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Pressemeldung
14
Januar
2021
Paderborn

Katholische Kindertagesstätten haben Kinder, Eltern und Personal im Blick

Corona-Pandemie und Lockdown fordern Kindertagesstätten heraus und machen Begleitung notwendig

Die vom Erzbistum Paderborn getragenen Katholischen Kindertageseinrichtungen sind aktuell geöffnet und leisten ihren Dienst im „eingeschränkten Pandemiebetrieb“: Die angebotene Kinderbetreuung ist in der Zeit des Lockdowns, der für viele Familien Homeschooling, Homeoffice und Kontaktbeschränkungen bedeutet, für Kinder, Eltern und das Personal in den Kitas jedoch eine besondere Herausforderung, bestätigen übereinstimmend Lara Ostermann von der Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn und Anne Jahn als Leiterin des Katholischen Familienzentrums Arche Noah in Hünsborn. Der Appell, dass Eltern ihre Kinder wann immer möglich selber zu Hause betreuen sollen, sei grundsätzlich gut, sagen beide Frauen im Interview. Aber da die Kitas geöffnet sind und Kinderbetreuung anbieten, gebe es Ungewissheiten und wenig Handlungsspielraum.

Corona-Pandemie und Corona-Lockdown fordern Kindertagesstätten heraus, ist Lara Ostermann von der Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen im Erzbistum Paderborn gewiss. Foto: Erzbistum Paderborn
Corona-Pandemie und Corona-Lockdown fordern Kindertagesstätten heraus, ist Lara Ostermann von der Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen im Erzbistum Paderborn gewiss. Foto: Erzbistum Paderborn

Kinder müssen in den Kindertagesstätten in strikt voneinander getrennten Gruppen betreut werden, damit ein mögliches Infektionsgeschehen eingedämmt werden kann, beschreibt Anne Jahn den „eingeschränkten Pandemiebetrieb“ im von ihr geleiteten Katholischen Familienzentrum. Das erfordere einen höheren Personalbedarf, da Gruppen beispielsweise am Nachmittag nicht mehr zusammengelegt werden dürfen. Ungewiss sei jeweils, wie viele Kinder tatsächlich in die Kindertageseinrichtung kommen oder doch von ihren Eltern zu Hause betreut werden. Eltern stünden vor der Herausforderung, die Kinderbetreuung zu Hause oder in der Tageseinrichtung mit ihren Berufen in Einklang zu bringen. „Der Spagat zwischen Erwartungen und Forderungen von Arbeitgebern, möglicherweise älteren Geschwistern im Homeschooling sowie der Betreuung der Kita-Kinder ist für Eltern schwer“, macht Anne Jahn deutlich. “Auch für die Kinder selbst ist es eine schwierige Situation, weil sie die Belastungen der Pandemie mitbekommen.“

Betreuung, Bildung, Beratung

Ein gutes Miteinander zwischen Eltern und Personal der Kindertagesstätten sei wesentlich, betont die Leiterin des Familienzentrums. Für beide Gruppen seien die Pandemie und die Präsenz in den Kindertagesstätten mit der Sorge vor einer Ansteckung verbunden. „Die Kinder werden in den Kindertagesstätten betreut und gefördert“, erläutert Lara Ostermann. „Wenn die Kindertagesstätte nur als Betreuungsort für Kinder angesehen wird, damit die Eltern arbeiten können, wird das dem Ganzen nicht gerecht. Es geht um Bildung, Erziehung und Familienberatung.“ Die Mitarbeiterin der Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen im Erzbistum Paderborn bekräftigt: „Kindertageseinrichtungen und ihre Mitarbeitenden haben sich als echte Krisenmanagerinnen und -manager erwiesen und von Beginn an auf jede Situation schnell und professionell reagiert.“

Unterstützung für das Personal

Die Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen im Erzbistum Paderborn hat auch die Mitarbeitenden in den Einrichtungen im Blick: „Die Anforderungen an die pädagogischen Fachkräfte nehmen nicht nur im Kontext der Pandemie stetig zu. Um zwischen diesen Anforderungen auch Zeiten zum Durchatmen und Auftanken zu haben, bietet die Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen spirituelle Angebote für Mitarbeitende in Kindertageseinrichtungen an“, erklärt Lara Ostermann. Da in Pandemie-Zeiten Präsenztermine kaum wahrgenommen werden können, sei das Online-Angebot „Zeit für mich“ entwickelt worden. Zudem bestehe die Möglichkeit zur individuellen Begleitung. „Durch diese Angebote möchten wir den Mitarbeitenden in den Kitas Raum geben, auf sich selbst zu schauen. Sie können als Kraftquellen dienen und die Resilienz fördern“, so Lara Ostermann.

Zahlen

In den 494 Katholischen Kindertageseinrichtungen im Erzbistum Paderborn werden 30.000 Kinder von 7.500 Mitarbeitenden begleitet. Die Kindertagesstätten werden von sieben gemeinnützigen GmbHs mit Sitz in Paderborn, Bielefeld, Soest, Meschede, Olpe, Dortmund und Hagen getragen.

Das ausführliche Interview mit Lara Ostermann von der Kompetenzeinheit Kindertageseinrichtungen im Erzbistum Paderborn und mit  Anne Jahn, Leiterin des Katholischen Familienzentrums Arche Noah in Hünsborn, finden Sie hier:

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle