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27
Juli
2019

„Himmel und Erde sollen sich berühren und verbinden“

Libori-Fest 2019 durch Erhebung der Reliquien und Pontifikalvesper eröffnet

Der Schrein des Bistumspatrons wird unter den Klängen des Libori-Tuschs in einer Prozession durch den voll besetzten Paderborner Dom in den Hoch-chor getragen. Foto: pdp / Thomas Throenle

Mit den lateinischen Worten „Procedamus in pace!” – „In diesem Frieden lasst uns gehen!” – eröffnete Erzbischof Hans-Josef Becker am Samstagnachmittag die festliche Prozession im Hohen Dom zu Paderborn, in der die Reliquien des heiligen Liborius aus der Domkrypta in den Hochchor der Paderborner Bischofskirche geleitet wurden. Wie in jedem Jahr zur Eröffnung des Libori-Festes war ein erhebendes Schaudern mit Gänsehaut garantiert: Zu den Klängen des Libori-Tuschs wurde der vergoldete Schrein mit den Reliquien des Patrons des Erzbistums, des Domes und der Stadt durch die Mitte der Gottesdienstteilnehmer im übervollen Dom getragen und im Hochchor aufgestellt. Mit der anschließenden Pontifikalvesper war das Libori-Fest 2019 offiziell eröffnet. Das diesjährige Libori-Fest steht unter dem Leitwort „Im Himmel und auf Erden“.

Erzbischof Hans-Josef Becker beobachtet im Altarraum des Hohen Domes gemeinsam mit den anwesenden Bischöfen und dem Metropolitankapitel, wie der Libori-Schrein im Hochchor aufgestellt wird. Foto: pdp / Thomas Throenle

„Himmel und Erde sollen sich in den kommenden Tagen berühren und verbinden“, sagte Erzbischof Becker im Hinblick auf das kirchliche Leitwort des Libori-Festes. In seiner Einführung in den festlichen Gottesdienst betonte der Paderborner Erzbischof: „Wir dürfen gemeinsam die Erfahrung machen: Die Welt, die Gott uns geschenkt hat, ist gut und schön. Das Leben ist lebenswert, auch wenn es dunkle und schwere Stunden gibt. Wir gehören alle zusammen!“. Die Schönheit der Erde sei ein Abglanz der Schönheit des Himmels. „Das Schönste und Beste kommt eigentlich noch“, zeigte sich Erzbischof Becker erwartungsvoll. „Der heilige Liborius ist ein Mensch, durch den ein wenig vom himmlischen Glanz in unsere Herzen fällt. Er ist uns auf Erden ein bleibendes Vorbild und für uns ein Fürsprecher im Himmel.“

Erzbischof Hans-Josef Becker (Mitte) und Bischof Yves Le Saux (links) (Bistum Le Mans), Erzbischof Stefan Burger (rechts) (Erzbistum Freiburg) nach der Pontifikalvesper im Paradiesportal des Hohen Domes. Foto: pdp / Thomas Throenle

Begrüßung der Gäste

Der Paderborner Erzbischof begrüßte in seiner Ansprache besonders die anwesenden Bischöfe, Priester und Laien, die aus verschiedenen Teilen der Weltkirche zur Feier des Libori-Festes nach Paderborn gekommen waren. Den ersten Willkommensgruß richtete er traditionell an den Nachfolger des heiligen Liborius auf dem Bischofsstuhl der Diözese Le Mans in Frankreich, Bischof Yves Le Saux. Dieser wurde von einer Pilgergruppe der St.-Liborius-Fraternität begleitet. Dann richtete Erzbischof Becker einen namentlichen Willkommensgruß an die insgesamt 26 Bischöfe und Äbte aus 13 Ländern: ein Kardinal, 22 Bischöfe, zwei Äbte und ein evangelischer Bischof waren aus Europa, Südamerika und Afrika in die Stadt an der Pader gereist, um das Libori-Fest mitzufeiern.

Vor dem Beginn der Prozession in die Krypta des Hohen Domes stellen Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer und Libori-Bruderschaftsmeister Bernhard Riedel den Holzschrein mit den Reliquien des Bistumspatrons in den vergoldeten Silberschrein. Foto: pdp / Thomas Throenle

Prozession und Libori-Tusch

Im Rückgriff auf den bekannten geistlichen Liedtext „Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden, und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.“ wandelte Erzbischof Becker die traditionelle Einleitung in die Prozession „Procedamus in nomine Domini“ („Brechen wir auf im Namen des Herrn!“) ab und lud mit den Worten „In diesem Frieden lasst uns gehen!“ zur Prozession ein. Dann zog Erzbischof Becker zusammen mit den Paderborner Weihbischöfen, den Gastbischöfen, dem Paderborner Metropolitankapitel sowie zahlreichen Priestern aus nah und fern in einer feierlichen Prozession in die Krypta des Hohen Doms. Dort wurde der vergoldete Schrein mit den Reliquien des Bistumspatrons erhoben und in einer Prozession in den Hochchor geleitet. Bis zur Rückführung des Schreins am Dienstag werden die Reliquien im Hochchor zur Verehrung durch die Gläubigen bleiben.

Erzbischof Hans-Josef Becker reicht den Gastbischöfen und den Mitglie-dern des Metropolitankapitels ein Reliquiar mit Reliquien des heiligen Libori-us zur Verehrung. Foto: pdp / Thomas Throenle

Während der Schrein durch die Mitte der dicht gedrängt im Paderborner Dom stehenden Menschen zum Altarraum getragen wurde, ertönte dreimal der von Bläsern des Bahnsozialwerk Blasorchesters vorgetragene Libori-Tusch aus dem Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Das Bahnsozialwerk Blasorchester wird geleitet von Andreas Steins.

Pontifikalvesper

Nach der Prozession verehrten die Gastbischöfe und das Paderborner Metropolitankapitel die Reliquien. Dann feierten die Bischöfe zusammen mit den versammelten Gläubigen die traditionelle lateinische Pontifikalvesper, die mit dem Segen des Erzbischofs endete. Erzbischof Becker stand dem Vesper-Gottesdienst als Offiziant vor, Generalvikar Alfons Hardt und Dompropst Monsignore Joachim Göbel assistierten.

Gläubige nutzen die Möglichkeit, ein von Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer gereichtes Reliquiar mit Reliquien des Heiligen Liborius zu berühren oder von Domkapitular Monsignore Andreas Kurte gesegnet zu werden. Foto: pdp / Thomas Throenle

Im Anschluss an die Pontifikalvesper mischte sich Erzbischof Becker mit den bischöflichen Gästen aus aller Welt unter die im und vor dem Paradiesportal wartenden Menschen.

Verehrung und Segen

Viele Gläubige nutzten nach dem Gottesdienst die Gelegenheit, ein von Domkapitular Prälat Thomas Dornseifer gereichtes Reliquiar mit Reliquien des heiligen Liborius zu berühren und dem heiligen Liborius so ganz nah zu ein. Den Gläubigen war es zudem möglich, einen persönlichen Segen zu empfangen. Domkapitular Monsignore Andreas Kurte und Domkapitular Dr. Thomas Witt legten Gläubigen die Hände auf und spendeten den Segen „auf die Fürsprache des heiligen Liborius“.

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