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Pressemeldung
2
Februar
2021
Paderborn

Familienforschung in digitalisierten Kirchenbüchern

Erzbistum Paderborn ermöglicht Online-Recherche auf einer Million Seiten auch in Corona-Zeiten

Das Erzbistum Paderborn stellt mittlerweile allen Interessierten eine Million aus Kirchenbüchern digitalisierte Seiten für die Online-Recherche zur Verfügung. Mussten bisher Familienforscher das Erzbistumsarchiv besuchen, um Kirchenbücher aus den Kirchengemeinden zu sichten und auszuwerten, ist es jetzt digital möglich, tief in eine Familiengeschichte einzutauchen. Das sei in der aktuellen Zeit der Corona-Pandemie eine große Erleichterung, erklärt Julia Hennig vom Erzbistumsarchiv: „Forscher können kostenlos online recherchieren und sparen die Anreise nach Paderborn. Die Archivmitarbeitenden können unterstützen und auch Anfragen aus dem europäischen Ausland, den USA und aus Australien leicht bearbeiten.“ Seit 2015 läuft im Erzbistum das Digitalisierungsprojekt der Kirchenbücher und die Digitalisate werden seit 2018 kontinuierlich auf der Plattform Matricula bereitgestellt.

Rund eine Million Seiten aus Kirchenbüchern liegen mittlerweile in digitaler Form vor und können von Forschern kostenlos genutzt werden. Julia Hennig und Michael Streit sind stolz auf das Digitalisierungsprojekt des Erzbistums Paderborn. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Jeden Freitag werden weitere Seiten veröffentlicht, informiert der kommissarische Leiter des Erzbistumsarchivs Michael Streit. Die neu eingestellten Kirchenbuchseiten von Pfarreien aus dem Erzbistum Paderborn werden auf der Startseite von Matricula in einer Nachricht angekündigt. Im Januar 2021 wurden dort die letzten Scans der Kirchenbücher der Pfarreien aus dem Dekanat Hochsauerland-Mitte mit den Kommunen Meschede, Bestwig, Schmallenberg und Eslohe veröffentlicht. Aktuell werden die Kirchenbücher der Pfarreien im Dekanat Südsauerland mit den Städten Attendorn, Drolshagen, Lennestadt und Olpe sowie den politischen Gemeinden Finnentrop, Kirchhundem und Wenden digitalisiert und schrittweise publiziert.

Das Kirchenbuch-Digitalisierungsprojekt wird von Julia Hennig geleitet. Kirchenbücher von bereits 250 Kirchengemeinden sind online zugänglich. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn
Das Kirchenbuch-Digitalisierungsprojekt wird von Julia Hennig geleitet. Kirchenbücher von bereits 250 Kirchengemeinden sind online zugänglich. Foto: Thomas Throenle / Erzbistum Paderborn

Eine Million Seiten und 250 Pfarreien

„Mittlerweile sind eine Million Scans gemacht worden. Das bedeutet, dass wir bereits die Hälfte der Kirchenbücher digitalisiert haben. Von mehr als 250 Pfarreien können die Kirchenbücher online recherchiert werden“, betont Julia Hennig. Die Geschäftsführerin des Projekts Kirchenbuchdigitalisierung erläutert, dass die Online-Publikation entsprechend der archivarischen Schutzfristen geschieht und keine Daten von noch lebenden Personen veröffentlicht werden. Die Kirchenbücher von sehr jungen Pfarreien seien noch komplett für die Online-Veröffentlichung gesperrt und andere Kirchenbücher würden nur teilweise bis zur Schutzfrist veröffentlicht. „Bis zum Projektende im Jahr 2023 möchten wir alle abgeschlossenen Kirchenbücher des Erzbistums Paderborn digitalisiert und gemäß der Schutzfristen online verfügbar gemacht haben“, sagt Michael Streit.

Digitalisierung schützt

„Durch das Digitalisierungsprojekt können Familienforscher zu jeder Zeit und weltweit von zu Hause aus nach ihren Vorfahren recherchieren, und das kostenlos“, stellt Julia Hennig heraus. Die Archivmitarbeitenden seien ansprechbar bei Fragen zu noch nicht digitalisierten Kirchenbüchern.

Die Digitalisierung sei nicht nur eine Hilfe für die Familienforscher, die sich aus dem Erzbistum Paderborn, aus Deutschland, den Niederlanden und Polen und sogar aus den USA, Südamerika und Australien an das Erzbistumsarchiv wenden, betont die Geschäftsführerin des Digitalisierungsprojekts. „Die Digitalisierung dient auch der Erhaltung der Kirchenbücher, die eine besonders wertvolle Archivgattung für die kommenden Generationen sind.“

Ein Beitrag von:

Thomas Throenle