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Pressemeldung
19
März
2021
Paderborn/Dortmund

Klänge verbinden sieben Orte im Erzbistum

Akustische Hoffnungszeichen mit der Kunstinstallation „Klageklang“
Das Künstlerduo Sabine Reibeholz und Marc von Reth haben an sieben Orten im Erzbistum Paderborn (hier in der Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund) die Klangkunst-Installation „Klageklang“ aufgebaut. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Das Künstlerduo Sabine Reibeholz und Marc von Reth haben an sieben Orten im Erzbistum Paderborn (hier in der Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund) die Klangkunst-Installation „Klageklang“ aufgebaut. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn
Das Künstlerduo Sabine Reibeholz und Marc von Reth haben an sieben Orten im Erzbistum Paderborn (hier in der Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund) die Klangkunst-Installation „Klageklang“ aufgebaut. Foto: Michael Bodin / Erzbistum Paderborn

„Es herrscht Hoffnung.“ Das ist eine der Botschaften der Klangkunst-Installation „Klageklang“. Diese ist derzeit an sieben Orten im Erzbistum Paderborn aufgebaut. Das Künstlerduo INS – Institut für Inszenierung mit Sabine Reibeholz und Marc von Reth verbindet mit dieser Klanginstallation die Bartholomäus-Kapelle in Paderborn, St. Agnes in Hamm, St. Petri Hüsten in Arnsberg, das Jugendhaus Hardehausen, die Kapelle des St. Elisabeth-Hospitals in Gütersloh, die Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund und die Wallfahrtskirche in Werl.

Sabine Reibeholz schlägt zur Demonstration auf die Klangplatte aus Bronze, welche die beiden Künstler soeben auf einer Stele im Seitenschiff der Grabeskirche Liebfrauen in Dortmund aufgebaut haben. Der Klang schwingt in der Luft, breitet sich unter dem fast 30 Meter hohen Gewölbe in der Kirche aus. Sonst herrscht hier die Stille der Trauer. Urnengräber sind geschmückt mit Blumen, auf manchen stehen Fotos der Verstorbenen. Es ist ein passender Ort, ebenso für das Thema „Klage“, wie für die christliche Hoffnung auf Auferstehung.

Die KlageKlang-Installation in der Kapelle des Elisabeth Hospitals in Gütersloh. Foto: Ulrike Frey
Die KlageKlang-Installation in der Kapelle des Elisabeth Hospitals in Gütersloh. Foto: Ulrike Frey

Gefühl der Hoffnung

Der Ton, den Sabine Reibeholz erzeugt und der langsam in der Kirche verklingt, ist über das Internet auch an allen anderen sechs Orten zu hören, an denen die Kunstinstallation ebenfalls aufgebaut ist. Wenn eine andere Person dort die Stele bespielt, kommt eine Art Echo zurück. „Wir hoffen, so eine Verbundenheit zu schaffen. Das zutiefst menschliche Bedürfnis der Klage verwandelt sich nicht in eine Sicherheit, aber ihm nachzugeben löst ein Gefühl der Hoffnung in uns aus.“, erklären die beiden Künstler. Sie betonen, dass die Klage nicht mit einem weit verbreiteten Jammern zu verwechseln sei.

Die Klage sei vielmehr impulsiv und könne von tiefer seelischer Anspannung befreien. Die verschiedenen sakralen Orte, die sich an der als Wanderausstellung geplanten Kunstinstallation beteiligen, bieten neben unterschiedlichen akustischen Erlebnissen auch die Chance, Kirchenräume neu zu erfahren. Und so könne aus vielen einzelnen Klageklängen durch das Projekt dann vielleicht eine Melodie der Hoffnung werden.

Für alle, die ihre Klage nicht nur in Tonform gießen möchten, gibt es die Möglichkeit, auf der Internetseite des Projekts www.klage-klang.de Worte zu finden, die ein Ventil öffnen. Der QR Code, der auf die entsprechende Seite führt, prangt groß als verbindendes Element auf dem vielschichtigen, transparenten Tuch, das den Hintergrund der Installation bildet.

Ein Beitrag von:

Michael Bodin
Redakteur