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15
März
2021
15.März.2021

„Neues ausprobieren und Vorhandenes verbessern“

Auf eine Kaffeelänge mit Dekanatsjugendseelsorger Markus Brinkmann

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns wöchentlich mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Bedingung der Zusammenkunft: Das Meeting endet, sobald der Kaffeebecher geleert ist. Diesmal haben wir uns mit Markus Brinkmann getroffen. Er ist seit dem 1. März mit halber Stelle Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Unna.

Sein Platz am Schreibtisch im Dekanatsbüro in Kamen ist noch neu. Markus Brinkmann ist neuer und zugleich auch bisheriger Dekanatsjugendseelsorger. Wie geht das? Die Stelle wurde von einer viertel auf eine halbe Stelle erweitert und Markus Brinkmann wechselte dafür von der Pfarrei Heilig Geist in Bergkamen, wo er acht Jahre als Gemeindereferent tätig war, zu seinem neuen Arbeitsplatz in Kamen. Zugleich nahm er noch eine Arbeit in einem ganz anderen Bereich auf.

In der Softwareentwicklung

„Ich bin jetzt auch mit einer halben Stelle bei einem Softwareunternehmen beschäftigt“, erklärt er. Durch einen Nebenjob hatte der 37jährige Familienvater schon seit dem Abitur und dem Studium Kontakt zu dem Softwarebetrieb in dem er nun in der Produkttestung arbeitet. „Ich bin dankbar, dass ich mich noch einmal beruflich verändern konnte“, sagt er. Die Veränderung bringt ihm einerseits doppelt so viel Zeit für die Jugendseelsorge und die Möglichkeit, noch in einem ganz anderen Bereich zu arbeiten. „Bei der Softwareentwicklung und Testung kommt es darauf an, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und zu erfahren, ob das Produkt für die Kunden hilfreich ist“, erläutert er. Da gebe es durchaus Parallelen zu seiner Tätigkeit als Jugendseelsorger im Dekanat. Neues ausprobieren, schauen, was gut läuft und Vorhandenes verbessern möchte er auch hier. Gemeinsam mit den beiden Referentinnen für Jugend und Familie, Ute Balkenohl und Katharina Schmidt, will er die Jugendarbeit und die spirituellen Angebote für Jugendliche weiterentwickeln.

Markus Brinkmann ist seit dem 1. März mit halber Stelle Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Unna. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

Markus Brinkmann ist seit dem 1. März mit halber Stelle Dekanatsjugendseelsorger im Dekanat Unna. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

„Go(o)d Time – Eine gute Zeit mit Gott“

In der aktuellen Situation erweist es sich als vorteilhaft, dass das Digitale ihm schon lange vertraut ist: „Videokonferenzen sind für mich nichts Neues.“ Persönliche Kontakte seien zwar nicht zu ersetzen aber Markus Brinkmann sieht auch Chancen darin, wenn aktuell vieles ins Internet verlagert ist. Das vergrößere den Kreis der Teilnehmenden. „Sonst war es eher unwahrscheinlich, dass jemand aus Schwerte zum Gottesdienst nach Bergkamen kam“, erläutert er. Über das Internet seien auch Menschen aus dem weiteren Umfeld dabei.

Go(o)d Time – Eine gute Zeit mit Gott“ heißen die Gottesdienste, die nicht nur von jungen Menschen besucht beziehungsweise aktuell im Stream verfolgt werden. Mit einem besonders gestalteten Wohnzimmer-Gottesdienst auf dem YouTube-Kanal der Pfarrei Heilig Geist wurde in diesem Jahr die Fastenzeit begonnen. Jugendliche stellten dabei vor, worauf sie in der Fastenzeit verzichten möchten. Über ihre „Fastenchallenge“ erzählen sie bis Ostern auf Instagram und Facebook.

In solchen Angeboten sieht Markus Brinkmann einen Schwerpunkt seiner Arbeit als Dekanatsjugendseelsorger. So auch bei der kommenden Firmvorbereitung. Zusammen mit Ehrenamtlichen werden gerade mehrere Videos produziert. Zu Wort kommen Gesprächspartner zu den Themen Social Media, Geschlechtergerechtigkeit, sexuelle Identität oder „Fridays for Future“. „Es werden keine Erklärvideos mit Lehrmeinungen sein, sondern Gesprächsanregungen“, kündigt Markus Brinkmann an. Mit dabei ist beispielsweise Mara Klein, jung, divers, katholisch und Teilnehmende des Synodalen Weges. Künftig möchte Markus Brinkmann noch mehr ausprobieren und eventuell auch das Format der Go(o)d Time-Gottesdienste zu einem regelmäßigen Angebot erweitern.

Ein Beitrag von:

Michael Bodin
Redakteur