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19
Oktober
2020
19.Oktober.2020

Schnittstelle zwischen Kirche, Staat und Gesellschaft

Auf eine Kaffeelänge mit Melanie Fecke vom Bund der katholischen Jugend

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Vorgabe des Meetings: Die Unterhaltung endet, sobald der Kaffeebecher geleert ist. Diesmal haben wir Melanie Fecke zum Gespräch gebeten. Die 39-jährige Paderbornerin ist in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit tätig.

„Die Beschäftigung schließt unter anderem Maßnahmen ein, die zur Bekämpfung internationaler Armut beitragen“, sagt Melanie Fecke und führt zuvorderst das traditionelle Dreikönigssingen ins Feld. Die alljährlich am 6. Januar (Heilige Drei Könige) von Haus zu Haus ziehenden Sternsinger bilden im Erzbistum Paderborn eine 20.000 Mitglieder umfassende Solidargemeinschaft, in der „Kinder für Kinder“ eintreten. Neben den Tätigkeiten Singen und Segnen steht das Sammeln im Mittelpunkt. Die Geldspenden der Bürgerinnen und Bürger kommen bedürftigen Kindern zugute. Im kommenden Jahr sind die Bemühungen speziell auf ukrainische Kinder und ihre Lebenssituation ausgerichtet.

Melanie Fecke
Melanie Fecke hofft auf mehr Frauenrechte in der katholischen Kirche. Fotos: Dietmar Gröbing
Melanie Fecke hofft auf mehr Frauenrechte in der katholischen Kirche. Fotos: Dietmar Gröbing

Was Jugendlichen wichtig erscheint

Auch die Themenfelder „Kritischer Konsums“ und „Fairer Handel“ gehören zum Arbeitsfeld Melanie Feckes. Letzterer Bereich wurde vor fünf Jahrzehnten aus der Taufe gehoben, hat sich inhaltlich aber inzwischen deutlich verändert, da die Segmente „Klima- und Umweltschutz hinzugekommen sind“, wie Fecke bestätigt. Zudem weiß Fecke, dass die Problematik für die Jugendlichen aktuell auf der politischen Agenda „ganz oben steht“.

Da trifft es sich gut, dass die in Neuenheerse aufgewachsene 39-Jährige ihre Tätigkeit unter dem Dach des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Diözesanverband Paderborn verrichtet. Rund 60.000 Kinder und Jugendliche sind hier zusammen geschlossen und engagieren sich flächendeckend in unterschiedlichen Segmenten der gemeinnützigen Arbeit. So bringen sich die Heranwachsenden in den verschiedenen Jugendverbänden etwa in der Arbeit mit Geflüchteten, internationalen Beziehungen und Projekten für eine faire und nachhaltige Welt ein. Der BDKJ übernimmt laut Fecke „die Interessenvertretung der Jugendlichen und versteht sich als Schnittstelle zwischen Kirche, Staat und Gesellschaft“. Das ausgegebene Motto lautet „katholisch, politisch, aktiv“.

Warum die katholische Kirche Heimat ist

Ein Credo, das sich auf Melanie Fecke übertragen lässt. Die Arbeit für kirchliche Organisationen waren ihr stets ein treuer Begleiter, weshalb sie die Nähe der Kirche nicht missen möchte: „Egal, wo ich auf der Welt bin: die katholische Kirche ist so etwas wie Heimat für mich.“ Und das sei „ein gutes Gefühl“, bestehe die Kirche doch „nicht nur aus Strukturen“, sondern vielmehr „aus tollen Menschen“.

Das ändere jedoch nichts an der Tatsache, dass die katholische Kirche aus Feckes Sicht „männerdominiert“ sei und daher gut daran täte „offener zu werden und Frauen mehr zuzugestehen“. Darüber hinaus findet Melanie Fecke es wichtig, dass sich Kirche „an den Menschen und ihrer Lebenswirklichkeit orientiert“. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Haltung ist Fecke bei der Fraueninitiative Maria 2.0 aktiv. Ein Engagement, mit dem sie sich nach eigenen Worten „total identifizieren kann“.

Ein Beitrag von:

Dietmar Gröbing
Freier Mitarbeiter
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