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20
Januar
2020
20.Januar.2020

Mit frommen Sprüchen ist es nicht getan

Auf eine Kaffeelänge mit Stefan Kaiser

In der Serie „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns auf einen Kaffee mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Die einzige Vorgabe der Serie ist: die Unterhaltung endet, sobald der Kaffeebecher ausgetrunken ist. Dieses Mal haben wir uns mit Stefan Kaiser, Gemeindereferent im neuen Team des Katholischen Forums in Dortmund, getroffen.

Erst kommt die Arbeit, dann die Feier. Und so verbringt Stefan Kaiser auch seinen 31. Geburtstag im Büro des Katholischen Forums, wo wir ihn auf eine Kaffeelänge treffen. Das neue Quartalsprogramm muss noch in Form gebracht werden und später wird er sich mit einem Musiker treffen, der an einem neuen Angebot des Katholischen Forums mitwirken könnte: Musikexerzitien in der Fußgängerzone, in Cafés und Bars zu Texten der französischen Schriftstellerin und katholischen Mystikerin Madeleine Delbrêl.

Häufiger mobil und draußen sollen die Angebote des Katholischen Forums stattfinden. Daher verlässt Stefan Kaiser immer wieder gerne seinen Schreibtisch am Propsteihof, um mit den Menschen in der Stadt in Kontakt zu kommen, etwa auf der mobilen Kirchenbank in der Fußgängerzone. Immer, wenn es das Wetter zuließ, war das Team des Katholischen Forums im Spätsommer und Herbst wechselnd mit Pastor Stefan Tausch, Stefan Kaiser und Karin Stump auf der mobilen Kirchenbank in der Innenstadt von Dortmund präsent. „Es gab viele Interessante Begegnungen mit Gläubigen und Kirchenkritischen, mit Menschen, die auf der Suche sind, die zweifeln oder die sich einfach freuen, dass wir Zeit für sie haben“, berichtet Stefan Kaiser. Da müsse man Rede und Antwort stehen und werde so auch sprachfähiger in Bezug auf den eigenen Glauben. „Mit frommen Sprüchen ist es nicht getan, eher begebe ich mich mit den Fragenden gemeinsam auf die Suche“, erklärt er. Überrascht hat ihn, dass einige auch den Wunsch hatten, dass er in ihren Anliegen für sie bete. „Diese Gebetsanliegen nehme ich dann mit in die Propsteikirche und zünde jeweils eine Kerze dafür an“, sagt Stefan Kaiser.

Stefan Kaiser auf der mobilen Kirchenbank
Stefan Kaiser auf der mobilen Kirchenbank des Katholischen Forums. Foto: pdp/Michael Bodin
Stefan Kaiser auf der mobilen Kirchenbank des Katholischen Forums. Foto: pdp/Michael Bodin

Ab Ende Februar will das Katholische Forum noch mobiler werden und tauscht die Kirchenbank in der Fußgängerzone gegen zwei Rikschas. Die Gefährte mit Elektrounterstützung werden demnächst zur Verfügung stehen. „Wir haben dann nicht nur Zeit für die Menschen, sondern wir schenken ihnen Zeit und begleiten sie auf ihrem Weg zu einem Ziel in Dortmund“, erläutert Stefan Kaiser. Kirche sei so im Wortsinn „Wegbegleiter“. Stefan Kaiser hofft, so auch Menschen zu erreichen, die sich sonst nicht die Zeit nehmen und auf die mobile Kirchenbank setzen. Man könne dann Menschen zum Westfalenpark, zu einem Termin oder mit Einkaufstaschen nach Hause fahren und dabei mit ihnen ins Gespräch kommen.

„Wie kann ich jene erreichen, die nicht in gemeindlichen Strukturen zu finden sind?“ Diese Frage treibt Stefan Kaiser um, und es ist zugleich die grundsätzliche Frage des Katholischen Forums seit der Gründung 1984. Eine enge Zusammenarbeit mit den Pastoralen Räumen und der Katholischen Stadtkirche Dortmund ist ihm dabei wichtig: „Es gibt ja auch viele gute Angebote in den Pastoralen Räumen, auf die ich in den Gesprächen hinweise.“ Dazu zählten etwa die Benedicat-Gottesdienste, eine Reihe besonderer Gottesdienste im Pastoralen Raum Dortmund-Nordost oder der Gottesdienst für Liebende mit anschließendem Diner-for-two im Pastoralen Raum Dortmunder-Westen.

Vom Schreibtisch blickt Stefan Kaiser aktuell auf ein großes Whiteboard an dem viele gelbe Zettel kleben. Es sind die Ergebnisse eines Gedankenaustausches zu den Fragen „Wo stehen wir und was ist unsere pastorale Mission?“. Für ihn sei es wichtig, nicht etwas anzubieten, was es schon gebe, sondern eine Lücke zu füllen, wo noch nichts angeboten werde. „Dabei auch Zeit zu haben für Angebote, wie die mobile Kirchenbank, ist ein großes Glück“, freut er sich.

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