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Pressemeldung
12
Februar
2021

Leitungsdienst in einer sich wandelnden Kirche

Internationale Tagung zum Synodalen Weg
Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Entwicklung und Kommunikation im Erzbischöflichen Generalvikariat, zählte zu den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Erzbistum Paderborn. Screenshot: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Entwicklung und Kommunikation im Erzbischöflichen Generalvikariat, zählte zu den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Erzbistum Paderborn. Screenshot: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Entwicklung und Kommunikation im Erzbischöflichen Generalvikariat, zählte zu den vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem Erzbistum Paderborn. Screenshot: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

Kategorialseelsorge

„Jesus war kein Priester, sondern ein Laie“, gab Prälat Prof. DDr. Tomáš Halík aus Prag zu bedenken. Und Jesus habe auch keine Hierarchie eingeführt. Auch Tomáš Halík konzentrierte sich in seinem Vortrag auf die Bedeutung des Dienstes, insbesondere für Menschen in Grenzsituationen. Die sogenannte Kategorialseelsorge, wozu etwa die Seelsorge in Krankenhäusern, Hospizen oder Gefängnissen gehört, werde künftig bedeutsamer. „Die Kirche ist nicht nur für ihre Gläubigen, sondern für alle Menschen da“, erklärte Tomáš Halík.

Das Publikum, das sich über Chat und in Workshops beteiligte, zeigte sich überrascht über einen Befund, den Prof. Dr. Klaus Baumann aus Freiburg vorstellte. Es gebe, erklärte der Caritaswissenschaftler, bei Seelsorgern keine nachweisbare Verbundenheit zwischen persönlicher Spiritualität und sozialem, diakonischen Handeln. Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Entwicklung und Kommunikation im Erzbistum Paderborn, bezeichnete in diesem Zusammenhang die „Rückkehr in die Diakonie als eine Kraftquelle spiritueller Erneuerung“.

Vielfältige Formen des Glaubens

In einer abschließenden von Domvikar Dr. Rainer Hohmann (Paderborn) moderierten Runde ging es am Freitag um Bilder einer zukünftigen Kirche. Dr. Christian Hennecke, Leiter der Hauptabteilung Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Hildesheim, wählte dazu das Bild eines Waldes. „Die Zeit der Monokulturen ist zu Ende“, sagte er. Es komme darauf an, Neues wachsen zu lassen und nicht Altes zu kultivieren. Die Kirche müsse von ihrem Ursprung her neu gedacht werden. „Es ist nicht so, dass die Vergangenheit flächendeckend stirbt und dass es zugleich ein homogenes Zukunftsszenario gibt“, erläuterte er. Es habe auch schon in der Geschichte der Kirche sehr verschiedene und vielfältige Formen des Glaubens gegeben. Wichtig sei, auf die „Wirkkraft des Evangeliums“ zu vertrauen.

Ein Beitrag von:

Michael Bodin
Redakteur