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20
Mai
2020
20.Mai.2020

„Ein Schatz, der noch lange nicht gehoben ist“

Klimaschutz ist sein Auftrag: Michael Peine ist der neue Gebäudeenergiemanager für das Erzbistum Paderborn, hier bei den „Dom-Bienen“. Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
Klimaschutz ist sein Auftrag: Michael Peine ist der neue Gebäudeenergiemanager für das Erzbistum Paderborn, hier bei den „Dom-Bienen“. Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

Konzept mit großer Bandbreite

Das Klimaschutzkonzept für das Erzbistum Paderborn trägt das Attribut „integriert“. Gebäudeenergiemanager Michael Peine erläutert: „Unser Klimaschutzkonzept hat im Vergleich zu vielen anderen Bistümern eine große Bandbreite. Es wurden nicht nur die ‚klassischen‘ Bereiche Immobilien, Mobilität und Beschaffung, sondern auch Bewusstseinsbildung und Spiritualität aufgenommen.“ So wird beispielsweise auch bedacht, wie in Schulen oder Kitas die Schöpfungsthematik verankert ist oder welche Angebote es für das Kirchenjahr gibt. Auch die oft gestellte Frage, wie Kirche mit ihren Flächen umgeht, findet Berücksichtigung.

Verändertes Bewusstsein nutzen

Der Weg für die nächsten fünf Jahre ist im Klimaschutzkonzept klar vorgegeben: Eine Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen um 20 Prozent bis 2025 ist das Ziel. „Wir sind froh, dass das Klimaschutzkonzept vorliegt. Jetzt lautet die Devise: ‚Lasst es uns auch leben!‘. Das Konzept darf kein Papiertiger bleiben“, stellt Michael Peine klar. Einen Wunsch hat der Gebäudeenergiemanager insbesondere im Kontext der Corona-Krise: „Wir hoffen, dass das Thema Klimaschutz durch Corona nicht in den Hintergrund gerät, sondern dass die Krise und das dadurch veränderte Bewusstsein klar machen, dass Vieles eben doch auch anders möglich ist – zum Wohle der Umwelt.“

Ein Stück Schöpfungsverantwortung

Auch unabhängig vom Bereich Immobilien sind Mitarbeitende im Erzbischöflichen Generalvikariat dazu aufgerufen, mit ihrem eigenen Verhalten ein Stück Schöpfungsverantwortung wahrzunehmen – vom beidseitigen Drucken bis zu Mobilitäts-Aktionen wie „Mit dem Rad zur Arbeit“. Diese hält nicht nur fit, sondern schont auch die Umwelt und ist in Corona-Zeiten die ungefährlichere Alternative zum öffentlichen Nahverkehr. Von Energieeinsparmaßnahmen im Generalvikariat ist die E-Akte nur eines von vielen Beispielen.

Auch in den Erzbischöflichen Schulen wurden in den letzten Jahren viele Aktionen zum Klimaschutz durchgeführt. Nicht zuletzt gab es vermehrt Initiativen, die zum Beispiel auf faire Arbeitsbedingungen in der Produktion in der Einen Welt aufmerksam gemacht haben. Selbst die Politik hat hierzu in den vergangenen Jahren Standards festgelegt, so dass erkennbar ist: All das hat Papst Franziskus mit seiner Enzyklika im besten Sinne nachhaltig und auf vielen Ebenen „angemahnt“.

Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn
Foto: Maria Aßhauer / Erzbistum Paderborn

„Wir hoffen, dass das Thema Klimaschutz durch Corona nicht in den Hintergrund gerät, sondern dass die Krise und das dadurch veränderte Bewusstsein klar machen, dass Vieles eben doch auch anders möglich ist – zum Wohle der Umwelt.“

Michael Peine
Gebäudeenergiemanager im Erzbistum Paderborn

Hintergrund: Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept enthält eine Analyse des CO2-Ausstosses des Erzbistums von 2018. Daraus wurden 44 Maßnahmen abgeleitet, wie man die CO2-Emissionen bis 2050 senken kann. Der Katalog reicht von der energiesparenden Bewirtschaftung der Immobilien – weniger Öl, mehr erneuerbare Energien – über die Förderung eines umweltschonenden Mobilitätsverhaltens bis hin zu nachhaltigen Beschaffungsmöglichkeiten. Es sollen Leitlinien für die Verwaltungsebene sowie die Liegenschaften des Erzbistums erstellt werden, die dann Empfehlungen für Pastorale Räume und Kirchengemeinden darstellen.

Ein Beitrag von:

Maria Aßhauer
Redakteurin Team Presse
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