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Pressemeldung
10
Mai
2021
Paderborn

Priesterweihe: Zu den Menschen gesandt

Vier Seminaristen werden am 22. Mai 2021 zum Priester geweiht: Was ist ihnen als zukünftige Priester wichtig?

Aktuell bereiten sich vier Seminaristen des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn auf den Empfang des Sakraments der Priesterweihe vor: die Diakone Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen, Rolf Marcel Fischer aus Hagen, Stephan Kersting aus Westenholz und Florian Reddeker aus Hövelhof. Erzbischof Hans-Josef Becker wird den vier Priesterweihekandidaten am Samstag, 22. Mai 2021, im Hohen Dom zu Paderborn das Sakrament spenden. Die vier Diakone geben Einblick in ihre persönliche Berufung: Was ist ihnen als zukünftige Priester wichtig?

Die vier Diakone Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen, Florian Reddeker aus Hövelhof, Stephan Kersting aus Westenholz und Rolf Marcel Fischer aus Hagen (v.l.n.r.) bereiten sich auf ihre Priesterweihe vor. Erzbischof Hans-Josef Becker spendet ihnen das Weihesakrament am 22. Mai 2021 im Paderborner Dom. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Stephan Kersting: Wir können und dürfen Gott vertrauen

Stephan Kersting aus der Pfarrei St. Joseph in Westenholz war während seiner Kindheit und Jugend in der Kirchengemeinde vielfältig engagiert: Messdiener, Mitglied des Pfarrgemeinderates, Firmkatechet, Organist. Er wurde 1987 geboren, sein Abitur machte Kersting 2007 am Gymnasium Nepomucenum in Rietberg. Auf die Frage, was es für ihn bedeutet, als Christ berufen zu sein, sagt Kersting: „Christ sein bedeutet für mich, eine tiefe Freundschaft mit Jesus zu leben und den Blick für meine Mitmenschen zu haben.“ Priesterweihekandidat Kersting glaubt fest daran, dass Jesus ihm und allen, die ihm vertrauen, ein Leben in Fülle schenken kann. „Als Christen sind wir alle berufen, genau diese Botschaft mutig in die Welt zu tragen: Gott hat für jeden von uns einen Plan und damit möchte er uns glücklich machen. Wir können und dürfen ihm vertrauen.“

Für Christen sei es wichtig, immer mehr die Nähe Gottes zu suchen, sagt Diakon Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Für Christen sei es wichtig, immer mehr die Nähe Gottes zu suchen, sagt Diakon Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Jonathan Berschauer: wachsen und heiler werden

Jonathan Berschauer aus der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Wilnsdorf-Rödgen ist überzeugt, dass es für Christen wichtig ist, „immer mehr die Nähe Gottes zu suchen, andere Menschen in ihrer Beziehung zu Gott zu unterstützen und die Welt auf Gott hinzuordnen“. Er möchte Priester werden, um anderen dienlich zu sein, „damit sie als Menschen und Christen wachsen und in umfassenden Sinn heiler werden“. Berschauer wurde 1988 in Tübingen geboren, am Gymnasium Wilnsdorf machte er sein Abitur, danach leistete er im Alten- und Pflegeheim Marienheim in Siegen Zivildienst. Von 2009 bis 2015 studierte Berschauer Katholische Theologie an der Theologischen Fakultät Paderborn und der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau, das er als Diplom-Theologe abschloss. Anschließend absolvierte er mit dem Masterstudiengang „Management und Führungskompetenz“ an der Katholischen Hochschule Freiburg ein Zweitstudium, das er als „Master of Arts“ beendete. Während des Zweitstudiums war er im Bischöflichen Ordinariat der Diözese Rottenburg-Stuttgart in der Stabsstelle Entwicklung tätig.

