Rektor wiedergewählt, die Anwesenden. Zu den Ehrengästen gehörten Weihbischof Matthias König, Weihbischof em. Manfred Grothe, Mitglieder des Metropolitankapitels sowie die Leitung des Priesterseminars, der stellvertretende Landrat Hans-Bernd Janzen, Prof. Dr. Volker Peckhaus, Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn, Prof. Dr. Dr. Oliver Reis, Sprecher des Instituts für Katholische Theologie an der Universität Paderborn, sowie PD Dr. Paul Platzbecker, Leiter des Instituts für Lehrerfortbildung Essen.

Rückkehr zur Präsenzlehre und Neubesetzung zweier Lehrstühle

In seiner Rede resümierte der wiedergewählte Rektor der Theologischen Fakultät, dass das vergangene Studienjahr trotz der einschränkenden Bedingungen der Corona-Pandemie erfolgreich digital bewältigt werden konnte. Nun freuten sich alle Angehörigen der Fakultät auf das neue Semester, das in Präsenz unter Einhaltung der 3-G-Regel stattfinden könne, unterstützt durch die bewährten digitalen Möglichkeiten. „Gerade in der jetzigen Situation können wir den Standortvorteil als kleinere Einrichtung mit größeren Räumlichkeiten und mit einem optimalen Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden ausnutzen“, unterstrich Professor Kopp die Vorzüge der Theologischen Fakultät. Und er begrüßte die designierten Lehrstuhlinhaber PD Dr. Aaron Langenfeld und Dr. Daniel Lanzinger, die die Lehrstuhlvertretungen für Fundamentaltheologie sowie für Neues Testament zum Wintersemester 2021/22 aufgenommen haben und das Team der Lehrenden verstärken.

Außerdem informierte Rektor Kopp darüber, dass Prof. Dr. Benjamin Dahlke, seit 2017 Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte, einen Ruf an die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt zum Wintersemester 2021/22 angenommen hat und dort Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte ist. Die Lehrveranstaltungen werden im Wintersemester 2021/22 von Professor Dr. Wolfgang Thönissen, Lehrstuhlinhaber für Ökumenische Theologie und leitender Direktor des Johann-Adam-Möhler-lnstitut für Ökumenik, sowie von Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Regens des Priesterseminars Paderborn, gehalten.

Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern hielt im Rahmen der Akademischen Jahresfeier der Theologischen Fakultät Paderborn seine Abschiedsvorlesung.
Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern hielt im Rahmen der Akademischen Jahresfeier der Theologischen Fakultät Paderborn seine Abschiedsvorlesung.
Foto: Thomas Throenle, Erzbistum Paderborn
Prof. Dr. Josef Meyer zu Schlochtern hielt im Rahmen der Akademischen Jahresfeier der Theologischen Fakultät Paderborn seine Abschiedsvorlesung.
Foto: Thomas Throenle, Erzbistum Paderborn

Verabschiedung des Fundamentaltheologen Prof. Josef Meyer zu Schlochtern

In seiner Abschiedsvorlesung „Signum levatum in nationes? Zur Frage der Sichtbarkeit der Kirche“ ging Professor Meyer zu Schlochtern vom Gegensatz zwischen Martin Luther und katholischer Kirche aus. Während für Luther die Kirche verborgen in den Herzen der Menschen lebt, behauptete die katholische Theologie ihm gegenüber, sie sei sichtbar, wie Jesus Christus sie eingesetzt hat. Der Vortrag zeigte die problematische Entwicklung dieser Auffassung an verschiedenen päpstlichen Lehrschreiben und Konzilsbeschlüssen auf. Gegenüber den Konzepten, die ein solches Verständnis von Sichtbarkeit mit einer überzogenen Autorisierung der Institution Kirche verbinden, präsentierte Meyer zu Schlochtern Perspektiven der Öffnung im Anschluss an das Zweite Vatikanische Konzil, die Kirche sei „gleichsam Zeichen und Werkzeug“ für das Heil, das nach dem Glauben aller Christen in Christus offenbar geworden ist.

Erzbischof Hans-Josef Becker dankte Josef Meyer zu Schlochtern in seiner Ansprache für seinen Dienst an Theologie, Kunst und Kirche und sein Engagement als dreimaliger Rektor der Theologischen Fakultät und wünschte ihm viele gute Jahre und Gottes begleitenden Segen.

