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26
April
2021
26.April.2021

Hochzeit unter Corona-Bedingungen? Ist das überhaupt möglich?

Auf eine Kaffeelänge mit Marina und Dominik Kräling

Innerhalb unserer Reihe „Auf eine Kaffeelänge mit …“ treffen wir uns wöchentlich mit einer Person aus dem Erzbistum Paderborn. Einzige Bedingung der Zusammenkunft: Das Meeting endet, sobald der Kaffeebecher geleert ist. In dieser Woche haben wir uns zum ersten Mal mit zwei Personen getroffen. Marina und Dominik Kräling aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat planen ihre kirchliche Hochzeit unter Corona-Bedingungen.

Eigentlich war ihre kirchliche Hochzeit bereits für Mai 2020 geplant. Aber die Corona-Pandemie hat diesem Plan einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Wir haben unsere Hochzeit dann um ein Jahr verschoben, weil wir, wie so viele andere auch, dachten, dass wir dann unsere Hochzeitsfeier unbeschwert feiern können“, erzählt Dominik. Leider sollte auch dieser Plan nicht aufgehen.

Marina und Dominik Kräling

Trotz Corona-Pandemie halten Marina und Dominik Kräling an ihren Hochzeits-Plänen fest. Auch, wenn der Tag nun ganz anders aussieht als ehemals geplant. Foto: Lena Jordan

Trotz Corona-Pandemie halten Marina und Dominik Kräling an ihren Hochzeits-Plänen fest. Auch, wenn der Tag nun ganz anders aussieht als ehemals geplant.

Am 1. Mai wird geheiratet

Je näher das Datum heranrückte, desto größer wurde die Gewissheit, dass eine Feier nach dem Traugottesdienst, sei es auch nur mit der engsten Familie und den Trauzeugen, nicht möglich sein wird. „Als uns das bewusst wurde, war die Enttäuschung natürlich groß. Doch mit der Zeit haben wir uns damit abgefunden und nach vorne geblickt. Wir haben nicht mehr darauf geschaut, was alles nicht geht, sondern was weiterhin möglich ist“, so Marina. An ihrem gesetzten Datum, dem 1. Mai, wollen die Zwei festhalten und haben nun ihre Hochzeit unter Corona-Auflagen geplant.

Und so liegt der Fokus ganz auf dem Traugottesdienst. Erste Impulse nahmen sie von einer digitalen Traugottesdienst-Werkstatt im Pastoralverbund Paderborn Mitte-Süd mit, an der 13 weitere Paare teilnahmen. Gemeinsam mit ihrem Trau-Priester Dompastor Dr. Nils Petrat haben sie den Gottesdienst ganz nach ihren Vorstellungen gestaltet. Auch, dass der Gemeindegesang derzeit verboten ist, hat ganz neue Aspekte hervorgebracht. „Normalerweise hätten wir darauf geachtet, dass wir einige bekannte Lieder auswählen, die unsere Gäste gut mitsingen können“, fügt Marina mit einem Augenzwinkern hinzu. „Da dies aber nun entfällt, haben wir Lieder ausgesucht, die vor allem für uns zwei eine Bedeutung haben.“

Gott geht den Weg mit

Die Paderborner Marktkirche, in der die Hochzeit stattfindet, bietet ausreichend Platz. Alle Gäste werden in einer Liste erfasst und müssen die gesamte Zeit eine Mund-Nasen-Maske tragen, „doch so haben wir, wenn wir uns das Ja-Wort einander zusprechen, zumindest einen Teil unserer Lieben um uns und das bedeutet uns sehr viel“, bekräftig Dominik.

So einschränkend die derzeitigen Bestimmungen auch sind und so anders sie sich anfangs ihre Hochzeit vorgestellt haben, zählt für Marina und Dominik doch zu allererst, dass sie ihren Lebensweg nun mit Gott und unter seinem Segen weitergehen können. „Wir glauben, dass Gott schon immer ein Teil unserer Beziehung ist und so werden wir den Weg gemeinsam mit ihm weitergehen“, sind sich die beiden einig, „und das ganz egal, welche herausfordernden Zeiten uns noch bevorstehen werden.“

Ein Beitrag von:

Lena Jordan
Redakteurin