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29
Juni
2020
29.Juni.2020

Junge Gäste am Programm partizipieren lassen

Michael Hunold setzt auf Jugendarbeit in Verbindung mit Kultur. (Foto: Ronald Pfaff)
Michael Hunold setzt auf Jugendarbeit in Verbindung mit Kultur. (Foto: Ronald Pfaff)

Auf eine Kaffeelänge mit Michael Hunold, Leiter des Kinder-, Jugend- und Kulturhaueses Finnentrop

Für unsere Serie „Auf eine Kaffeelänge mit…“ treffen wir uns –  selbstverständlich mit gebührendem Abstand – mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Die einzige Vorgabe ist: die Unterhaltung endet, sobald der Kaffeebecher ausgetrunken ist. Dieses Mal haben wir uns mit Michael Hunold getroffen. Der Leiter des Kinder-, Jugend- und Kulturhauses in Finnentrop will seine jungen Gäste an den Projekten partizipieren lassen.

„Kulturelle Aspekte mit der Kinder- und Jugendarbeit zu verbinden, das war mir von Beginn an wichtig“, blickt Michael Hunold auf seinen Start zurück. Der Diplom-Sozialpädagoge und studierte Theater-Pädagoge BuT hat die Leitung des Jugendzentrums der St. Nepomuk Kirchengemeinde Finnentrop 1997 übernommen. „Eigentlich bin ich so in diese Aufgabe reingeschliddert“, verrät der 53-Jährige und betont: „Die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen – also das, was wir hier machen – mach ich gern und ist mir wichtig. Ich möchte auch ein Anwalt für die Kinder und Jugendlichen sein und ihnen mit der kulturellen Arbeit auch eine Spielwiese bieten.“

Dabei ist Michael Hunold sehr wichtig, dass seine „Schützlinge“ ernst genommen werden, eine gelebte Demokratie erleben. Denn bei Entscheidungen zu Projekten oder auch zum Umbau der Räume im Jugendzentrum war den Verantwortlichen die Stimme der Jugend wichtig: „Wir wollen sie partizipieren lassen.“

In „Offene Türen“ und Jugendzentren hatten früher Disco-Abende eine hohe Priorität. Das sei abgeflacht, betont Hunold. In Finnentrop stehen für die Kids nur zu Altweiberfastnacht und Halloween „Disco“ an. Schon früh hat der Sozialpädagoge für eine Erweiterung des Angebots gesorgt. Der Disco-Raum ist multifunktional und bietet: Kino, Lernraum und auch eine kleine Bühne für Auftritte. „Jetzt nutzen Schul-AGs, unsere Tanzgruppen und Theaterspieler, ja selbst sogar der Pfarrgemeinderat diesen Raum.“

Faible für Kultur blinkt immer wieder auf

Sein Faible zur Kultur blinkt im Programm des Jugendzentrums aber immer wieder auf. Theater-Projekte nehmen einen wichtigen Platz ein. Beim Jugend- Kultur-Festival hat die Finnentroper Gruppe sogar einen Preis für eine Aufführung erhalten. „Unsere Jugendarbeit soll aber auch in der Gemeinde sichtbar sein. Deshalb machen wir auch Aktionen außerhalb“, sagt Michael Hunold und freut sich darüber, dass die Arbeit anerkannt bei Gemeinde, Bevölkerung und Kirche ist und somit eine Aufwertung bekommt. Daraus ist eine gute Kooperation mit den örtlichen Geschäften, Verbänden oder auch Service-Anbietern geworden.

Die Kinder und Jugendlichen achten selbst mit Adleraugen darauf, dass die „Wahrung der Schöpfung“ ernst genommen wird. Themen wie Klima- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Wiederverwertbarkeit oder auch Lebensmittelrettung sind aus dem Angebot des Jugendhauses gewachsen. „Unsere Kinder und Jugendlichen müssen hier eine Spielweise bekommen, wo sie sich viele Dinge für das Leben erarbeiten und abholen können“, setzt Michael Hunold auf die Jugend. “Die Besucherstruktur hat sich über die Jahre verändert, ist vielschichtiger, in viele Richtungen interessiert und jünger geworden. Mir ist meine Arbeit hier nie leid geworden. Und selbst nach den vielen Jahren habe ich noch den richtigen Schwung und Ideen genug.“

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Ein Beitrag von:

Ronald Pfaff
Redakteur
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