Rektor Stefan Kopp (1.v.l.), PD Dr. Paul Platzbecker (4.v.l.) und Dr. Rita Müller-Fieberg (beide Institut für Lehrerfortbildung, Essen) freuen sich über die ersten Absolventinnen des Weiterbildungs-Masters für Katholische Religionslehre, Melanie Muth und Annette Mörsberger.
Rektor Stefan Kopp (1.v.l.), PD Dr. Paul Platzbecker (4.v.l.) und Dr. Rita Müller-Fieberg (beide Institut für Lehrerfortbildung, Essen) freuen sich über die ersten Absolventinnen des Weiterbildungs-Masters für Katholische Religionslehre, Melanie Muth und Annette Mörsberger.
Foto: Thomas Throenle, Erzbistum Paderborn
Rektor Stefan Kopp (1.v.l.), PD Dr. Paul Platzbecker (4.v.l.) und Dr. Rita Müller-Fieberg (beide Institut für Lehrerfortbildung, Essen) freuen sich über die ersten Absolventinnen des Weiterbildungs-Masters für Katholische Religionslehre, Melanie Muth und Annette Mörsberger.
Foto: Thomas Throenle, Erzbistum Paderborn

Die Abschlüsse im Einzelnen: Namen, Themen, Betreuung

Den Weiterbildungs-Master in Katholischer Religionslehre des IFL haben abgeschlossen:

  • Annette Mörsberger

Die Masterarbeit trägt den Titel „Proposer la foi – den Glauben vorschlagen“.

  • Melanie Muth

Die Masterarbeit trägt den Titel „Sterben – eine nicht ganz einfache Sache“.

Als Magister Theologiae haben abgeschlossen:

  • Yuhannes Aktas

Seine Arbeit „Zur Christologie des Severos von Antiochien (gest. 538) am Beispiel seiner ersten Streitschrift gegen Nephalios“ wurde von Prof. Dr. Benjamin Dahlke, Lehrstuhlinhaber für Dogmatik und Dogmengeschichte, betreut.

  • Dr. phil. Angela Koch

Prof. Christoph Jacobs, Lehrstuhl für Pastoralpsychologie und-soziologie, betreute ihre Arbeit zum Thema „Charisma und Corona – Eine pastoralpsychologische Analyse zum profilbildenden Potenzial individueller und institutioneller Belastungssituationen“.

  • Philipp Neumann

Seine Arbeit „Religion ohne Gott: Ietsismus als zeitgenössisches Glaubensphänomen skeptischer Religiosität“ wurde von Prof. Dr. Dr. Bernd Irlenborn, Lehrstuhlinhaber für Geschichte der Philosophie und Theologische Propädeutik betreut.

  • Niklas Sonderkamp

Prof. Dr. Wolfgang Thönissen, Lehrstuhlinhaber für Ökumenische Theologie, betreute seine Arbeit zum Thema „Der Mensch als Zeichen der Herrlichkeit Gottes. Eine Auseinandersetzung mit der Studie ̦Gott und die Würde des Menschen̕  im Horizont theologisch-biblischer Anthropologie“.

  • Patrick Vitt

Seine Arbeit zum Thema „Muss ich sonntags in den Gottesdienst?“ Eine kritisch-theologische Auseinandersetzung mit der Sonntagspflicht aus der Perspektive des Kirchenrechts“ wurde von Prof. Dr. Rüdiger Althaus, Lehrstuhlinhaber für Kirchenrecht, betreut.

Das Lizentiat Katholische Theologie erwarb:

  • Pater Joseph Kalladayil Varkey OCD

Prof. Dr. Stefan Kopp, Lehrstuhlinhaber für Liturgiewissenschaft, betreute seine Arbeit zum Thema „Reform der Messliturgie des 20. Jahrhunderts im syro-malabarischen Ritus“.

Das Doktorat Katholische Theologie erwarb:

  • Daniel Rumel

Prof. Dr. Klaus von Stosch, Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie an der Universität Paderborn, betreute seine Arbeit zum Thema „Liebe und Leerheit – Eine komparative Verhältnisbestimmung des Liebesbegriffs bei Hans Urs von Balthasar und des Leerheitsbegriffs bei Daisetsu Teitaro Suzuki“.

  • Saskia Breuer

Ihre Arbeit „Das Erzählungsprinzip der Wunderzählungen im Markusevangelium. Eine soteriologische Lektüre“ wurde von Prof. Dr. Angelika Strotmann, Lehrstuhlinhaberin für Biblische Theologie am Institut für Katholische Theologie an der Universität Paderborn, betreut.

  • Alain-Joseph Lomandja Lomema

Prof. Dr. Günther Wilhelms, Lehrstuhlinhaber für Christliche Gesellschaftslehre, betreute seine Arbeit zum Thema „Das Gemeinwohl bei David Hollenbach – Ethische Implikationen und Konkretionen“.