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3
August
2020
3.August.2020

Ermutigung in schweren Zeiten

Editorial zum neuen Themenspecial “Mutmacher”

Eine Ermutigung kann man eigentlich immer gut gebrauchen. Doch in diesen Zeiten haben viele Menschen sie wahrscheinlich besonders nötig. Wegen der Corona-Pandemie stehen viele vor einer ungewissen Zukunft: Bei manch einem ist der Arbeitsplatz unsicher geworden, Existenzen stehen aufgrund der wirtschaftlichen Situation auf der Kippe. Schulkinder wissen nicht, ob sie nach den Ferien wieder normalen Unterricht haben werden. Eltern wissen nicht, ob sie ihre Kinder noch weiter zu Hause betreuen müssen. Und natürlich bleibt die Bedrohung durch das Virus selbst, das eine Krankheit auslöst, an der weltweit über 650.000 Menschen gestorben sind.

Und Corona ist längst nicht alles. Krieg, Gewalt und Vertreibung fast überall auf der Welt sind ebenso wenig verschwunden wie Umweltzerstörung und Klimawandel. Deutschland und die Europäische Union müssen sich in einer unsicheren Weltlage behaupten. Und die Kirche? Sie musste zum zweiten Mal in Folge einen sprunghaften Anstieg der Austrittszahlen verkraften. Zudem hat die Corona-Krise deutlich gemacht, dass sie in diesem Land nur bedingt als systemrelevant angesehen wird. Sie steht in mehrerer Hinsicht vor einer ungewissen Zukunft.

"Licht am Ende des Tunnels": Der christliche Glaube hat eine lange Tradition, in dunklen Zeiten Worte der Hoffnung zu formulieren. Foto: Shuttestock / Stone36
"Licht am Ende des Tunnels": Der christliche Glaube hat eine lange Tradition, in dunklen Zeiten Worte der Hoffnung zu formulieren. Foto: Shuttestock / Stone36

Worte der Hoffnung in dunklen Zeiten

Wo soll man in dieser Lage neuen Mut schöpfen? Liegt die Klage, das Streiten mit Gott, warum er all dies zulässt, nicht viel näher? Der christliche Glaube hat ja schließlich eine lange und gute Tradition, was Klage, Hadern und Ringen mit Gott angeht. Man denke nur an Hiob oder den Propheten Jeremia.

Der christliche Glaube hat aber auch eine gute Tradition darin, selbst in dunklen Zeiten Worte der Hoffnung zu formulieren. Solche Worte stehen sogar im Zentrum des Glaubens, wenn an Ostern die Botschaft von der Auferstehung Jesu verkündet wird: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden.“ (Lk 24, 5b-6a)

Deshalb haben wir uns dafür entschieden, Geschichten zu erzählen, die Mut machen. Zum Beipsiel Geschichten von Menschen, die eine Krankheit überstehen und wieder gesund werden. Wir stellen außerdem Frauen und Männer vor, die andere in schweren Zeiten begleiten oder aus scheinbar ausweglosen Situation heraushelfen. Schließlich gibt es auch Menschen, die sich in der Meditation, dem Gebet oder sogar im Yoga neue Kraftquellen erschließen. Oder die in einem Menschen oder Tier einen treuen Begleiter gefunden haben, der über die ein oder andere Stunde hinweghilft. Geschichten, die Mut machen, gibt es also nach wie vor – vielleicht mehr, als man denkt.

Gott sei Dank.

Ein Beitrag von:

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