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16
September
2020
16.September.2020

Junge Leute braucht das Dorf

Themenspecial “Kirche & Land(wirtschaft)”: Die Katholische Landjugendbewegung

Ein kirchlicher Jugendverband, dem das Landleben wichtig ist: Wofür die Katholische Landjugendbewegung gesellschaftlich und politisch einsteht.

Viele Jugendliche und junge Erwachsene, die in Dörfern aufwachsen, stellen sich früher oder später die eine entscheidende Frage: Auf dem Land bleiben oder doch in die Stadt ziehen? Manuel Troike kennt das. Der 30-Jährige ist in Alhausen, einem kleinen Dorf bei Bad Driburg, groß geworden. Für sein Studium in populärer Musik und Medien ging es aber gar nicht anders, als in eine größere Stadt wie Paderborn zu ziehen. Nun erzählt er, dass er nach dem Ende des Studiums zurück in die Heimat ziehen wird. Und, dass vielen jungen Menschen auf dem Land anders geht: Ihnen fehlt dort eine berufliche Perspektive.

Dass er nicht der Einzige ist, der vor der Wahl zwischen Stadt- und Landleben steht, weiß Manuel Troike nur zu gut. Seit sieben Jahren ist er Vorsitzender des Diözesanverbandes bei der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB), in der er kurz nach seiner Erstkommunion Mitglied geworden ist: „Wir sind ein Zusammenschluss von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die vor allem in ländlichen und dörflichen Strukturen leben und in Ortsgruppen zusammenkommen, um Jugendarbeit zu machen“, beschreibt Troike den katholischen Jugendverband. Im Erzbistum Paderborn seien das etwa 90 Ortsgruppen mit etwa 3.500 Mitgliedern. Und die beschäftigt eben sehr: die fehlende Bleibeperspektive.

Manuel Troike ist Diözesanvorsitzender des KLJB. Foto: Till Kupitz
Manuel Troike ist Diözesanvorsitzender des KLJB. Foto: Till Kupitz

Internationale Zusammenarbeit stärken

Zu den Aktionen der Katholischen Landjugendbewegung gehört unter anderem die Aktion Minibrot, die jedes Jahr zum Erntedankfest stattfindet: Ehrenamtliche verteilen kleine Brote in den Gemeinden. Als Zeichen des Danks für die guten Bedingungen in Deutschland. Als Signal für Solidarität mit anderen Ländern. Die Spenden, die die KLJB erhält, gibt sie an Entwicklungsprojekte weiter, um junge Menschen in Afrika zu stärken. „Wir setzen uns sehr für die internationale Entwicklung ein“, schildert Manuel Troike. „Wir haben zum Beispiel eine Partnerschaft mit jungen Menschen in Sambia und wollen den weltweiten Fokus auf unsere Themen nicht verlieren.“

„Unsere Themen“, gemeint sind damit Schwerpunkte wie die Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Nachhaltigkeit: in internationaler Zusammenarbeit, aber auch in der heimischen Landwirtschaft. Denn viele Mitglieder der KLJB sind in dörflichen Strukturen mit der Landwirtschaft verbunden oder sogar selbst Junglandwirte, die Familienbetriebe führen, so Troike: „Wichtig ist uns, dass diese kleinbäuerlichen Strukturen dauerhaft überleben können, denn davon ist das Erzbistum Paderborn geprägt.“ Dazu brauche es Regionalität.

Ein Beitrag von:

Till Kupitz
Freier Journalist
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