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Pressemeldung
15
November
2020
Paderborn

Paderborner Erzbischof gibt sonntägliche Wort-Gottes-Feiern mit Kommunionausteilung frei

Diözesantag beschäftigt sich mit der zukünftigen Kirchenentwicklung im Erzbistum Paderborn

Erzbischof Hans-Josef Becker gibt für die nächsten drei Jahre flächendeckend im Erzbistum Paderborn sonntägliche Wort-Gottes-Feiern mit Kommunionausteilung frei. „Wenn das örtliche Pastoralteam und die beauftragten Leiterinnen und Leiter der Wort-Gottes-Feiern der Überzeugung sind, die Heilige Kommunion auszuteilen, können sie das tun“, sagte Erzbischof Becker am Samstag beim ersten digital übertragenen Diözesantag aus Paderborn.

_1: Erzbischof Hans-Josef Becker beim Diözesantag 2020. Foto: Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn
_1: Erzbischof Hans-Josef Becker beim Diözesantag 2020. Foto: Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn

„Künftig stelle ich die Art und Weise frei und bitte lediglich um entsprechende Information“, falls diese Feierform Anwendung finden soll, wenn wegen der geringer werdenden Zahl der Priester vor Ort keine Heilige Messe gefeiert werden kann. Erzbischof Becker begründet seine Entscheidung vor allem mit den positiven Erfahrungen, die in den letzten Jahren beim Modellprojekt im Pastoralen Raum Warburg gemacht wurden. „Ich finde nach wie vor den in Warburg gewählten Weg sehr würdig und angemessen.“

Feiernde Gemeinde vor Ort stärken

Eine Verpflichtung zur Einführung von Wort-Gottes-Feiern mit Kommunionausteilung gibt es hingegen nicht. „Mir ist wichtig, dass die feiernde Gemeinde vor Ort gestärkt wird. Aber mir ist auch wichtig, dass die Wertschätzung der Heiligen Messe selbst nicht darunter leidet“, erklärte Erzbischof Becker.

„Ich habe wahrgenommen, das es insgesamt ein Interesse daran gibt, sonntags die Heilige Kommunion zu empfangen, vor allem in den Pastoralen Räumen, in denen es eine größere Zahl von Kirchen und Gemeinden gibt, die nur ein oder zweimal im Monat Eucharistie feiern können“, führte Erzbischof Becker weiter aus. Die Voraussetzungen in den Pastoralen Räumen seien jedoch sehr unterschiedlich. Nicht überall sei die Form praktikabel, die in Warburg gewählt wurde. „Es ist gut, wenn die Verantwortlichen in den Gemeinden vor Ort selber einen würdigen und praktikablen Umgang finden können.“

Auftakt für neuen Wegabschnitt

Beim ersten digitalen Diözesantag hatten sich wegen der Corona-Einschränkungen mehrere hundert engagierte und interessierte Gläubige aus dem ganzen Erzbistum Paderborn virtuell versammelt, um sich per Livestream und digitalen Plattformen über Wege der Kirche in die Zukunft auszutauschen. Gemeinsam diskutierten sie über kirchliche Handlungsfelder und nahmen mit der Perspektive „Erzbistum Paderborn 2030+“ zentrale Schlüsselthemen in den Blick, mit denen die Zukunft der Kirche in der katholischen Erzdiözese gestaltet werden soll. Erzbischof Hans-Josef Becker bezeichnete den Diözesantag als „Auftakt für einen neuen Abschnitt unserer Bistumsentwicklung“, bei dem strategische Themen beleuchtet würden, „die in den kommenden Jahren unser Bemühen auf Bistumsebene und vor Ort bündeln sollen“.

Auf seinen Internetseiten wird das Erzbistum Paderborn auch weiterhin regelmäßig über den diözesanen Entwicklungsprozess informieren.