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10
August
2020
10.August.2020

Mit einer lebensrelevanten Botschaft auf dem Weg

Auf eine Kaffeelänge mit der Soester Gemeindereferentin Martina Neuhaus

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns regelmäßig mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Vorgabe: Das Gespräch endet, sobald der Kaffeebecher geleert ist. Dieses Mal haben wir uns mit Martina Neuhaus getroffen. Die Gemeindereferentin ist im pastoralen Raum Soest aktiv und betreut die hiesige Projektstelle „Neue Wege in der Pastoral“.

„Die Idee hinter dem auf mehrere Jahre angelegten Projekt ist, dass man gemeinsam mit den hier ansässigen Menschen neue Gedanken, Wege und Ideen hinsichtlich der Zukunft des pastoralen Raums Soest entwickelt“, umschreibt Martina Neuhaus die Intention des im Februar 2018 gestarteten Vorhabens. Zudem ginge es darum, zu erörtern, „was die Menschen bewegt, welche Fragen sie haben, und welche Antworten die Kirche darauf geben kann“, so Neuhaus weiter. Dies führe zwangsläufig dazu, dass das „Leben der Menschen mit dem Glauben in Berührung kommt“.

Martina Neuhaus
Martina Neuhaus möchte Menschen und Glauben zueinander führen. Foto: Dietmar Gröbing
Martina Neuhaus möchte Menschen und Glauben zueinander führen. Foto: Dietmar Gröbing

Welche Projekte realisiert wurden

Durchgeführt wird das Unterfangen von einem pastoralen Team in Zusammenarbeit mit verschiedenen Gremien wie den Pfarrgemeinderäten, der Caritas, Kfd‘s und anderen ehrenamtlich engagierten Personen. Gemeinsam widmet man sich drängenden Gegenwartsfragen, unter anderem der Ökumene, die laut Martina Neuhaus „in Soest ein großes Thema ist“.

Daher hat Neuhaus im letzten Advent gemeinsam mit einer evangelischen Pastorin ein Projekt namens „Lichtzeit“ entwickelt. An der stark frequentierten Krippe im Patrokli-Dom kam man mit den Besuchern aus Nah und Fern ins Gespräch und animierte sie zugleich zur aktiven Teilnahme an einem Lichterkreis. Martina Neuhaus nennt das „Präsenz zeigen“ und bezeichnet sich selbst als „Freie Spielerin“. Soll heißen: Die Projektstelle eröffnet ihr die Freiheit, zwischen Themen, Menschen, Institutionen und Glaubensbotschaften zu changieren.

Poesie am offenen Fenster

Ein anderes Projekt nahm die stark von der Corona-Krise in Mitleidenschaft gezogenen Seniorenheime und ihre Bewohnerinnen und Bewohner ins Visier. Gemeindereferentin Martina Neuhaus kam die Idee, „Poesie am offenen Fenster“ ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit einem Team entstand ein Angebot, das Texte, Geschichten und Musik umschließt. Aufgeführt wurden die Sequenzen unter den Balkonen und Fenstern der Adressaten.

Eine durchschlagende Idee, denn beinahe alle Altenheime im Pastoralen Raum Soest sowie das Hospiz beteiligten sich. „Wir sind auf offene Ohren gestoßen“, waren doch die vorgestellten Texte und Lieder perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten. Kein Wunder, dass „Herr Ribeck zu Ribeck im Havelland“ und die „Vogelhochzeit“ mitgesprochen beziehungsweise mitgesungen wurden. Folglich kamen nicht nur die Heimbewohner auf ihre Kosten, sondern auch Martina Neuhaus und ihr Team, das reichlich Wertschätzung und Dankbarkeit seitens der Seniorenschaft erfuhr: „Wir sind beschenkt worden.“

Die Frage der Systemrelevanz

Genau das macht laut der gebürtigen Arnsbergerin die Hoffnungsbotschaft der christlichen Kirche aus. Jene Botschaft eröffne den Menschen „Wege und Perspektiven“. Insbesondere dort, wo Brüche und Fragen entstehen. Hier gelte es, „da zu sein, zuzuhören und Hoffnung zu vermitteln“. Ist die 56-Jährige deshalb ebenso wie ihre Mitstreiter eine systemrelevante Person? „Nein“, sagt Martina Neuhaus, „ich bin als Christin jedoch mit einer lebensrelevanten Botschaft auf dem Weg.“

Ein Beitrag von:

Dietmar Gröbing
Freier Journalist
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