Schriftgröße
normal
größer
groß
Kontakt Presse & Medien Für Mitarbeitende Jobs
Kontakt
Gestaltungselement Navigation
20
November
2019
20.November.2019

“Hoffnung ist auf alle Fälle da”

Themenspezial “Hoffnung”

Dass mit dem Tod nicht alles aus ist, gehört zu den großen Hoffnungen des christlichen Glaubens. Aber wie sehen das Menschen, die dem Tode nah sind oder gerade einen geliebten Menschen verloren haben?

„Hoffnung darauf, dass da noch etwas kommt, ist auf alle Fälle da“, sagt Claudia Becker. Die Gemeindereferentin im Pastoralverbund Reckenberg begleitet in ihrem Dienst trauernde und sterbende Menschen, ist außerdem für den Begräbnisdienst beauftragt. „Was heute aber oft fehlt, sind Kenntnisse aus der Bibel. Oder es fehlt das Fundament des christlichen Glaubens generell. Deshalb sind die Erwartungen der Menschen von dem, was nach dem Tod kommt, meist sehr diffus. Oft heißt es: Es wird schon irgendwie weitergehen.“

Für die Begleitung trauernder Menschen oder die Gestaltung von Begräbnisfeiern greift Claudia Becker deshalb auf Symbole zurück, die allgemein verständlich sind und gleichzeitig christlich gedeutet werden können. „Gerne verwende ich das Bild der Brücke, verbunden mit dem Regenbogen als Bundeszeichen. Ich stelle die Frage, über welche Brücken der Verstorbene in seinem Leben gegangen ist und ermutige die Trauergemeinde dazu, sich die gleiche Frage zu stellen. In weiteren Schritten thematisiere ich Brücken zu den Mitmenschen sowie die Brücke zu Gott.“

„Da gab es einen Verstorbenen, der Greifvögel gezüchtet hatte. Da haben wir dann einen Bibelvers gewählt, in dem Gott mit einem Adler verglichen wird, der ‚über seinen Jungen schwebt, seine Schwingen ausbreitet, eines von ihnen aufnimmt und es auf seinem Gefieder trägt‘. (Dtn 32,11). Aus Erfahrung kann ich sagen, dass Menschen es als tröstend empfinden, wenn sie ein Symbol oder eine Bibelstelle mit dem individuellen Leben eines Verstorbenen verbinden können.“

Manche Menschen haben klare Vorstellungen vom Leben nach dem Tod

Natürlich begegnen Claudia Becker auch Menschen, die klare Vorstellungen von dem haben, was nach dem Tod kommt. „Ich habe eine Frau begleitet, mit 50 Jahren noch recht jung, aber so schwer erkrankt, dass sie bald sterben würde“, erinnert sie sich. „Sie sagte mir, dass sie eigentlich keine Angst vor dem Tod habe. Es gäbe so viele Menschen, die sie vermisse und nun bald wiedersehen würde. Daher sei auch etwas Schönes dabei. So etwas im Angesicht des eigenen Todes zu sagen, fand ich sehr beeindruckend.“

Noch detaillierter konnte eine Enkelin den Weg ihrer verstorbenen Großmutter beschreiben: „Oma tanzt jetzt in den Himmel und wird dort von Opa erwartet“, so die Aussage. Das Paar hatte zu Lebzeiten leidenschaftlich gern getanzt. „Oft ist es so, dass solche Vorstellungen von den Verstorbenen selbst stammen und von den Hinterbliebenen übernommen werden“, so Claudia Becker.

Themenspecial Hoffnung

Gestaltungselement Footer
Logo Youpax

Erzbistum Paderborn
Domplatz 3
33098 Paderborn

Tel. +49 (0)5251 125-0 (Zentrale Erzbischöfliches Generalvikariat)
Fax +49 (0)5251 125-1470
generalvikariat@erzbistum-paderborn.de