Schriftgröße
normal
größer
groß
Kontakt Für Mitarbeitende Jobs
Kontakt
Gestaltungselement Navigation
6
Januar
2020

„Schwein gehabt“ für eine gute Gesellschaft

Auf eine Kaffeelänge mit Gemeindereferentin Monika Bianca Konegen

In der Serie „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns auf einen Kaffee mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Wir sprechen mit ihr über Themen, die den Alltag des jeweiligen Gesprächspartners bewegen. Dabei können die Personen in ganz unterschiedlichen Beziehungen zum Erzbistum stehen oder lediglich ihren Wohnsitz im Bereich des Erzbistums haben. Die einzige Vorgabe der Serie ist: die Unterhaltung endet, sobald der Kaffeebecher ausgetrunken ist. Dieses Mal haben wir uns mit Monika Bianca Konegen, Gemeindereferentin im PR Brakel, getroffen, die den christlich-muslimischen Dialog sucht und zum Team gehört, das die Veranstaltung „Schwein gehabt“ vorbereitet.

Mit dem Titel der Veranstaltung „Schwein gehabt“ sei die Aufmerksamkeit und zugleich Neugier schon recht groß gewesen. Doch, so betont Monika Bianca Konegen, ginge es nicht um Werbung für oder gegen das Schwein, sondern um eine Erschließung der Bedeutung des Tieres bei Essgewohnheiten, in verschiedenen Kulturen und nicht zuletzt auch im Sprachgebrauch. „Wir laden am Mittwoch zu einem Austausch ein, bei dem auch Lachen erlaubt ist, aber im christlich-muslimischen Dialog vor allem die Fragestellung im Mittelpunkt steht, warum das Schwein in Deutschland so eine Bedeutung hat“, so Konegen, die seit 2011 Gemeindereferentin im Pastoraler Raum ist.

Monika Konegen vor der Gesamtschule Brakel.
Gemeindereferentin Monika Bianca Konegen vor der Gesamtschule in Brakel, in der sie in der Seelsorge tätig ist. (Foto: Ronald Pfaff)
Gemeindereferentin Monika Bianca Konegen vor der Gesamtschule in Brakel, in der sie in der Seelsorge tätig ist. (Foto: Ronald Pfaff)

Respekt zeigen und Verständnis entwickeln

Seit 2016 bemüht sich Monika Bianca Konegen um den Dialog der Religionen und hat die Initiative christlich-muslimischer Dialog in Brakel ins Leben gerufen. Die Veranstaltungsreihe hat das Ziel, zum Austausch über Bräuche und Brauchtümer anzuregen, die gegenseitig nur schwer verstanden werden. Dadurch sollen die Bedeutungen mit alltagspraktischen Beispielen erschlossen werden. Das Schwein spiele zum Beispiel in Deutschland eine große Rolle: Vom Essensteller bis zur Redewendung. „Spreche ich mit englischen Freunden, spielt das Schwein als Gericht kaum eine Rolle. Bei Muslimen ist das Schwein als Essen tabu“, so Konegen.

Gutes Feedback

Woher kommt die Redewendung „Schwein gehabt“ als Synonym für „Glück gehabt“? Eine Erklärung könnte sein, dass Familien, die im Mittelalter ein Schwein im Stall hatten, gut über den Winter kamen. „Gäste, die am Mittwoch zu uns kommen, werden viele Facetten kennenlernen. Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger erreichen“, richtet sich die Einladung auch gerade an die muslimischen Mitbürger. Über die bestehenden guten Kontakte habe man schon ein gutes Feedback bekommen, freut sich Monika Bianca Konegen.

„Wir müssen in Kontakt kommen, weil die Gesellschaft immer mehr polarisiert. Ich bin der Meinung, dass wir mit den verschiedenen Kulturen ins Gespräch kommen müssen, um gemeinsam eine Gesellschaft zu gestalten. Dazu ist es wichtig, sich gut zu kennen, um den anderen besser zu verstehen. Und da, wo es Unterschiede gibt, muss man sich mit Respekt begegnen“, so Konegen. Dabei dürfe es nicht um darum gehen, jemanden zu vereinnahmen, sondern gegenseitiges Verständnis zu entwickeln.

Termin
Für den kommenden Mittwoch, 8. Januar 2020, lädt die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung (kefb) im Erzbistum Paderborn um 19:30 Uhr zur Veranstaltung „Schwein gehabt“ in das Alte Gasthaus Tegetmeier (Hanekamp 14, 33034 Brakel) ein. Es wirken mit: Bürgermeister Hermann Temme, Kabarettist Udo Reineke, Stefan Berens (Landwirtschaftskammer), Msgr. Konrad Schmidt (ehemaliger Leiter Landvolkshochschule Hardehausen), Christian Haase (MdB), Astrid Fichtner-Wienhues (kefb), Regina Lunemann (Gesamtschule Brakel), Vikar Christoph zu Bentheim.

Mehr aus der Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit ...”

Gestaltungselement Footer
Logo Youpax

Erzbistum Paderborn
Domplatz 3
33098 Paderborn

Tel. +49 (0)5251 125-0 (Zentrale Erzbischöfliches Generalvikariat)
Fax +49 (0)5251 125-1470
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de