„Mir ist die Evangelisierung und damit zusammenhängend die Verantwortung und Pflicht aller Getauften im Hinblick auf die Evangelisierung wichtig“, antwortet Priesterweihekandidat Berschauer auf die Frage, was ihm in seinem zukünftigen priesterlichen Dienst wichtig ist. Bereits seit seinem Wiedereintritt ins Erzbischöfliche Priesterseminar Paderborn Anfang 2019 ist Berschauer im Pastoralen Raum Pastoralverbund Corvey, in der Pfarrei St. Nikolai Höxter tätig. Hier wirkte er auch nach seiner Weihe zum Diakon. Als ungewöhnliches Hobby nennt Berschauer: „Ich setze mich für das Thema ‚Digitale Nachhaltigkeit‘, also die Nachhaltigkeit und gerechte, freiheitsfördernde Verteilung von digitalen Gütern ein und beschäftige mich demnach viel mit Digitalem.“

Weihekandidat Florian Reddecker aus Hövelhof ist es als Seelsorger wichtig, Menschen von Jesus von Nazareth zu erzählen und sie auf ihrem persönlichen Glaubensweg in allen Hoffnungen, Fragen und auch den Enttäuschungen zu begleiten. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Weihekandidat Florian Reddecker aus Hövelhof ist es als Seelsorger wichtig, Menschen von Jesus von Nazareth zu erzählen und sie auf ihrem persönlichen Glaubensweg in allen Hoffnungen, Fragen und auch den Enttäuschungen zu begleiten. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Florian Reddeker: den Glaubensweg begleiten

„Als Christ zu leben bedeutet für mich ein hoffnungsvolles Gehen in die Zukunft“, erklärt Florian Reddeker aus der Pfarrei St. Johannes Nepomuk in Hövelhof. Er wurde 1992 geboren und absolvierte nach seinem Abitur am Gymnasium Schloß Neuhaus von 2011 bis 2012 einen Bundesfreiwilligendienst in der Katholischen Hochschulgemeinde in Paderborn. In der Kirche hat sich Reddeker als Messdiener und in der Firmvorbereitung engagiert.

Nach dem Bundesfreiwilligendienst studierte Reddeker zunächst zwei Semester an der Universität Bielefeld Rechtswissenschaft, von 2013 bis 2018 studierte er dann an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Theologie. Im Januar 2019 trat er ins Erzbischöfliche Priesterseminar Paderborn ein. „Sakramente sind Zeichen der Nähe Gottes zu uns Menschen. Als Priester möchte ich den Menschen vor allem diese Nähe ermöglichen und die Sakramente spenden“, erläutert der Weihekandidat seinen Wunsch, Priester zu werden. Reddeker ergänzt: „Ich möchte mich mit Menschen auf die Suche begeben und immer wieder Gott im Leben entdecken.“

Ihm sei es als Seelsorger wichtig, Menschen von Jesus von Nazareth zu erzählen und sie auf ihrem persönlichen Glaubensweg in allen Hoffnungen, Fragen und auch den Enttäuschungen zu begleiten, sagt Weihekandidat Reddeker im Hinblick auf seinen zukünftigen priesterlichen Dienst. Er ist überzeugt: „Gott geht den Weg von Menschen mit und will ihnen nahe sein – in Freude und im Leiden, ja sogar im Tod und darüber hinaus.“ Sein Schul- und Gemeindepraktikum absolvierte Reddeker im Pastoralen Raum Am Phoenixsee in Dortmund, wo er auch nach seiner Diakonenweihe als Diakon tätig war.

Priesterweihe – Live-Stream

Der Gottesdienst mit der Spendung der Priesterweihe wird am Samstag, 22. Mai 2021, dem Vigiltag von Pfingsten, im Hohen Dom zu Paderborn gefeiert. Der Gottesdienst mit Erzbischof Hans-Josef Becker beginnt um 10 Uhr. Aufgrund der Corona-Pandemie können nur geladene Gäste den Gottesdienst unmittelbar mitfeiern. Die Weihe-Liturgie wird allerdings via Live-Stream übertragen, so dass dennoch alle dabei sein können. Informationen zum geplanten Live-Stream sind ab dem Vortag der Weihe unter www.priesterseminar-paderborn.de zu finden.

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle